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Test: Impactics K.I.S.S.S.

von Benjamin Marks

Einleitung

Intels neue Plattform „Sandy Bridge“ [1] im Wohnzimmer und dann auch noch passiv gekühlt? K.I.S.S.S. vom deutschen Hersteller Impactics soll es möglich machen.

Doch wer jetzt einen Big-Tower erwartet hat, der irrt. Impactics, ein Anbieter von Kühllösungen und Gehäusen aus dem deutschen Rellingen, bietet mit K.I.S.S.S. ein Mini-ITX-Gehäuse samt Passivkühlung an. Was den Käufer nach dem Auspacken des Systems erwartet, erinnert dabei stark an das von uns bereits mehrfach getestete Komplettsystem PicoX von Soartec [2]. Allerdings kompensiert das deutlich kleinere Gehäuse die im Inneren entstandene Wärme auf eine andere – vielleicht sogar bessere? – Art und Weise.

Im heutigen Test werden wir den kleinen Sprössling auf die Probe stellen und herausfinden, ob mit diesem passiv gekühlten System in Kombination mit der Rechen- [3] und Grafikleistung [4] von Intels „Sandy Bridge“ auch ein Einzug in die hiesigen Wohnzimmer möglich ist.

Impactics K.I.S.S.S.
Impactics K.I.S.S.S.

Obwohl es sich bei diesem Test in erster Linie um das Gehäuse sowie dessen Kühlkonzept dreht, haben wir uns dafür entschieden, diesen Artikel in der Kategorie Komplettsysteme anzusiedeln. Wir wollen den Fokus zwar auf die Kühlleistung des Impactics-Gehäuses legen, gleichzeitig aber auch einen Blick darauf werfen, wie sich ein Sandy-Bridge-System im „Wohnzimmeralltag“ schlägt.

K.I.S.S.S. im Überblick

Die Eckdaten des Systems sind schnell erzählt:

K.I.S.S.S. steht im Hause Impactics für „Keep It Simple, Silent and Smart“ und der Name soll Programm sein. Wie bereits eingangs erwähnt, erinnert das Gehäuse von Impactics auf den ersten Blick stark an jenes, das Soartec in seinem Komplettsystem PicoX verwendet [5]. Die Spreu trennt sich jedoch mit dem ersten Blick „unter die Haube“ vom Weizen.

So verwenden die Mannen aus Hamburg, die das heutige Testsystem stellen, ein anderes Kühlkonzept. Sie leiten die Wärme nicht mit zwei Kupferblöcken an eine massive Grundplatte, sondern bieten, je nach verwendetem Mainboard und Prozessor, einen maßgeschneiderten Kühlkörper mit mehreren Heatpipes zu den Seitenwänden des Gehäuses. Somit wird die entstandene Wärme direkt an die beiden Seitenwände, die vollständig aus vier Millimeter starkem Aluminium in Form von Kühlrippen bestehen, weitergeleitet. Was dieses Kühlkonzept taugt, gilt es auf den folgenden Seiten herauszufinden.

Des Weiteren bietet das Gehäuse die Möglichkeit vor dem Mainboard eine kleine Elektronikeinheit aufzunehmen, in der die Stromanschlüsse des externen Netzteils zusammenlaufen und von dort verteilt werden. Dahinter befindet sich das Mainboard mitsamt des Prozessorkühlers. Zwischen Mainboard und Gehäusedeckel ist ein Zwischenboden eingebaut, der neben einem Slim-Line-Laufwerk auch eine 2,5"-Festplatte aufnimmt. Zum Einbau der Hardware kann der Deckel, der aus dünnem Stahlblech besteht, in Richtung Rückseite entfernt werden.

Um es bei diesem System alle potenziellen Käufern recht zu machen, bietet Impactics dieses Konzept als eine Art Baukasten an. So stehen neben einem schwarzen oder silbernen Gehäuse auch eine Vielzahl an Kühlern [6] zur Wahl. Passend zu vielen Mainboards wird so ein spezieller Kühler angefertigt. Separat gibt es dazu eine individuelle Bedienungsanleitung, so dass der Einbau für jedermann möglich sein sollte.

