nVidia GeForce 8800 GTX im Test: Der neue König unter den Grafikkarten

Wolfgang Andermahr
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nVidia GeForce 8800 GTX im Test: Der neue König unter den Grafikkarten

Einleitung

Etwas mehr als ein Jahr ist es mittlerweile her, dass die letzte (mehr oder weniger) wirklich neue Grafikkarten-Serie präsentiert wurde. Die Rede ist hier von der ATi Radeon X1800 XT mit R520-Chip, die heute aufgrund des Nachfolgers R580 größtenteils in Vergessenheit geraten ist. GeForce 7900 GTX, Radeon X1900 XTX, GeForce 7950 GX2 sowie Radeon X1950 XTX lauten die Namen der Grafikkarten, die innerhalb dieses Jahres im High-End-Segment neue Rekordwerte aufgestellt haben, ansonsten jedoch nur wenig Neues zu bieten hatten. Am heutigen Tag, dem 8. November 2006, präsentiert der Grafikchiphersteller nVidia die „GeForce 8800 GTX“ sowie die „GeForce 8800 GTS“, die, wie die Namen bereits erahnen lassen, nach einer langen Ruhepause wieder viele Neuigkeiten bieten können.

Die GPU der GeForce-8800-Generation hört auf den Namen „G80“, von dem in den letzten Wochen viel Wahrheit, allerdings auch viel Falsches den Weg in das World Wide Web gefunden haben. So war von unendlich hoch klingenden Taktraten, abstrus vielen Shadereinheiten, verwirrenden VRAM-Größen und weiterem die Rede, was insgesamt mehr irritierte als dem potenziellen Käufer geholfen hat. Vor allem, wenn einem einige kleine, aber dennoch wichtige Details der Architektur fehlten. Nichtsdestotrotz waren diese Spekulationen sicherlich hilfreich, um sich schon vor dem Launch ein Bild der neuen GeForce-Modelle machen zu können.

Vollständige Direct3D-10-Unterstützung, eine komplett in Hardware gegossene Unified-Shader-Architektur – das Gerücht, dass der G80 über keine Unified Shader verfügen wird, wurde übrigens absichtlich zur Täuschung im Internet verbreitet – 128 Stream-Prozessoren, sensationelle 681 Millionen Transistoren, 768 MB RAM, ein 384 Bit großes Speicherinterface, ein verbessertes Anti-Aliasing sowie eine stark modifizierte anisotrope Filterung sind einige der Feinheiten der G80-Architektur, die auf den ersten Blick schon mehr als nur ein klein' Wenig Interesse wecken. Ob all dies reichen wird, um gegen ATis zukünftige R600-GPU bestehen zu können, ist derzeit noch ungewiss. Schon heute ist aber das Duell zwischen der GeForce 8800 GTX sowie den „älteren“ Modellen spannend.

nVidia konnte uns freundlicherweise ein Exemplar der GeForce 8800 GTX zur Verfügung stellen, das wir ausführlich unter die Lupe nehmen werden. Dabei durchleuchten wir nicht nur die Architektur. Auch die Bildqualität und natürlich die Performance werden untersucht. Stellt sich zum Schluss nur noch eine Frage: Wie gut ist sie wirklich, die wohl aufwendigste GPU für den Desktop-Markt, die je entwickelt worden ist?

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