IFA: Sony präsentiert 200-Hz-Fernseher

Sony demonstriert auf der aktuell stattfindenden IFA in Berlin eine neue Serie von Flachbildfernsehern, die mit 200-Hz-Technik ausgestattet sind und so für eine noch flüssigere Bilddarstellung sorgen sollen. Die Geräte stellen eine Weiterentwicklung der aktuellen 100-Hz-Technologie dar.

Auch Sony setzt bei der Z4500-Serie, die Fernseher in den Größen 40", 46" und 52" umfasst, auf das bekannte Vorgehen aus dem 100-Hz-Bereich. So werden zu jedem Bild der Originalquelle drei Zwischenbilder berechnet, die dann in die Abfolge eingefügt werden. Bei aktuellen 100-Hz-Bildschirmen errechnet der Fernseher jeweils ein Bild, das als Lückenfüller einen weicheren Übergang ermöglichen soll. Zudem schärfen die Sony-TVs mittels eines „Image Blur Reduction“-Algorithmus die Ausgangsbilder nach.

Zu den weiteren Besonderheiten zählt ein Hybrid-TV-Tuner, der sowohl analoges als auch digitales Kabelfernsehen (DVB-C) verarbeiten kann wie auch für den Empfang von DVB-T-Material bereitsteht. Als Hintergrundbeleuchtung kommen jedoch weiterhin Kaltkathodenröhren zum Einsatz, die Sony – wie mittlerweile beinahe üblich – selektiv regulieren kann. Auf diese Weise soll ein maximaler Kontrast von 80.000:1 erreicht werden. Zudem soll sich die Hintergrundbeleuchtung auch der Umgebungshelligkeit anpassen. Liegt kein Signal an, begeben sich die Geräte der Z4500-Serie automatischen in den Standby-Zustand, in dem sie nur noch 0,2 Watt verbrauchen sollen.

Sony Z4500-Serie
Sony Z4500-Serie

Die beiden 40- und 46-Zoll Geräte sollen im Oktober den Handel zu Preisen zwischen 2.200 und 2.700 Euro erreichen. Das 52-Zoll-Modell soll im November folgen und laut Hersteller mit 3.200 Euro zu Buche schlagen.

Ergänzungen unserer Leser
  • Was erwartest du von 100Hz für LCD-Monitore konkret? Seppuku


    Kurz gesagt einfach mehr angezeigte FPS. Man sagt zwar, dass ab 24 Bildern pro Sekunde das Auge eine Bildfolge als zusammenhängende Bewegung wahr nimmt. Aber das bedeutet noch lange nicht, dass man nicht mehr wahrnehmen kann. So empfinde ich pers. FPS Raten über 60 FPS als insg. smoother als darunter.

    Jetzt hat natürlich nicht jedes Panel genau 60 FPS, das hängt dann wieder von der internen Panel-Update-Frequenz ab. Dazu kommt die vSync Thematik, Tearing usw.
    Aber mit 100 oder mehr hz könnte ein TFT sicherlich eine bessere Bewegungsqualität bieten. Siehe auch den 120hz TFT von Viewsonic.

  • 100Hz sind hilfreich für die 24P Darstellung, sonst gibt´s nämlich im 60Hz Modus das berüchtigte 3:2 Pulldown, welches bei schnelleren Bewegungen zu extrem nervigem Ruckeln führt.Noch besser sind eben gerede Vervielfachungen der Framerate wie 120 oder 240 Hz. Die bringen aber Probleme bei normaler 50Hz PAL Wiedergabe.
    Was wirklich nervt ist, dass LED Backlights sich so langsam dursetzen, durch die LED Beleuchtung ist das Bild unterm Strich besser und man spart massiv Strom. captain carot

    Wer 24p Kinofealing genießen möchte will bestimmt keine Zwischenbildberechnung. Die meinsten LCDs mit 24p Unterstützung zeigen das Bild mit 48 oder 72 Hz an, 2:2 bzw. 3:3 Pulldown. 120 Hz würde zwar auch gehen aber man sieht natürlich keinen Unterschied. 100 Hz geht dann aber auch wieder nicht.

    Mal abgesehen davon ist diese Zwischenbildberechnung eh nicht das gelbe vom Ei. Geworben wird noch dazu mit Verbesserung der Schärfe des Bildes. Mag ja sein dass da nachträglich ein bisschen gedreht wird aber dann sieht man auch die bei der Zwischenbildberechnug entstandenen Artefakte schärfer. Das muss dann ja auch nicht sein.

    Hier geht es schlicht ums Marketing weil der kleine Mann der im Media Markt seinen Fernseher kauft gerne die höchste Hz Zahl im Gepäck hat. Praktischer Nutzen, außer dass eine BluRay aussieht wie ein billiger Viedeofilm ist kaum einer vorhanden.

  • Wer 24p Kinofealing genießen möchte will bestimmt keine Zwischenbildberechnung. Die meinsten LCDs mit 24p Unterstützung zeigen das Bild mit 48 oder 72 Hz an, 2:2 bzw. 3:3 Pulldown. 120 Hz würde zwar auch gehen aber man sieht natürlich keinen Unterschied. 100 Hz geht dann aber auch wieder nicht. bu.llet


    PAL läuft aber mit 25 Bildern/Sekunde. Kinofilme werden mit 24 Bildern pro Sekunde gedreht, dadurch ergibt sich dann auf PAL-Geräten eine Laufzeitverkürzung um 4,17 %, da PAL 25 Bilder in der Sekunde wiedergibt. Das ist aber schon auf dem Medium so. Eine DVD aus Amerika ist länger als eine aus Europa (abgesehen von Zensur, also wirklich gleicher Film ;) ).