Impactics K.I.S.S.S. – Boden
Impactics K.I.S.S.S. – Boden
Impactics K.I.S.S.S. – Kühlrippen
Impactics K.I.S.S.S. – Kühlrippen
Impactics K.I.S.S.S. – Geöffneter Deckel
Impactics K.I.S.S.S. – Geöffneter Deckel
Impactics K.I.S.S.S.
Impactics K.I.S.S.S.
Impactics K.I.S.S.S. – Rückseite
Impactics K.I.S.S.S. – Rückseite
Impactics K.I.S.S.S.
Impactics K.I.S.S.S.
Impactics K.I.S.S.S. – Kühlung
Impactics K.I.S.S.S. – Kühlung
Impactics K.I.S.S.S. – Kühlung
Impactics K.I.S.S.S. – Kühlung

Unser Testsystem

Um zum Einen das Gehäuse und dessen Kühlung, zum Anderen die Alltagstauglichkeit eines derartigen Multimediasystems im Wohnzimmer auf den Prüfstand zu stellen, werkelt unter der Haube in unserem Testsystem die aktuelle Prozessor-Reihe aus dem Hause Intel. Das Modell Core i5-2400S taktet auf allen vier Kernen mit 2,5 GHz und stellt insgesamt sechs Megabyte L3-Cache zur Verfügung. Komplettiert – und damit perfekt für einen kleinen Rechner im Wohnzimmer geeignet – wird das Ensemble von der auf dem Prozessor integrierten Grafikeinheit. Ob der Takt von Intels-IGP mit 850 MHz ohne respektive 1.100 MHz mit Turbo für die Wiedergabe von hochauflösendem Videomaterial reicht und sich dieses Komplettsystem somit für den Einsatz als Media-PC im heimischen Wohnzimmer eignet, werden die Benchmark-Ergebnisse sowie Erfahrungen zeigen.

Beim Hauptspeicher gilt das Prinzip klotzen und nicht kleckern und so haben wir unseren heutigen Probanden mit ganzen acht Gigabyte DDR3-Speicher bestückt, der mit 1.333 MHz taktet. Das Dual-Channel-Kit bietet Latenzen von CL9-9-9-27 und arbeitet bei 1,5 Volt. Wer sich dieses Gehäuse zulegen und mit den eigenen Komponenten bestücken möchte, sollte allerdings darauf Acht geben, dass die Höhe im Gehäuse nur für Speicher ausreicht, der keine ausartenden Heatspreader verwendet. Der 2,5"-Platz im Gehäuse wurde mit einer SSD aus dem Hause Mach Xtreme Technology bestückt. Diese bietet 60 Gigabyte Speicherplatz und soll in der Theorie 220 bzw. 210 Megabyte pro Sekunde beim Lesen beziehungsweise Schreiben erreichen.

Impactics K.I.S.S.S. – SSD
Impactics K.I.S.S.S. – SSD
Impactics K.I.S.S.S. – Blu-ray-Laufwerk
Impactics K.I.S.S.S. – Blu-ray-Laufwerk
Impactics K.I.S.S.S. – Speicher
Impactics K.I.S.S.S. – Speicher

Das Mainboard bietet alle notwendigen Anschlussmöglichkeiten. So stehen auf der Rückseite neben dem altgedienten PS2-Anschluss für Maus oder Tastatur und den Sound-Anschlüssen insgesamt sechs USB-2.0-Anschlüsse und je ein DVI-, HDMI-, eSATA- und LAN-Anschluss zur Verfügung. Obwohl intern auch SATA3 bereit steht, verzichtet Foxconn beim H67S auf USB 3.0 an der Rückseite.

(Alltags)Erfahrungen

Da sich im Inneren des Gehäuses der bereits angesprochene Zwischenboden mit nur vier Schrauben entfernen lässt und danach der komplette Zugriff auf die gesamte Fläche des Gehäuses möglich ist, verlief der Einbau unserer ausgewählten Hardware vollkommen problemlos. Hinzu kommt, dass mit den notwendigen Stromanschlüssen für Prozessor und Laufwerk beziehungsweise SSD nur wenige Kabel verlegt werden müssen, die aufgrund des kompakten Gehäuses entsprechend kurz ausfallen können. Von Kabelsalat im Innenraum kann also zu keiner Zeit gesprochen werden.

