Arcor startet VDSL-Pilotprojekt in Thüringen

Auf der diesjährigen CeBIT bereits für die Jahresmitte für zwei ostdeutsche Gemeinden angekündigt, beginnt Telekom-Konkurrent Arcor heute endlich im bisher von der Breitbandwelt ausgeschlossenen thüringischen Ballstädt mit dem Test eines VDSL-Netzes im Livebetrieb. Dabei sollen Transferraten von bis zu 50 MBit/s erreicht werden.

Den Startschuss gab Thomas Ellerbeck, Mitglied der Geschäftsführung von Arcor und Vodafone Deutschland, gemeinsam mit der Ballstädter Bürgermeisterin Erika Reisser und dem Thüringer Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz. Die Vodafone-Tochter Arcor hat zusammen mit ihrem Partner Huawei die beiden Ballstädter Kabelverzweiger mit der notwendigen Technik ausgerüstet. Nachdem man sich zuvor zwei Jahre vergeblich um einen Anschluss an die Breitbandwelt bemühte, übernahm die Gemeinde die Verlegung der Leerrohre für die Glasfaserkabel, die das Dorf nun mit dem nahegelegenen Arcor-Weitverkehrsnetz verbinden. Die Erfahrungen aus dem Test in Thüringen sollen in die Planung und den Betrieb zukünftiger Hochgeschwindigkeitsnetze einfließen. Explizit soll das Pilotprojekt auch die Machbarkeit von VDSL-Zugängen in ländlichen Regionen demonstrieren. Über den schnellen Internetzugang können die Nutzer nicht nur im Internet surfen sondern auch Fernsehprogramme empfangen, wie man es bereits von den VDSL-Zugängen der Deutschen Telekom kennt.

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