Weitere Details zu OnLive

In einem Interview mit dem Online-Magazin Joystiq nannte OnLive-Chef Steve Perlmann einige weitere Details zum Spiele-Streaming-Dienst. Seinen Aussagen zufolge können Spieler keine Grafikeinstellungen verändern, das laufende Programm aber jederzeit unterbrechen und zu einem beliebigen Zeitpunkt fortsetzen.

Änderungen bei den Grafikeinstellungen sind von Seiten der Spieler aus nicht möglich, da diese Settings auswählen könnten, für die das entsprechende Spiel nicht optimiert wurde. Die Qualität der Grafik soll in erster Linie von der Geschwindigkeit der Internetverbindung abhängen, nicht aber von den Servern. Laut Perlman bieten selbst die Low-End-Server in den Rechenzentren die doppelte GPU-Performance einer Xbox 360 oder PlayStation 3. Zudem sollen für High-End-Games mittels dedizierter Server ausreichend Ressourcen bereitgestellt werden, während bei niedrigeren Hardware-Anforderungen auch mehrere Spieler einen Server nutzen.

Unterbrechungen während des Spielens sollen keine Probleme darstellen, Partien können zu einem beliebigen Zeitpunkt fortgesetzt werden. Dabei ist es unerheblich, ob ein Spiel über den PC, Mac oder TV gestartet wurde. So soll unter anderem abgesichert werden, dass Verbindungsabbrüche nicht zu Verlusten von Spielständen führen.

Der offizielle Start von OnLive erfolgt am 17. Juni, allerdings ist der Dienst vorerst nur in den USA verfügbar. Dort stehen die Serverzentren des Anbieters, auf die von Europa aus nicht zugegriffen werden kann, da der lange Übertragungsweg eine zu hohe Latenz zufolge hat. Die Kosten für die Nutzung liegen monatlich bei rund 15 US-Dollar, zusätzlich entstehen Kosten für die jeweiligen Spiele. Allerdings sollen Demos kostenfrei zur Verfügung stehen und ausgewählte Spiele auch ohne Mitgliedschaft erwerbbar sein. Möglicherweise eine Reaktion auf den Konkurrenten Gaikai, der auf monatliche Gebühren verzichtet. Erste Erfahrungen aus dem Beta-Test von OnLive hinterließen indes einen zwiespältigen Eindruck.

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