Impactics K.I.S.S.S.
Impactics K.I.S.S.S.
Impactics K.I.S.S.S.
Impactics K.I.S.S.S.
Impactics K.I.S.S.S. – Festplattenhalterung
Impactics K.I.S.S.S. – Festplattenhalterung
Impactics K.I.S.S.S. – Innenraum
Impactics K.I.S.S.S. – Innenraum
Impactics K.I.S.S.S. – Innenraum
Impactics K.I.S.S.S. – Innenraum
Impactics K.I.S.S.S. – Innenraum
Impactics K.I.S.S.S. – Innenraum
Impactics K.I.S.S.S. – Innenraum
Impactics K.I.S.S.S. – Innenraum
Impactics K.I.S.S.S. – Innenraum mit Zwischenboden
Impactics K.I.S.S.S. – Innenraum mit Zwischenboden

Doch das Wichtigste an einem „Komplettsystem“ ist der Betrieb und genau an dieser Stelle kann das Impactics K.I.S.S.S. punkten. Da der Prozessor passiv gekühlt wird und die SSD keine mechanisch bewegten Bauteile beinhaltet, die Geräusche von sich geben könnten, agiert dieser Winzling komplett lautlos. Um das System jedoch wirklich wohnzimmertauglich zu machen, empfehlen wir bei der Wahl des Mainboards darauf zu achten, dass ein WLAN-Modul mit an Bord ist. Natürlich gibt es inzwischen auch viele HiFi-Produkte, die eine Verbindungsmöglichkeit mit dem Internet bieten und dafür nicht immer auf ein Funknetzwerk zurückgreifen, allerdings wird längst nicht jeder einen kleinen Router hinter dem Fernseher haben, der für A/V-Receiver, Fernseher, Media-Player und PC je einen LAN-Anschluss bereitstellt.

Impactics K.I.S.S.S. – Kühlrippen
Impactics K.I.S.S.S. – Kühlrippen

Bootzeit und Arbeitgeschwindigkeit: Jeder Startvorgang lag, nach einer Installation von Windows 7 Professional 64bit mitsamt allen Treibern und einigen Programmen, bei rund 25 Sekunden. Dieser Wert bestätigt unseren subjektiven Eindruck von einem schnellen Systemstart, bei dem so mancher Media- oder Blu-ray-Player nicht Schritt halten kann. Prädikat „wohnzimmertauglich“.

Medienwiedergabe: Per HDMI-Anschluss wurde das System mit einem A/V-Receiver mitsamt 5.1-Heimkino-System verbunden. Als Test wurde eine Blu-ray sowie HD-Ton abgespielt, um einen Eindruck der Leistungsfähigkeit zu gewinnen und gleichzeitig die Alltagstauglichkeit auf den Prüfstand zu stellen. Das hochauflösende Audio- und Videomaterial wurde zu jeder Zeit flüssig und ohne „Ruckler“ wiedergegeben. Auch den Sprung zwischen verschiedenen Kapiteln des Films bewältigte das System problemlos. Die vom Blu-ray-Laufwerk bei der Wiedergabe erzeugte Geräuschkulisse wurde von jener des Spielfilms problemlos übertönt.

Messungen

Lautstärke

Die Lautstärkemessungen wurden mit einem „Voltcraft Digitales Schallpegelmessgerät 320“ durchgeführt, das Schallpegel im Bereich von 30 bis 120 Dezibel misst. Die Grundlautstärke des Messraumes lag bei subjektiv empfundener Stille unterhalb des Messbereiches, also bei weniger als 30 Dezibel. Die Entfernung betrug hierbei einen halben Meter – um der üblichen geringsten Distanz zwischen Benutzer und System nahe zu kommen. Dabei werden zwei Lautstärkemessungen durchgeführt. Zunächst im normalen Windows-Betrieb und anschließend unter Volllast.

Lautstärke
 DVD/Blu-ray-Wiedergabe:
Soartec PicoX (5 V)
31,9
Soartec PicoX (Core-i5) (5 V)
33,4
Soartec PicoX (Core-i5) (12 V)
33,8
Shuttle XS 3510MA
33,9
Lian Li PC-Q07
34,8
Soartec PicoX (12 V)
36,3
Impactics K.I.S.S.S.
38,9
OrigenAE M10 (5 V)
39,4
OrigenAE M10 (12 V)
44,1
Angaben in dB(A)

Wenn die Kühlung der Komponenten und die „HDD“ keine Geräusche von sich geben, bleibt lediglich das Blu-ray-Laufwerk zur Bewertung übrig – soweit die Theorie. In der Praxis sehen die Erfahrungen mit dem System etwas anders aus. Zwar gibt die Hardware keinen Ton von sich, dafür hört man aber das Netzteil sobald das System etwas mehr Strom braucht. So gibt die externe (und passive) Pico-PSU bei jeglicher Belastung ein leichtes Zischen von sich, das mit der Zeit relativ nervig ist. Nach Rücksprache mit dem Hersteller wurde uns versichert, dass diese störenden Nebengeräusche durch die ungünstig gewählte Kombination aus Netzteil und angeschlossenem Mainboard zustande kommt. Das von uns eingesetzte Mainboard ist hauptsächlich für den Einsatz in OEM-Komplettsystemen vorgesehen. Das bereits angesprochene Blu-ray-Laufwerk bewegt sich mit einem Spitzenwert bei der Blu-ray-Wiedergabe von 38,9 dB(A) hingegen noch in einem akzeptablen Bereich.

