Test: AVM FRITZ!Card DSL (2/5)

ADSL und ISDN mit einer Karte
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Die DSL-Software

Die Software wurde von uns mit dem Update vom 25.01.2002 (Version 03.09.12, Build 02.01.25) von der AVM-Downloadseite aktualisiert.

Zum einen fällt der "Einstellungs-Assistent" auf, der die Verbindung zwischen PC und Vermittlungsstelle überprüft und eventuell auftretende Fehler dem Benutzer mitteilt. Zum anderen das Programm "ADSL-Watch", welches sowohl genaue Angaben zur verwendeten DSL-Karte als auch über die Gegenstelle in der Vermittlungsstelle, nämlich das dort eingesetzte so genannte DSLAM macht. Darüber hinaus kann es Angaben zur Leitungsqualität machen, in dem es die Signal/Rausch-Toleranz und die Leitungsdämpfung in dB ausgibt und auftretende Fehler wie "Header Error" mitzählt. Ebenso kann das Programm das ADSL-Spektrum überwachen und grafisch darstellen. Diese Funktion ist für den Laien allerdings kaum nützlich, da den meisten die technischen Kenntnisse zur Interpretation fehlen werden.

Das nächste Programm ist FRITZ!web DSL, quasi ein Software-Router, der den Internetzugang und die eventuelle Freigabe im Netzwerk kontrolliert. Eingebaut ist ein Timer, der nach einer beliebig festzulegenden Zeitspanne ohne Datenverkehr die Verbindung trennt. Werden nach einer Trennung wieder Daten benötigt, baut FRITZ!web DSL die Leitung erneut auf. Während des Internetzugangs macht FRITZ!web DSL ein so genanntes "IP-Masquarading". Dies bedeutet, dass die eigentliche IP-Adresse, die vom Provider erteilt wurde, nicht im Web sichtbar ist. Dadurch wird der Rechner für andere Internetbenutzer unsichtbar und ist somit geschützt. Zu guter Letzt gibt es noch WebWatch, ein einfaches Trace-Tool, das den Weg der Verbindung zwischen dem eigenen PC und einer Webseite verfolgt und die benötigten Zeiten (Ping) bei unterschiedlich grossen Datenpaketen grafisch darstellt. Dies kann dabei helfen festzustellen, wie schnell die Daten zwischen PC und Webseite unterwegs sind und an welcher Stelle mögliche Probleme auftreten.

ADSL Watch 1
ADSL Watch 1
ADSL Watch 2
ADSL Watch 2

Die ISDN-Software

Die FRITZ! ISDN Software wird seit vielen Jahren von AVM gepflegt und weiter entwickelt. Aktuell ist inzwischen die Version 3.02.01 und steht kostenlos bei AVM zum Download bereit. Sie umfasst die Programmteile FRITZ!data, FRITZ!fax, FRITZ!fon, FRITZ!vox und FRITZ!web. Letzteres ist nicht mit FRITZ!web DSL zu verwechseln, da es nur mit dem ISDN-Teil der Karte zusammen arbeitet. Darüber hinaus gibt es noch ein Adress- und Telefonbuch und ISDNWatch.

Zu den Programmen im Detail:

  • FRITZ!data dient dem Datenaustausch zwischen zwei Rechnern über ISDN. Diese Direktverbindung erreicht dabei immer volle ISDN-Geschwindigkeit (64 kb/s). Wem das zu langsam ist, der kann auch die Kanalbündelung verwenden und erreicht so 128 kb/s, allerdings fallen dann auch die doppelten Gesprächsgebühren an. FRITZ!data beherscht auch den Server-Modus, so dass Anrufer von Außen auf die Daten zugreifen können. Ein Zugriffsschutz mit Rechteverteilung ist integriert, um die Daten vor unberechtigten Zugriffen zu schützen.
  • FRITZ!fax scheint auf weiterhin einer der führenden Fax-Programme auf dem Markt zu sein. Inzwischen können damit sogar Farb-Faxe empfangen und verschickt werden. Natürlich nur, wenn die Gegenstelle ein Farbfax oder ebenfalls FRITZ!fax ist. Ins Betriebssystem integriert sich FRITZ!fax als Drucker, über den man Dokumente einfach ausdruckt. Das eigentliche Faxprogramm startet dann automatisch und erfragt die Rufnummer des Empfängers. Dabei ist es möglich, auch Call-by-Call zu verwenden, ohne jedesmal mühsam die Nummer zusätzlich einzutragen. FRITZ!fax bietet die Möglichkeit, für Orts- und Ferngespräche getrennt, Call-by-Call-Anbieter zu verwalten und die entsprechenden Vorwahlnummern automatisch beim Versenden von Faxen zu verwenden. Eine ausführliche Journalfunktion, Faxpolling und automatisches Empfangen von Faxen für bestimmte MSN ist ebenfalls integriert.
  • Wer über ein Headset oder ein Mikrofon für seinen PC verfügt, braucht mit FRITZ!fon von nun an kein Telefon mehr. Per Mausklick können Gespräche angenommen, oder Verbindungen aufgebaut werden. Auch hier wird Call-by-Call unterstützt. Es können Gespräche mitgeschnitten und Konferenzschaltung vorgenommen werden.
  • FRITZ!vox ist der Anrufbeantworter, der für den Fall der Abwesenheit eingehende Gespräche annimmt. Dabei ist es möglich, für verschiedene Zeiten bestimmte Texte vorzugeben, also am Wochenende eine andere Ansage als unter der Woche zu nutzen. Bis zu vier verschiedene Profile sind möglich, die einfach per Mausklick bestimmten Zeiten oder Tagen zugewiesen werden können. Standardmässig antwortet FRITZ!vox mit einer angenehmen Frauenstimme. Natürlich ist es auch möglich, eigene Ansagen zu verfassen. Die aufgezeichneten Anrufe werden als normale Wav-Datei gespeichert und so belegt denn ein einminütiger Anruf etwa 500 KB auf der Festplatte.
  • FRITZ!web ist praktisch der ISDN-Gegenpart zu FRITZ!web DSL, allerdings kommen hier noch die Verwaltung der beiden ISDN-Kanäle hinzu. So ist es möglich, den zweiten Kanal bei hoher Auslastung des ersten Kanals automatisch zuschalten zu lassen. Natürlich ist auch das manuelle Zuschalten möglich, allerdings fallen bei Nutzung beider Kanäle in der Regel auch doppelte Internetkosten an. Die automatische Verbindungstrennung per Timer bietet sich nur bei Providern an, die nicht über eine erzwungene Startseite, wie bei Freenet der Fall, verfügen, da man sonst nicht mehr an der selben Stelle weitersurft, an der man aufgehört hat. Ansonsten zeigt FRITZ!web in einem kleinen Fenster den Datenverkehr an, getrennt für Hin- und Rückkanal (Up- und Download).

Zum Adressbuch braucht man nicht viel sagen. Es kann in allen Teilen der FRITZ!32 Software und auch als normales Adressbuch benutzt werden. Bleibt noch ISDNWatch, mit dem der Zustand der zwei ISDN-Leitungen überwacht werden kann. Das Programm legt sich dazu als Symbol in der Tray-Leiste ab und zeigt mit zwei grünen "Lämpchen" an, ob und welche Leitung belegt ist. Auch protokolliert es alle ankommenden und abgehenden Verbindungen auf den beiden ISDN-Leitungen und liefert ausführliche Informationen über die verwendeten ISDN-Protokolle.

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