Assassins Creed 2 erfolgreich gecrackt?

Jirko Alex
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Ubisoft hat Hand in Hand mit den neuesten PC-Spiele-Veröffentlichungen auch ein neues Kopierschutzsystem eingeführt. Neben „Die Siedler 7“ muss auch „Assassin’s Creed 2“ ständigen Internetkontakt besitzen. Beide Titel konnten bisher nicht gecrackt werden. Im Falle des schleichenden Mörders soll sich das aber nun geändert haben.

Seit der Veröffentlichung der PC-Version von „Assassin’s Creed 2“ Anfang März konnte das Spiel nicht in vollem Umfang gecrackt werden. Ubisofts Kopierschutzmaßnahmen haben sich lange Zeit als sehr widerstandsfähig erwiesen, was insbesondere daran lag, dass der Publisher einen ständigen Kontakt zu den eigenen Server voraussetzt. Dies gelang in der Zeit seit der Veröffentlichung zwar mehrmals nicht unbedingt problemlos, was viele Kunden verärgerte, für Ubisoft dürfte das DRM-System allerdings als erfolgreich gelten. Erste Cracks zum Ubisoft-Titel beschränkten nämlich den Funktionsumfang und auch ein zwischenzeitlich erschienener Umweg per lokalem Server-Emulator lies mitunter funktionsunfähige Spielteile zurück. Dies soll sich mittlerweile allerdings geändert haben – von einem Crack war bis vor kurzem dennoch nichts zu lesen.

Dieser soll nun in den gängigen Tauschbörsen zu finden sein. Die federführende Cracker-Gruppe verspricht die bekannt simple Handhabung, verrät aber nicht, wie man das wochenlang Unmögliche möglich gemacht haben will. Wahrscheinlich ist aber folgendes: Da „Assassin’s Creed 2“ ebenso wie „Die Siedler 7“ bei einem regulären Kontakt mit Ubisoft-Servern an bestimmten Spielstellen Werte übermittelt bekommt, ist es denkbar, dass diese Werte nun fest in eine DLL-Datei geschrieben wurden. Ähnliches wurde auch von dem bereits bekannten Server-Emulator geleistet, der dem ungecrackten Spiel einfach nur vorgaukelte, die Daten von einem Ubisoft-Server zu bekommen. Da auch dieser Emulator mittlerweile über die meisten Werte verfügt, die das Spiel abfragen könnte, erscheint auch die Veröffentlichung des Cracks nicht mehr gänzlich zufällig.

Das hieße aber auch, dass Ubisofts DRM-System nicht wirklich ausgehebelt worden wäre. Für andere und zukünftige Titel würde dieser Umstand bedeuten, dass sie nicht nach Belieben gecrackt werden könnten. Speziell bei „Die Siedler 7“ scheitert bisher bereits der Versuch, die abgefragten Werte per Emulator auszuliefern, da das Spiel im Gegensatz zu „Assassin’s Creed 2“ ungleich dynamischer ist. Ob mit funktionierendem Crack oder nicht, Ubisoft scheint einen Kopierschutz etabliert zu haben, der sich nur mit Mühe und in jedem Fall nicht vor der Veröffentlichung des Spiels umgehen lässt und der dem Publisher zumindest für einige Wochen ungetrübte Verkaufszahlen bescheren dürfte.

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    … schreibt auf ComputerBase zu den Schwerpunkten Multimedia, PC-Audio und Streaming.

Ergänzungen aus der Community

  • Anub1s 23.04.2010 13:50
    Naja, die Rechnung (basierend auf Schätzungen) die letztendlich doch gemacht werden muss ist die: Als Plus kann man das nehmen, was zusätzlich in die Kassen kommt von Spielern, die ohne KS / mit schlechterem KS das Spiel nicht gekauft hätten, aber dennoch nicht gewillt sind 3-4 Wochen zu warten. Demgegenüber als Minus stehen die Spieler, die sich das Spiel nicht kaufen weil sie keine Lust (oder keine Möglichkeit) haben während dem Spiel eine Internetverbindung aufgezwungen zu bekommen. Hinzu kommt wohl noch der (meiner Meinung nach enorme) Imageschaden, wenn mal wieder die Server nicht wollen, und den Spieler am spielen hindern.

    Wie gesagt, alles basiert auf Schätzungen ... ich zumindest kann mir nicht vorstellen, dass die Gruppe die zum "Plus" zählt da sonderlich groß ausfällt, die "Minus-Gruppe" könnte ich mir aber deutlich größer vorstellen.