    Aber beim Rest stimm ich dir zu.

  • Die Frage ist aber wie diese 200 hertz realisiert worden sind nicht, dass dazwischen noch solche Art von Dunkelbilder erzeugt werden, wie es Phillips oder eine andere Firma (weiss nicht mehr welche genau -Als die ganze Optimierungshype von LCDs los ging vor über 3 Jahren).

    Weil wer will dazwischen noch Dunkelbilder sehen? Die man zwar nicht direkt wahrnimmt aber, manchmal vielleicht doch unbewusst sieht...

    Was ich sagen will:
    Es ist nicht alles Gold, was glänzt.

    Zumal 100 Hertz volkommen ausreichten... Ich will eher LCDs sehen mit einer guten Helligkeit und extrem guten Kontrastwerten...
    (Den bei keinen LCD hatte ich jemals Flimmern wahrgenommen sei es ein 85 Hertz Gerät oder ein gutes 100 Hertz Gerät...
    Höchstens wenn man seitlich von unten ein LCD anschaut, nehme ich da Flimmern sehr störend wahr.)

    Aber das kriegt man vielleicht nur durch Laser-TVs, Rückpros bzw. Projektoren hin. Ich finde es Schade, dass Sony die LCoS (SXRD) TVs einfach eingestampft hatte, nur weil keiner mehr tiefe Rückpros mehr haben wollte... Diese Technik hatte mehr Potenzial gehabt. Stattdessen dümpelt sie bei Projektoren und teuren digital Kinoprojektoren vor sich hin...
    :freak Aber vielleicht kommt ja endlich Laser-TV mit Sonys SXRD Technik gekoppelt... Aber die damaligen Prototypen aus letztes oder vorletztes Jahr waren eher enttäuschend...


    http://pro.sony.com/bbsccms/ext/SXRD/index.shtml
    http://www.sony.net/SonyInfo/…Press_Archive/200302/03-008E/

    Ansonsten: Wann werden endlich mal LED-Hintergrundbeleuchtungen bei LCD-TVs Gang und Gäbe und bezahlbar? Die alten Kathoden sind eher suboptimal. Ein Punkt dass mich bei vielen LCDs stört ist die Ausleuchtung des Bildschirms die nicht immer homogen ist... Mir springt es bei vielen LCD-Fernsehern ins Auge, bis auf neuartige Modelle.

  • Also wenn man hier von "Fortschritt" spricht so muss ich die Stirn runzeln...
    Habe mir das Gerät auf der IFA angeschaut und beim besten Willen, es ist ein LCD wie jeder andere. Man sieht zu den Modellen anderer Hersteller, welche auch nicht weit weg stehen kein nennenswerten Unterschied. Das was ich als Fortschritt bezeichnen würde sind die OLED Geräte. Hier sieht man ein Unterschied mehr als deutlich, vor allem wenn man den Schwarzwert betrachtet.

    Desweiteren eine Frage von mir: Wie soll bitte ein LCD Flimmern? Ist das technisch überhaupt möglich? Dabei meine ich rein die Bilddarstellung. Soweit ich weiß ist die Herzfrequenz bei einem CRT für die Geschwindigkeit des Bildaufbaus auf der Röhre zuständig. Je höher die Frequenz um so weniger Flimmern wahrnehmbar. Bei einem LCD wird aber kein Bild durch die Strahlen aus der Braunschenröhre aufgebaut. Daher frage ich hier mal nach Aufklärung, da ihr mich doch irritiert.

    Laut Wikipedia spielt die Herzfrequenz bei einem LCD nämlich eine andre Rolle:

    100/120-Hz-Technik bzw. 200/240-Hz-Technik
    Es werden Zwischenbilder berechnet und es werden diese Zwischenbilder mit höherer Frequenz ausgeben. Schlieren durch Hold-Displays können so deutlich reduziert werden. Die 100/120-Hz-Technik haben mittlerweile (2008) viele höherwertige Displays. 240-Hz-Geräte sind angekündigt. Ein weiterer Vorteil dieser Technik ist es, daß Overdrive feindosierter angewendet werden kann.


    Was ich mir vorstellen kann warum ein LCD Flimmert ist vielleicht, dass die Hintergrundbeleuchtung nicht optimal arbeitet, aber das währe ja ein Garantiefall...

  • Stell dir mal vor die Kristalle des LCDs... wechseln grad ihre Farben oder das Bild? Ergo siehste Flimmern evtl... Wenn dies zu langsam geschieht... oder dein Auge grad komisch den Bildschirm beobachtet... Oder man nennt dies eher Schlieren.

    Ob es nun Flimmern oder Schlieren ist jetzt rein eine Definitionssache... Den in der Tat damalige 24ms Reaktionszeiten mancher LCDs waren bei Videowiedergabe eine echte Herausforderung für den Betrachter.

    Ich erkenne manchmal Flimmern persönnlich wenn ich zum Beispiel an meinen TFT-Bildschirm von unten betrachte... Oder auch wenn ich grad hier schreibe... Der Bildaufbau macht eben das Flimmern sichtbar. Flimmern wird man egal bei welcher Fernsehtechnik immer dann bemerken, wenn der Bildaufbau nicht schnell genug verläuft... Aber im Prinzip hast du Recht... man kan die beim LCD eigentlich fast nicht mehr sehen, weil es eh sehr schnell ist.

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