Test: nVidia GeForce 7800 GTX 512 SLI (3/24)

Schneller gehts nicht!
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Impressionen

2x GeForce 7800 GTX 512

Die beiden „GeForce 7800 GTX 512“-Karten sind sowohl technisch als auch vom Design her absolut identisch zu der Einzelkarte, die wir bereits im November begutachten konnten. So setzt nVidia wie bei einer GeForce 6800 Ultra auf einen Dual-Slot-Kühler, der jedoch zu gefallen weiß. Er arbeitet nicht nur effektiv, auch die Lautstärke bleibt durchgehend auf einem angenehmen Niveau. Bei beiden Exemplare der 649 Euro teuren Grafikkarte taktet der Chip mit 550 MHz und der Speicher, der von Samsung gefertigt wird und eine Zugriffszeit von 1,1 ns besitzt, mit 850 MHz (1700 MHZ DDR). Weiterhin verfügt der jüngste Spross aus dem Hause nVidia über zwei DVI-Ausgänge und einen TV-Ausgang, der HDTV-fähig ist.


GeForce 7800 GTX 512 SLI
GeForce 7800 GTX 512 SLI

Während das Dual-Slot-Design bei einer einzelnen Karte noch keinerlei Problem darstellt, ändert sich der Zustand in einer SLI-Konfiguration, da es dort zu einem erheblichen Platzmangel kommt. Die meisten Hersteller verbauen bei einem SLI-Mainboard zwischen den zwei PCIe-x16-Slots nur einen anderen PCIe-Anschluss. Dies funktioniert bei einer SLI-Konfiguration mit zwei Single-Slot-Karten wie der GeForce 7800 GTX noch problemlos, mit zwei Dual-Slot-Adaptionen wird es aber mehr als nur eng. Der Abstand zwischen den beiden Karten beträgt somit nur noch ein bis zwei Millimeter, weswegen der oberen Grafikkarte kein Platz zum „Atmen“ mehr bleibt. Die einzig löbliche Ausnahme liefert der Boardhersteller Asus, der auf den SLI-fähigen Boards zwischen den beiden X16-Slots zwei PCIe-Anschlüsse verbaut, womit auch breite Grafikkarten problemlos zusammenarbeiten können.

GeForce 7800 GTX SLI im Einsatz
GeForce 7800 GTX SLI im Einsatz
GeForce 7800 GTX 512 SLI im Einsatz
GeForce 7800 GTX 512 SLI im Einsatz
2x GeForce 7800 GTX 512
2x GeForce 7800 GTX 512

Das erste Problem gab es bereits beim Einbau der beiden GeForce-7800-GTX-512-Karten. So benötigt es einige Fingerarbeit, die Karten vorsichtig in die Anschlüsse zu stecken, ohne dass diese all zu oft kollidieren und eventuell bei einer zu ruckartigen Bewegung Schaden nehmen. Nach dem ersten Start lief die SLI-Konfiguration unter Windows noch problemlos, allerdings stürzte unser Testrechner bereits nach zehn minütiger Dauerlast sang- und klanglos mit einem Bluescreen ab. Der Fehler war dabei reproduzierbar und ein Blick auf die Temperaturen konnte das Problem direkt identifizieren.

nVidia GeForce 7800 GTX 512
nVidia GeForce 7800 GTX 512
GeForce 7800 GTX 512 SLI
GeForce 7800 GTX 512 SLI
GeForce 7800 GTX 512 und 7800 GTX
GeForce 7800 GTX 512 und 7800 GTX

Die obere Karte überhitzt in einer 3D-Anwendung, was aufgrund des Platzmangels auch keinerlei Verwunderung hervorruft – die untere GeForce 7800 GTX 512 bleibt dagegen auf einem normalen Temperaturniveau. Ein weiterer Kritikpunkt stellt die Lautstärke dar, was man auf das vorherige Problem zurückführen kann. Unter Last erhöht sich der Lärmpegel exorbitant, da die Lüftersteuerung versucht, die zu heiße GeForce-Karte wieder auf ein angenehmen Level herunter zu kühlen. Dies gelingt der Karte jedoch nicht, was kurze Zeit später mit einem Absturz quittiert wird.

GeForce 7800 GTX 512 und 7800 GT
GeForce 7800 GTX 512 und 7800 GT
GeForce 7800 GTX
GeForce 7800 GTX
GeForce 7800 GT
GeForce 7800 GT

Einzig der Einsatz zweier Gehäuselüfter und das Abnehmen der Seitenwand konnte das Problem lösen. Nur eine der beiden Maßnahmen reichte dagegen nicht aus. Somit kann es auf einem SLI-Mainboard, das nicht von dem Hersteller Asus kommt, zu Problemen bei den zwei GTX-512-Karten kommen, solange man keine sehr gute, aber wohl auch laute Gehäusekühlung hat. Fairerweise muss man anmerken, dass der schwarze Peter nicht nur bei nVidia mit dem verbauten Kühlsystem liegt, auch die Mainboard-Produzenten haben eine gewisse Teilschuld auf sich zu nehmen. Asus zeigt, wie man es besser machen kann, ohne dass es anderweitig zu Problemen kommt.

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