Intel gegen OCZ: X25-M „Postville“ und Summit im Vergleich

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Norman Dittmar
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PCMark Vantage, Bootvorgang

PC Mark Vantage (HDD)
  • HDD:
    • Intel X25-M Gen 2
      28.439
    • Intel X25-M Gen 1
      26.734
    • Mushkin Europe 2 (FW 1571)
      21.721
    • OCZ Summit (FW VBM1801Q)
      20.707
    • Corsair P128 (FW VBM18C1Q)
      20.080
    • Samsung HD501LJ
      4.218
Einheit: Punkte

Beim anwendungsorientierten PCMark Vantage HDD-Test setzt sich die Postville aufgrund ihrer sehr hohen Random-Read-Leistung an die erste Position. Der Vorsprung vor Samsung und Indilinx beträgt 30 bis 40 Prozent. Das Ergebnis der OCZ Summit liegt leicht hinter der Mushkin Europe 2, ist aber immer noch fünf Mal so hoch wie das unserer konventionellen Festplatte mit 7.200 U/Min.

Um die Testergebnisse in einem anwendungsnahen Szenario zu ermitteln, haben wir zuerst die Systempartition auf den jeweiligen Testkandidaten kopiert, anschließend von diesem gebootet und dann den Test gestartet. Es sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass die Ergebnisse sehr stark vom angewendeten Szenario abweichen können. Ist die getestete SSD leer und somit nicht die aktive Systemplatte, liegen die Ergebnisse – unabhängig von der verwendeten SSD – nochmals bis zu 50 Prozent höher.

Bei der Begutachtung des Bootvorgangs haben wir nicht auf ein „frisches“ Betriebssystem gesetzt, sondern jeweils ein Image eines „benutzten“ Systems mit typischen Programmen verwendet. Als Betriebssystem kam wie bei allen Tests Vista Home Premium 64 Bit zum Einsatz. Im Autostart befanden sich dabei die Programme AntiVir, Agnitum Outpost Firewall, Skype, Rivatuner, Rivatuner Statistics Server, Speedfan sowie die Vista Sidebar um ein realistisches Szenario zu überprüfen.

Boot
  • Vista Bootzeiten – 1:
    • Intel X25-M Gen 2
      24
    • Intel X25-M Gen 1
      25
    • Mushkin Europe 2 (FW 1571)
      28
    • Corsair P128 (FW VBM18C1Q)
      28
    • OCZ Summit (FW VBM1801Q)
      28
    • Samsung HD501LJ
      72
  • Vista Bootzeiten – 2:
    • Intel X25-M Gen 1
      34
    • Intel X25-M Gen 2
      34
    • Mushkin Europe 2 (FW 1571)
      37
    • Corsair P128 (FW VBM18C1Q)
      37
    • OCZ Summit (FW VBM1801Q)
      37
    • Samsung HD501LJ
      67
Einheit: Sekunden

Bei unseren beiden Boottest bestätigt sich unsere Vermutung, dass die sehr starke Random-Read-Leistung der Intel Postville zu einem leichten Vorsprung bei den Bootzeiten führt. Test 1 stellt die benötigte Zeit vom Verschwinden des Post bis zum Erscheinen des Desktop dar. Der zweite Test zeigt, wie lange das System vom Erscheinen des Desktop bis zum vollständigen Laden aller Autostart-Programme benötigt. Diese Ergebnisse können je nach Systemkonfiguration sehr stark variieren, da z.B. Verzögerungen durch das Laden von Treibern sowie die Verwendung eines AntiViren-Programms entstehen.

Intels Postville kann sich in beiden Boottests mit einem Vorsprung von zehn Prozent leicht von der OCZ Summit, der Europe 2 und der P128 absetzen. Im ersten Teil benötigt sie gerade einmal ein Drittel der Zeit, die eine konventionelle Festplatte braucht, um den Desktop erscheinen zu lassen. Im zweiten Teilabschnitt sind alle SSDs „nur noch“ doppelt so schnell wie eine konventionelle Festplatte, da die Last auf die Systemplatte etwas geringer ausfällt. Bei diesen enormen Unterschieden wird klar, warum das Arbeiten mit einer SSD als Systemplatte, gerade mit Windows Vista, viel mehr Spaß macht.