Temperatur

Die Temperaturen wurden gemessen, während das System FurMark [7] im Xtreme-Burning-Modus absolvierte und dabei die Grafikkarte auf Temperatur gebracht wurde. Parallel dazu wird der Prozessor mit Prime95 (Download [8]) im Maximum-Heat-Modus ausgelastet. Da die auf diese Weise erzeugte Auslastung im Alltag faktisch unmöglich ist, werden so die maximalen Temperaturen erzielt und jeder Proband kann zeigen, was in ihm steckt. Dokumentiert werden die Temperaturwerte mit Hilfe des Diagnose-Tools Core Temp 0.99.8 [9].

Das Diagramm zeigt den Temperaturverlauf aller vier Kerne im oben beschriebenen „Stresstest“ sowie die Temperatur eines Kerns bei der Blu-ray-Wiedergabe. Bereits im Vorfeld teilte uns der Hersteller mit, dass die Heatpipe-Kühlung für den üblichen Betrieb eines Intel Core i5-2400S ausreiche, ausgedehnte Volllastphasen allerdings nicht möglich seien. Ein kleinerer Prozessor mit entsprechend geringerer Rechenleistung war in unserer Redaktion kurzfristig aber nicht verfügbar und so haben wir eine Kombination getestet, die so vom Hersteller Impactics nicht freigegeben ist.

Impactics sollte Recht behalten und so sind ausgedehnte Volllastphasen mit diesem recht potenten Prozessor leider nicht möglich. Die Temperaturen im Inneren des Gehäuses stiegen sukzessive an und nach 62 Minuten kam es zu einem Bluescreen, obwohl die Temperaturen auf den Prozessorkernen noch deutlich unter der Obergrenze von 86°C lagen. An dieser Stelle sollte jedoch der Blick für die Realität gewahrt bleiben, denn in der Praxis weht ein ganz anderer Wind, da ein solches System, das als Media-PC im Wohnzimmer seinen Platz findet, nur in den seltensten Fällen über längere Zeit komplett ausgelastet wird. Bei der Wiedergabe von hochauflösendem Audio- und Videomaterial lag die Auslastung lediglich zwischen fünf und zwölf Prozent und so werden dabei auch die Temperaturen mehr oder minder konstant gehalten.

Leistungsaufnahme

Die Leistungsaufnahme wurde zu drei stabilen Zuständen des Komplettsystems gemessen. Zunächst während sich das System im Standby befand, anschließend im normalen Windows-Betrieb und abschließend nach mehrstündiger Volllastphase bei einem stabilen Temperaturniveau. Da die Leistungsaufnahme in der Theorie abhängig von der Temperatur ist, gilt der Stromverbrauch unter Volllast nur für die angegebenen Temperaturen sowie im Idle nur für ein stabiles Temperaturniveau.

Leistungsaufnahme
Impactics K.I.S.S.S. (Standby)
1,7
Impactics K.I.S.S.S. (Idle)
18,7
Impactics K.I.S.S.S. (Blu-ray-Wiedergabe)
31,4
Impactics K.I.S.S.S. (Volllast)
93,1
Angaben in Watt (W)

Mit 31,4 Watt während der Wiedergabe einer Blu-ray-Disc liegt das System auf Augenhöhe mit Blu-ray- und Multimedia-Playern und auch die Werte im Standby liegen, wenn man bedenkt, dass beispielsweise Nenotecs Komplettsystem mehr als sechs Watt verbraucht, mit 1,7 Watt in einem sehr akzeptablen Bereich.

Unter Last zieht das System mit 93 Watt mehr Leistung aus der Steckdose, als es mit 86 Watt laut Hersteller maximal liefern kann. Die Effizienz des Netzteils mit (wahrscheinlich zu hohen) 90 Prozent angesetzt, würden 93 Watt Leistungsaufnahme an der Steckdose intern abgegebenen 84 Watt gegenüber stehen. Damit bewegt sich unser System unter Last noch im grünen Bereich, viel Luft nach oben bietet das Netzteil unserer Komponentenwahl allerdings nicht mehr.

