Kingston HyperX PC4300 im Test: Wer braucht DDR2?

Volker Rißka
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Kingston HyperX PC4300 im Test: Wer braucht DDR2?

Vorwort

Nachdem wir zuletzt den wohl besten Speicher im Test hatten, die DDR550 Module von Corsair, greift heute ein weiterer Hersteller nach den Overclocking-Sternen. Kingston präsentiert unter dem bekannten HyperX-Label neue und wohl auch ebenso verdammt schnelle Module. Sie takten von Haus aus mit DDR533, was auf einem Pentium 4 Mainboard einen Bus-Speed von 1066 MHz ausmacht. Ob man diesen Speed problemlos schafft und ob vielleicht auch noch mehr möglich ist? Dies und einiges mehr schauen wir uns auf den nächsten Seiten genauer an.

Kingston HyperX KHX4300K2/1G

Ein Blickfänger sind die Module schon in der Verpackung. Dafür sorgt der sehr schicke blaue Heatspreader, welcher dem Betrachter sofort ins Auge sticht. Wie üblich finden wir die Module als Paar vor. So warten diese mit ihren jeweils 512 MB pro Modul nur darauf, von uns genauer unter die Lupe genommen zu werden. Ein Blick unter die Haube der schicken Riegel bringt das Geheimnis von DDR533 ans Tageslicht.

Kingston HyperX KHX4300K2/1G mit Hynix-Chips
Kingston HyperX KHX4300K2/1G mit Hynix-Chips

Zum Vorschein kommen, genau wie bei den Modulen von Corsair, die wir zuletzt im Test hatten, Speicherchips der Firma Hynix. Diese haben sich anscheinend darauf spezialisiert, High-End-Chips, die Taktraten von bis zu 280 MHz erreichen, herzustellen. So brauchen wir zu diesen wohl kein Wort mehr verlieren, haben wir die identischen Chips im letzten Test schon auseinandergenommen.

Eingebaut, Rechner gebootet - alles bestens. Ein Blick zu AIDA32 zeigt ein tadellos programmiertes SPD. So findet sich dort beispielsweise die genaue Bezeichnung, die Seriennummer, aber auch das Herstellungsdatum - in unserem Fall die dritte Woche diesen Jahres. Dass die Module dort als PC3200 geführt werden, überraschte uns erst einmal, lässt uns aber vor weiteren Tests nicht zurückschrecken.

Madex Memory Finder
Madex Memory Finder

Diese führen wir erstmals mit dem Madex Memory Finder durch. Mit diesem externen Gerät ist es möglich, die vom Hersteller eines Speichermoduls in einem Chip gesammelten Informationen auszulesen. Zudem können per mitgelieferter Software Bereiche im Chip beschrieben werden, um beispielsweise die Module als sein Eigentum zu kennzeichnen. Dabei unterstützt das externe Gerät alle erdenklichen Speichertypen: SDRAM, DDR SDRAM, SO DIMM, DDR SO DIMM. Die Software ist sogar schon für DDR2 SDRAM bereit. Auch die Module aus dem Hause Kingston liefen tadellos auf diesem Gerät, das gut programmierte SPD machte alles andere eigentlich auch unmöglich. Letztendlich erkannte der Madex Memory Fiinder genau die Informationen, die beispielsweise AIDA32 bereits im Vorfeld per Software ausgelesen hatte.

Nach dem Timing-Ratespiel kommen wir letztendlich auf stabile Timings von 2-3-3-5, bei der heutzutage üblichen Frequenz von 200 MHz (DDR400). Mit Erhöhung dieser mussten wir ab DDR466 die Spannung auf 2,8 Volt erhöhen und die Timings auf 2.5-4-4-5 herabsetzen. Ab DDR533, wofür die Module ja ausgelegt sind, fährt man nur noch mit den schlechtesten Timings von 3-4-4-8. Stabil über mehrere Tage waren die Module nur bis zu 540 MHz zu betreiben, darüber kam es in der einen oder anderen Anwendung zu Fehlern oder Hängern im Windowsbetrieb. Somit haben wir in den Benchmarks den letzten vertretbaren Wert von DDR540 mit einfließen lassen.

CPU-z erkennt die Module bei DDR400
CPU-z erkennt die Module bei DDR400
Konfiguration bei DDR533
Konfiguration bei DDR533