Test: ATi Radeon HD 2600 XT GDDR3 RoundUp

Roter Zunder in der Mittelklasse
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Einleitung

Auf dem Consumer-PC-Sektor war die Präsentation der ATi-Radeon-HD-2000-Serie sicherlich das bisher meist erwartete Ereignis dieses Jahres. Nachdem man dem Erzkonkurrenten Nvidia monatelang ohne ernsthafte Gegenwehr ausgesetzt war, stellte man direkt in allen drei wichtigen Preissegmenten Direct3D-10-Grafikkarten auf. Doch der Beigeschmack war fad, denn lieferbar war zuerst nur das Top-Modell, die Radeon HD 2900 XT. Diese konnte zwar mit einem für High-End-Karten niedrigen Preis punkten, wirklich schnell war man im Gegensatz zur GeForce 8800 GTX und gar der GeForce 8800 Ultra allerdings nicht. Lediglich die GeForce 8800 GTS konnte man zumeist in Schach halten.

Sapphire Radeon HD 2600 XT Ultimate
Sapphire Radeon HD 2600 XT Ultimate

Ein ähnliches Problem hatte ATi einige Zeit später mit den Radeon-HD-2600-Karten. Die GeForce 8600 GTS musste die ATi Radeon HD 2600 XT GDDR4 der Kanadier vorerst von Dannen ziehen lassen, erst später stellte man dem schnellsten Mittelklassenmodell von Nvidia eine Dual-GPU-Karte entgegen (die aber noch nicht lieferbar ist). Deutlich bessere Arbeit hat ATi jedoch mit der GDDR3-Variante der Radeon HD 2600 XT abgeliefert, die die GeForce 8600 GT souverän hinter sich hält. Für etwas mehr als 100 Euro gibt es zur Zeit keinen besseren 3D-Beschleuniger als die ATi Radeon HD 2600 XT GDDR3 auf dem Markt.

Aus diesem Grund haben wir beschlossen, Herstellerkarten abseits des Referenzdesigns von ATi zu suchen und verschiedene Karten dieser Spezies für ein RoundUp einzuladen. Die Auswahl der verschiedenen Modelle ist erfreulicherweise ziemlich groß und für jeden Kunden ist mit Sicherheit ein passendes Exemplar dabei. Sei es ein modifiziertes Kühldesign, eine völlig passive Kühlung, höhere Taktraten (wobei man diesbezüglich schon genauer suchen muss) oder auf Wunsch ein mit 512 MB doppelt so großer VRAM. Beinahe alles ist möglich.

Mit von der Partie sind Herstellerkarten von Asus, Club3D, MSI und Sapphire. Wir erwarten nicht nur ein spannendes Duell der 3D-Beschleuniger untereinander, sondern stellen uns zudem die Frage, wie weit sich das von Haus aus übertaktete Modell vom Referenzdesign wird absetzen können. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, ob es die passiv gekühlte Grafikkarte schafft, in einem schlecht belüfteten Gehäuse ohne Probleme die Testreihen zu überstehen.

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