Leistungseindrücke

Nachfolgend wollen wir einen kleinen Einblick darin gewähren, wie viel Leistung das von uns zusammengestellte System im Wohnzimmer liefern kann. Zum Vergleich haben wir die Ergebnisse der beiden PicoX-Komplettsysteme, die wir in der Vergangenheit getestet haben [10], heran gezogen.

Systeme zur Referenz
Bild Bezeichnung Mainboard Prozessor Grafik Speicher Festplatte
Soartec PicoX I
Soartec PicoX I
Soartec PicoX I MINIX 780G-
SP128MB
AMD Athlon
X2 4850e
ATi HD
3200
4 GB Kingston
HyperX
DDR2-800
2x Seagate
ST9500-
420AS
500 GB
Soartec PicoX II
Soartec PicoX II
Soartec PicoX II Zotac H55-ITX
WiFi
Intel Core
i5-650
intern 4 GB Crucial
Value
DDR3-
1333
2x Seagate
ST9500-
420AS
500 GB
Impactics K.I.S.S.S. – Innenraum
Impactics K.I.S.S.S. – Innenraum
Impactics K.I.S.S.S. Foxconn H67S Intel Core
i5-2400S
Intel IGP
HD 2000
8 GB DDR3-1333 MXT DS Series
60 GB

Betriebssysteme und Treiberversionen:

3DMark 06
 System Score:
Impactics K.I.S.S.S.
3.115
Soartec PicoX (Core-i5)
1.742
Soartec PicoX
1.297
 CPU Score:
Impactics K.I.S.S.S.
4.709
Soartec PicoX (Core-i5)
3.393
Soartec PicoX
1.782
 SM 2.0:
Impactics K.I.S.S.S.
993
Soartec PicoX (Core-i5)
530
Soartec PicoX
436
 SM 3.0:
Impactics K.I.S.S.S.
1.213
Soartec PicoX (Core-i5)
692
Soartec PicoX
486
Angaben in Punkten
3DMark Vantage
 System Score:
Impactics K.I.S.S.S.
957
Soartec PicoX (Core-i5)
353
Soartec PicoX
173
 CPU Score:
Impactics K.I.S.S.S.
13.353
Soartec PicoX (Core-i5)
9.137
Soartec PicoX
3.592
 GPU Score:
Impactics K.I.S.S.S.
730
Soartec PicoX (Core-i5)
267
Soartec PicoX
132
Angaben in Punkten
Cinebench R10
 Rendering (1 CPU):
Impactics K.I.S.S.S.
5.164
Soartec PicoX (Core-i5)
4.215
Soartec PicoX
1.904
 Rendering (X CPU):
Impactics K.I.S.S.S.
15.951
Soartec PicoX (Core-i5)
9.910
Soartec PicoX
3.767
Angaben in Punkten
Cinebench R11.5
 Rendering (1 CPU):
Impactics K.I.S.S.S.
1,29
Angaben in Punkten
 Rendering (X CPU):
Impactics K.I.S.S.S.
4,14
Angaben in Punkten
 OpenGL:
Impactics K.I.S.S.S.
5,85
Angaben in Bilder pro Sekunde (FPS)
POV-Ray 3.7
 All-CPU Rendering Benchmark:
Impactics K.I.S.S.S.
95
Soartec PicoX (Core-i5)
120
Soartec PicoX
388
Angaben in Sekunden
SiSoft Sandra
 CPU-Multimedia-Leistung:
Impactics K.I.S.S.S.
100,55
Soartec PicoX (Core-i5)
74,67
Soartec PicoX
25,18
Angaben in Megapixel pro Sekunde (MPix/s)
 Speicherbandbreite:
Impactics K.I.S.S.S.
17,83
Soartec PicoX (Core-i5)
11,57
Soartec PicoX
4,15
Angaben in Gigabyte pro Sekunde (GB/s)
 Speicher-Latenzzeit:
Impactics K.I.S.S.S.
75,00
Soartec PicoX
122,00
Soartec PicoX (Core-i5)
130,00
Angaben in Nanosekunden

Das von uns im Impactics K.I.S.S.S. verbaute System zeigt, welche Fortschritte es insbesondere in Sachen integrierte Grafikleistung in den letzten Monaten gegeben hat. Das von uns im Jahr 2010 getestete PicoX-System mit Intel Core i5 setzte zwar auf einen von den Eckdaten her noch etwas potenteren Prozessor – allerdings aus der älteren Generation. Die „Sandy Bridge“-Core-i5-CPU des K.I.S.S.S. leistet im Jahr 2011 deutlich mehr – vor allem die GPU. Insgesamt läuft das System rund und sollte für die meisten Media-PCs eindeutig zu viel Leistung bereitstellen, auch wenn die Herstellerangaben der SSD (220/210 Megabyte pro Sekunde beim Lesen/Schreiben) beim Schreiben nicht im Ansatz erreicht werden.

