Sony schrumpft Einsteiger-DSLR-Kameras

Basierend auf den bekannten Modellen Alpha 200, 300 und 350 hat Sony drei neue Spiegelreflexkameras im unteren Preissegment vorgestellt. Dabei wurden wesentliche Teile der bekannten Technik übernommen, in überarbeitete, kleinere und leichtere Gehäuse gesteckt und die jeweilige Modellnummer um 30 erhöht.

Dementsprechend unterscheiden sich die neuen Kameras untereinander genau so wie die alten – die Alpha 230 ist das kleinste Modell, welches auf Finessen wie ein Klappdisplay oder einen hochauflösenden Monitor verzichten muss. Die Alpha-Kameras 330 und 380 sind bis auf den Bildsensor quasi identisch und etwas besser ausgestattet. Do findet sich bei ihnen etwa das erwähnte Klappdisplay und eine farblich abgesetzte Gehäuseoberseite. Des Weiteren hat die Alpha 380 wie die 230 lederartige Griffflächen, während Sony der Belederung der 330 eine Carbon-ähnliche Optik verpasst hat. Übernommen wurden die Auflösungen mit etwa zehn Millionen Bildpunkten bei den kleineren Modellen beziehungsweise über 14 Megapixeln bei der Alpha 380, der neun-Punkt-Autofokus mit zentralem Kreuzsensor sowie die Displays mit 2,7"-Diagonale. Auch ein Staubentfernungssystem und eine Sensor-Shift-Bildstabilisierung sind wie gewohnt an Bord.

Im Zuge der Ausrichtung auf Anfänger auf dem Gebiet der SLR-Fotografie wurde neben dem Restyling der Gehäuse auch die Benutzerführung in den Menüs verbessert. Illustrationen und Reduzierung auf das Wesentliche sollen dem Benutzer dabei helfen, wesentliche Zusammenhänge wie beispielsweise zwischen Blende und Belichtungszeit schneller zu verstehen.

Die Kameras sollen ab Juli flächendeckend verfügbar sein und im Kit mit einem neuen 18-55-mm-Objektiv etwa 550, 650 bzw. 850 US-Dollar kosten. Für jeweils 200 US-Dollar mehr gibt es auch Kits, die zusätzlich das 55-200-mm-Telezoom beinhalten.

Passend zu den neuen Kameras hat Sony auch vier neue Objektive vorgestellt, von denen zwei vor allem Verwendung als Kit-Objektive finden dürften. Es handelt sich dabei um die beiden bereits erwähnten Zooms mit den Brennweiten 18-55 sowie 55-200 mm, wie man sie von anderen Herstellern seit längerem kennt. Ungewöhnlich sind hingegen die beiden anderen neuen Linsen, ein 30-mm-Makro mit einer Lichtstärke von 1:2,8 sowie eine Portraitlinse mit 50 mm und F1:1,8 – alle diese Linsen leuchten allerdings nur den Bildkreis von APS-C-Kameras aus und sind somit weder für die Alpha 900 noch für analoge Kameras geeignet. Dadurch dürften sie allerdings recht günstig herzustellen sein, was sich nicht in der offiziellen Preisliste niederschlägt. Die Zooms sollen 200 respektive 230 US-Dollar kosten, das 50 mm immerhin noch 150 US-Dollar. Ein Preis für das Makro liegt uns nicht vor. In Anbetracht der Konkurrenz vermuten wir allerdings, dass die Straßenpreise in Euro noch unterhalb der genannten Dollarpreise liegen werden.

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