TSMCs 40-nm-Yields weiterhin unter 50 Prozent?

Wenige Tage vor dem Start der neuen GeForce-Familie aus dem Hause Nvidia machen erneut Gerüchte über die Yields beim Auftragsfertiger TSMC die Runde. Geht es nach den Informationen, sind die Yields für die wichtige 40-nm-Produktion immer noch nicht über die 50-Prozent-Marke geklettert.

Die Gerüchte zu den Yields gibt es seit dem Start der Radeon HD 5000 im letzten September jeden Monat aufs Neue. Während TSMC immer wieder behauptet, die Yields hätten sich gebessert, zeigt die weiter sehr begrenzte Verfügbarkeit von High-End-Chips, dass so rosig nicht alles sein kann. Während die abgespeckten Chips für die Einsteiger- und Mittelklasse-Grafiklösungen von AMD fast durchweg gut verfügbar sind, pfeift das High-End-Geschäft seit Monaten aus dem letzten Loch. Die leistungsschwächeren Chips setzen dabei auf deutlich weniger Transistoren und eine geringere Fläche, womit deutlich mehr Einheiten auf einem 300-mm-Wafer ihren Platz finden. Letzte Gerüchte sprachen insbesondere bei den Chips für die 5800er-Serie von Yields um die 20 Prozent, nur den Mainstream-Produkten ist es überhaupt zu verdanken, dass der Yield für die gesamte 40-nm-Produktion überhaupt an der 50-Prozent-Marke kratzt.

Da Nvidia aber eben genau in das High-End-Segment vorstößt, wird man auf die gleichen Probleme treffen, mit denen auch AMD zu kämpfen hat. Die wenigen verfügbaren Karten werden sich verkaufen wie warme Semmeln, eine wirkliche Besserung ist in den kommenden Wochen und Monaten nicht in Sicht. Denn bereits Anfang März hatte TSMC zu Protokoll gegeben, dass man aktuell lediglich 80.000 Wafer pro Quartal in 40 nm fertigen kann. Sortiert man von diesen knapp 27.000 Stück pro Monat pauschal noch mehr als die Hälfte wegen des besagten Defekts aus, bleiben etwa 13.000 Wafer mit funktionstüchtigen 40-nm-Chips – für AMD und Nvidia sowie alle Marktsegmente, die davon bedient werden. Wenn man die Die-Größen der neuen Chips „Cypress“ mit etwas über 330 mm² und „Fermi“ mit wahrscheinlich mehr als 500 mm² und den Verschnitt dazu nimmt, ist es nicht schwer zu erraten, warum die High-End-Karten kaum zu bekommen sind und auch in naher Zukunft keine Ladenhüter werden dürften. Denn laut TSMC ist eine Verdoppelung der Kapazitäten auf 160.000 Wafer pro Quartal erst zum Jahresende möglich, rasante Anstiege bei den Yields sind ebenfalls kaum zu erwarten.

Bei Nvidia sollen die schlechten Yields zur Folge haben, dass man Fermi mit 480 statt bisher vermuteten 512 Shadereinheiten auf den Markt bringt. Dies soll insbesondere die Ausbeute an funktionsfähigen Chips erhöhen. Spätestens zum Ende der Woche wird sich das Rätsel lösen, denn wie bereits mehrfach berichtet, wird Fermi in der Nacht vom Freitag zum Samstag offiziell vorgestellt – begleitet natürlich mit einem Test hier auf ComputerBase. Bis dahin kann noch einmal der Blick auf die bisherigen Spezifikationen und technischen Details geworfen werden, die Nvidia bisher bekannt gegeben hat. Was davon am Wochenende noch vorhanden ist, wird sich in Kürze zeigen.

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