Fazit

Sandy-Bridge passiv im Wohnzimmer? Diese Frage haben wir uns am Anfang dieses Artikels gestellt und können sie nach ausführlichen Tests eingeschränkt mit einem „Ja!“ beantworten. Eingeschränkt deshalb, weil das Gehäuse, das damit verbundene passive Kühlsystem und auch das Netzteil nicht für den von uns verwendeten Prozessor, der eine Verlustleistung von 65 Watt aufweist, ausgelegt ist – das wurde uns von Impactics allerdings im Vorfeld klar kommuniziert und jeder Prozessor auf Basis von Intels Sand-Bridge, der eine TDP von nur 45 Watt aufweist, kann bedenkenlos verbaut werden. Doch auch das hier verwendete Modell Core i5-2400S findet seinen Bestimmungsort zu recht im Impactics K.I.S.S.S., wenn der Käufer nicht auf stundenlange Volllastphasen aus ist. Dafür reicht die Kühlung.

Trotz dieser Einschränkung bestätigte das Kühlsystem unsere Vermutungen, die wir bereits zum Test des PicoX im Gespräch mit Soartec angemerkt hatten: dass die Kühlung deutlich effizienter gestaltet werden könnte, indem die entstandene Wärme an Prozessor beziehungsweise Grafikkarte mit Heatpipes an die Kühlrippen der Seitenwände geleitet wird. Die Kühlung des K.I.S.S.S. ist in der Tat potenter als die des PicoX.

Wenn ein Media-PC in das eigene Wohnzimmer integriert werden soll, spielt allerdings auch der Formfaktor eine wichtige Rolle. Dort sehen wir eindeutig das System aus dem Hause Soartec vorn, da es mit den Abmessungen eines Blu-ray-Players die optische Harmonie nicht stört.

Das Gehäuse an sich machte neben dem relativ potenten und vor allem lautlosen Kühlkonzept durchweg einen sehr guten Eindruck. Der Innenraum ist exakt richtig dimensioniert, die Hardware kann problemlos eingebaut werden und gleichzeitig stimmt die Verarbeitungsqualität. Lediglich bei den verwendeten Materialien hätten wir uns gewünscht, dass nicht nur einige Teile sondern das komplette Gehäuse aus hochwertigem Aluminium besteht. Eine Kombination der beiden Materialien Aluminium und Stahl wirkt ein wenig wie gewollt und nicht gekonnt.

Der Preis beläuft sich für diese Kombination aus Gehäuse, Heatpipe-Kühlung und Netzteil auf rund 265 Euro. Für unseren Geschmack liegt diese Summe an der Schmerzgrenze und wiegt das Gebotene nicht ganz auf.

Impactics K.I.S.S.S.
Impactics K.I.S.S.S.

Das Testexemplar für den heutigen Test wurde uns freundlicherweise vom Online-Händler Caseking.de [11] aus Berlin zur Verfügung gestellt. Dafür möchten wir uns hiermit herzlich bedanken.

URL-Liste:

  1. http://www.computerbase.de/2011-01/test-intel-sandy-bridge/
  2. http://www.computerbase.de/2010-09/test-soartec-picox-core-i5/
  3. http://www.computerbase.de/2011-01/test-intel-sandy-bridge/54/#abschnitt_fazit_und_empfehlung
  4. http://www.computerbase.de/2011-01/test-sandy-bridge-grafik/
  5. http://www.computerbase.de/2010-03/test-soartec-picox/2/#abschnitt_komponenten_im_ueberblick
  6. http://www.impactics.de/?Produkte:Coolsets
  7. http://www.geeks3d.com/20090703/furmark-1-7-0-the-bad-boy-of-graphics-cards-utilities-is-back/
  8. http://www.computerbase.de/downloads/software/systemueberwachung/prime95/
  9. http://www.computerbase.de/downloads/system/core-temp/
  10. http://www.computerbase.de/suche/?bereich=artikel&q=picox
  11. http://www.caseking.de/shop/catalog/
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