Test: Nintendo DSi (4/4)

Vieles neu, alles gut?
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Fazit

Nintendo liefert mit dem DSi ein in sich rundes Produkt ab, was auf eine Vielzahl sinnvoller neuer Funktionalitäten und Optionen zurückzuführen ist. Dies gilt sowohl für den Hardware- wie auch für den Software-Bereich. Auf den ersten Blick bietet das System mit einem überarbeiteten Äußeren, einem SD-Kartenslot und den zwei Kameras sinnvolle Ergänzungen. Weiter verstärkt wird der positive Eindruck durch die ordentliche Verarbeitungsqualität und den insgesamt soliden Eindruck, den das Gehäuse hinterlässt. Auch in Sachen Konnektivität ist die portable Konsole dank Unterstützung zeitgemäßer WLAN-Verschlüsselungstechnologien in der Gegenwart angekommen.

Das wirklich wichtige ist aber, dass die soeben beschriebenen Änderungen mit der softwareseitigen Funktionalität des DSi sinnvoll korrespondieren. Hier findet der geneigte Nutzer nicht nur eine komplett überarbeitete, gut zu bedienende Oberfläche vor, sondern sieht die neuen Funktionen auch sinnvoll miteinander verknüpft. Ein Beispiel: Die zwei verbauten Kameras liefern mit 0,3 Megapixeln keine grandiosen Bilder, sorgen aber dafür, dass sich selbst Erwachsene längere Zeit mit den dazu gehörigen Anwendungen beschäftigen können. Gleiches gilt für die Aufnahme- und Editier-Funktion für Audio-Dateien.

NDSi Innenansicht
NDSi Innenansicht

Die Unterstützung von Musik-Dateien (AAC) machen den DSi zu einem kleinen Musikplayer-Ersatz – ein Umstand, über den sich alle Altersgruppen freuen dürften. Gleiches gilt für die Internet-Verbindung, die das Anwendungsspektrum deutlich erweitert. So kann der DSi Shop je nach Angebotslage mittelfristig für eine Vielzahl an neuen Materialien sorgen. Dass man bei Nintendo tatsächlich für eine zeitnahe Erweiterung des Angebots sorgen wird, darf angenommen werden. Schade nur, dass der grundlegend ordentliche, in vielerlei Hinsicht aber verbesserungswürdige Browser mit keinem Makeover zu glänzen weiß.

Im direkten Vergleich zwischen dem DSi und seinem Vorgänger finden sich somit einige Punkte, an denen ein deutlicher Fortschritt festgemacht werden kann. Da selbst GBA-Enthusiasten mittelfristig über den DSi Shop versorgt werden dürften, gibt es an der neuen Konfiguration der portablen Konsole nichts auszusetzen. Abschließend betrachtet lassen die neuen Funktionen somit zumindest für Neukunden die Empfehlung zu, sogleich zum DSi zu greifen. Wer bereits einen NDS sein eigen nennt, sollte auf Basis der gemachten Feststellungen abwägen, ob ein Zuschlag sich tatsächlich lohnt. Abgesehen von der notwendigen monetären Investition finden sich inhaltlich-technisch keinerlei Argumente, die einem solchen Schritt widersprechen würde.

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