EA besorgt über den Weiterverkauf von Spielen

EA, einer der größten Publisher der Welt, besorgt der Weiterverkauf von Spielesoftware. Der Konzern beobachtet den wachsenden Markt der Second-Hand-Software aufmerksam, da dieses Vertriebsmodell dem Publisher nicht zu Gute kommt und gar den Absatz neuer Spiele schädigen kann.

Jens Uwe Intat, Europachef von Electronic Arts, äußerte sich zu dem – aus Sicht der Publisher – branchenweiten Problem bei Gamesindustry.biz. Demnach sei es für den Publisher ein Problem, dass gebrauchte Spiele, die weiterverkauft würden, keine neuen Umsätze für den Hersteller erwirtschaften. Dieser verdiene nur ein Mal an seinem Produkt – wie oft es danach gekauft und weiterverkauft wird, ist nebensächlich. Gerade diese Weiterverwertung von Software entwickle sich jedoch zu einem immer potenteren Zweig des Marktes. So erzielt beispielsweise GameStop, ein Unternehmen, das weltweit über 5000 Filialen unterhält, bereits ein Viertel des Umsatzes mit gebrauchten Spielen.

Im Vergleich zu anderen Märkten, bei denen ebenfalls Secondhand-Geschäfte getätigt werden, handele es sich im Software-Bereich jedoch um eine Spezialität: Der Wert der Software sinkt nicht durch Verschleiß; Spiele seien auch beim vierten Eigentümer noch so gut wie beim ersten. Aus diesem Grunde könne es einem Käufer auch egal sein, ob er ein Software-Produkt aus zweiter Hand oder neuwertig kauft.

Um dieser Tatsache begegnen zu können, will Electronic Arts zukünftig mehr Inhalte online anbieten und sich diese bezahlen lassen. Auf diese Art solle der Wert eines Spieles nicht nur von der Disc abhängen, sondern auch mit den Online-Möglichkeiten verbunden werden. Mit dem Handel für gebrauchte Software will man sich hingegen nicht anlegen, da dieser ein wichtiger Absatzkanal sei.

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