Asus WL-700gE im Test: Router, Switch und NAS in Personalunion

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Stephan Wied
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Fazit

Will man mit mehreren Rechnern Zugriff auf das Internet haben, stellt ein DSL-Router die einfachste und effektivste Lösung dar. Kombiniert mit einem Switch steht auch dem Datenaustausch zwischen den angeschlossenen Rechner nichts im Weg. WLAN sorgt für die drahtlose Kommunikation und die WPA-Verschlüsselung gewährleistet dass sich kein Unbefugter in das Netz einklinken kann.

Der WL-700gE verfügt über sehr viele Einstellungsmöglichkeiten, von denen einige auch zeitgesteuert initiiert werden können. Eine Besonderheit stellt das Bandbreiten-Management dar, das man bei Geräten dieser Preisklasse oftmals vergeblich sucht. Die entsprechenden Einstellungen lassen sich leicht über das Webinterface vornehmen, Ballontipps helfen in den meisten Fällen.

Frontansicht des WL-700gE
Frontansicht des WL-700gE

Sowohl kleinere Heimnetzwerke als auch die Bürokommunikation profitieren vom WL-700gE. Er dient als einfache Schnittstelle zwischen Familienmitgliedern oder Angestellten. Zudem verfügt er über die Möglichkeit, auch von Unterwegs auf die auf dem Router abgelegten Daten zuzugreifen. Dies kann auch bei dynamischen IP-Adressen über einen der vielen DynDNS-Dienste realisiert werden. Eine gute Anleitung hierfür findet sich in unserem Forum. Die interne Festplatte lässt sich ohne weiteres gegen ein größeres Modell austauschen. Bis zu 400 GB werden von Asus garantiert. Wem dies immer noch nicht reicht, der kann über USB weitere Geräte anschließen. Ein großer Vorteil eines NAS besteht außerdem darin, dass Niemand auf seinem PC Ressourcen freigeben muss, Daten aber trotzdem zentral und für den vorgesehenen Personenkreis verfügbar sind.

Auch für einfache Webserver-Anwendungen reichen die Möglichkeiten des Routers durchaus. Wer etwas mehr will, der muss sich wie gehabt im Internet Speicherplatz mit einer schnellen Anbindung und weiteren Möglichkeiten wie PHP und Co. anmieten. Sehr schön ist die Tatsache, dass man vor dem Abschalten des PCs einen Downloadjob starten kann, der dann durch den WL-700gE ausgeführt wird, während der Rechner heruntergefahren und abgeschaltet werden kann. Dies entlastet Stromrechnung wie Umwelt enorm. Während des Betriebes registrieren wir eine Durchschnittsstromaufnahme von (allerdings ebenfalls nicht zu unterschätzenden) 12 Watt. Spitzenwerte von bis zu 22 Watt werden nur beim Einschalten erreicht.

Alles in Allem ist der WL-700gE ein Allrounder, den man unter vielfältigen Bedingungen einsetzen kann. Rechnet man den Einzelkauf aller Komponenten gegen den Anschaffungspreis der Asus-Lösung, dann kommt man vielleicht geringfügig günstiger bei weg. Doch hat man dann auch wieder unterschiedlich Geräte zu Hause stehen, die platziert werden müssen, mehr Energie verbrauchen und nach Pflege verlangen.

Der Asus WL-700gE verrichtet seine Dienste klaglos. Nur hier und da hakt es noch etwas und man hat das Gefühl, es müssen noch ein paar Kinderkrankheiten beseitigt werden. So war die mitgelieferte Software aus unbestimmter Ursache nach einer gewissen Zeit nicht mehr in der Lage, Downloadaufträge abzuarbeiten. Eine Neuinstallation brachte schließlich Abhilfe.

Der Straßenpreis des WL-700gE liegt aktuell bei rund 200 Euro bei guter Produktverfügbarkeit. Eine alternative Firmware für experimentierfreudige Nutzer und weitere Informationen gibt es auf openwrt.org.

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