Test: Intel „Sandy Bridge“ (14/54)

54 Seiten zur neuen Intel-Plattform
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Quick Sync & InTru 3D

Hinter Quick Sync und InTru 3D stecken zwei Neuerungen, die im Zusammenspiel mit der integrierten Grafikeinheit greifen. Während sich Quick Sync um die schnelle Videobearbeitung kümmert, da eine verbesserte Hardwareunterstützung vorliegt, bietet InTru 3D, wie der Name schon erahnen lässt, 3D-Funktionalität.

Quick Sync
Quick Sync

Quick Sync
Quick Sync

Quick Sync
Quick Sync

InTru 3D ist dabei aber nicht primär für Spiele gedacht, sondern vielmehr dazu, den Hype 3D-Filme „mitzunehmen“. Laut Intel soll die Technik zwar auch in Spielen funktionieren, jedoch dürfte die Grafikperformance für rasante Bildbewegungen und die 3D-Funktionalität kaum ausreichen.

InTru 3D
InTru 3D

InTru 3D
InTru 3D

Doch wie so oft ist nicht alles auch bei jedem Modell verfügbar. Zu Beginn wird dies noch so sein, doch mit Einführung der Pentium und Celeron später im ersten Halbjahr 2011 müssen Abstriche in Kauf genommen werden. Diese werden sowohl Quick Sync als auch InTru 3D nicht unterstützen und auch in der integrierten Grafikeinheit weitere Abspeckungen erfahren.

Features Mobile
Features Mobile
Features Desktop
Features Desktop

Komplette Feature-Liste

Bereits Anfang des Jahres 2010 haben wir darüber berichtet, dass sich die gesamten aktuellen Modelle auf Basis der „Nehalem“-Architektur mitunter deutlich in ihrem Feature-Set unterscheiden. Dieses Prozedere setzt Intel auch 2011 fort. Den größten Einschnitt müssen dabei erneut die Core i3 für den Desktop-Markt hinnehmen, denen weiterhin die Unterstützung der „AES New Instructions“ AESENC, AESENCLAST, AESDEC, AESDECLAST, AESKEYGENASSIST und AESIMC verwehrt wird. Gleichzeitig werden sie auch wieder auf VT-d und Intel TXT verzichten müssen, wobei diese beiden Punkte weniger schwer wiegen. Die grundlegende Virtualisierungsfunktion VT-x ist aber bei allen Modellen vorhanden.

Features der neuen „Sandy Bridge“-Desktop-Prozessoren
Modell SSE4.x vPro SIPP VT-x VT-d TXT AES-NI Clear Video HD
Core i7-2600K - - - -
Core i7-2600 2011 2011
Core i7-2600S 2011 2011
Core i5-2500K - - - -
Core i5-2500 2011 2011
Core i5-2500S 2011 2011
Core i5-2500T 2011 2011
Core i5-2400 2011 2011
Core i5-2400S 2011 2011
Core i5-2390T 2011 2011
Core i5-2300 - - - -
Core i3-2120 - - - - -
Core i3-2100 - - - - -
Core i3-2100T - - - - -

Viele Features, die alle Prozessoren besitzen (wie die 64-Bit-Technologie, die Execute Disable Bits und auch die neuen Advanced Vector Extensions (AVX)), sind ebenso wie das Dual-Channel-Speicherinterface und die integrierte Grafikeinheit in der Tabelle nicht aufgeführt. Einige Features sind zudem in bestimmten Marktsegmenten gar nicht erforderlich, so zum Beispiel die vPro- und TXT-Technologie bei den „Sandy Bridge“-Prozessoren mit frei wählbarem Multiplikator („K“), die schlichtweg nicht für den OEM-Markt gedacht sind.

Da man im Jahr 2010 dem Pentium G sogar die SSE-Instruktionen der aktuellsten Generation entfernt hatte, wird es spannend sein zu sehen, in welchem Bereich Intel die Schere bei Sandy Bridge ansetzt. Dies dürfte in einigen Wochen bekannt werden, denn bereits ab Ende Februar werden die Pentium erwartet, die Celeron folgen zum dritten Quartal. Durchgesickert ist bisher schon, dass Intel den Modellen wohl die AVX-Funktion nehmen wird.

Bei den Notebook-Modellen greift die Strategie des reduzierten Feature-Sets nicht. Dort zeichnen sich Core i3, Core i5 und auch Core i7 durch die kompletten Features aus.