Xigmatek Elysium im Test Nicht größer als groß sondern riesig

, Sven Scharpe

Xigmatek greift bei seinen Gehäuseserien gerne auf Begriffe aus der Mythologie zurück. Während man sich bisher gerne aus dem Repertoire der nordischen Sagenwelt bedient hat, ist diesmal mit „Elysium“ ein Begriff aus den griechischen Mythen an der Reihe. Dem Interessierten sei gesagt, dass es sich beim Elysium um eine Insel handelt, auf welche die Götter verdiente Krieger schickten und ihnen dort die Unsterblichkeit verliehen. Ganz so groß wie das mythische Eiland ist der Big-Tower von Xigmatek freilich nicht aber viel fehlt nicht mehr.

Die Abmessungen sind wirklich beeindruckend und versprechen bereits auf den ersten Blick ein ausgezeichnetes Raumangebot. Das Design ist dabei grundsätzlich eher schlicht gehalten, die Frontpartie wirkt durch die umlaufenden, mit Aluminium beplankten Wülste aber ausgesprochen wuchtig. Die zahlreichen Innensechskantschrauben an der Front unterstreichen diesen Eindruck noch zusätzlich. Das Leergewicht von deutlich über 15 Kilogramm ist für ein so ausladendes Gehäuse durchaus standesgemäß.

Lieferumfang und Daten

Belüftungsmöglichkeiten
Position Anzahl Größe U/min Anschluss Staubfilter Anlaufspannung
Front 2 120 mm 1380 3pin-Molex Ja 2,3 V
Deckel 3 (optional) 120 / 140 mm Ja
Linke Seite 1 200 mm 720 3pin-Molex 3,9 V
Rechte Seite 1 (optional) 120 mm
Heck 1 140 mm 1140 3pin-Molex 6,5 V
Boden 2 (optional) 120 / 140 mm Ja

Das Zubehör, das Xigmatek dem Elysium beilegt, besteht aus einem Beutel mit allerhand Schrauben, fünf Kabelbindern und einem Satz Rollen. Besonders die letztgenannten Rollen sind bei einem Gehäuse dieser Größe alles andere als ein Gimmick, im Idealfall wird das Handling mit dem Riesen deutlich vereinfacht. Die Montageanleitung scheint sich noch im frühen Alpha-Stadium zu befinden, anders können wir uns das lieblos gestaltete Faltblatt, bei dem einige Angaben noch mit einem Zettel überklebt wurden, nicht erklären. Besonders viele Informationen kann man dem Blättchen ebenfalls nicht entnehmen. Es bleibt zu hoffen, dass die Anleitung möglichst bald eine Überarbeitung erfährt.

Ausstattung außen

Das Xigmatek Elysium bietet dem Anwender gleich zwölf Schächte im 5,25"-Format. Jede der Blenden besteht dabei aus Lochblech und verfügt über einen engmaschigen Staubfilter. Zu beiden Seiten der 5,25"-Schächte verlaufen zwei dicke Wülste, die mit einer dünnen Auflage aus Aluminium versehen sind. Auf beiden Seiten wurden noch einige paarweise angeordnete Innensechskantschrauben angebracht, um das Design etwas aufzulockern. Mit einem leichten Ruck kann die Front vom Chassis getrennt werden. So wird der Blick auf die beiden dahinterliegenden Festplattenkäfige mit ihren 120-mm-Lüftern frei.

Die beiden seitlichen Wülste der Frontpartie ziehen sich bis in den vorderen Bereich des Deckels und vereinigen sich dort in einem kühn geschwungenen Bogen. Innerhalb des besagten Bogens befinden sich, von einer Abdeckung geschützt, die Frontanschlüsse. Die Anschlussausstattung umfasst dabei zwei USB 2.0 und ebenso viele USB 3.0 Anschlüsse. Weiterhin wird noch eine eSATA Schnittstelle und die üblichen Buchsen für Kopfhörer und Mikrofon geboten. Direkt hinter dem Frontpanel gibt es noch ein praktisches Hot-Swap-Dock für 2,5"- und 3,5"-Festplatten zu sehen. An der Rückseite des Plastikwulstes ist ein kleiner Schieber angebracht, mit dessen Hilfe das dahinterliegende Top-Cover entriegelt werden kann. Unter dieser, mit Lochblech und einem Staubfilter versehenen, Abdeckung befinden sich gleich drei Einbauplätze für optionale Lüfter der Größe 120 bzw. 140 mm. Der Einbau eines Radiators ist damit an dieser Position ohne Bastelarbeiten möglich.

Die beiden riesigen Seitenwände werden mit jeweils zwei Rändelschrauben fixiert. Das rechte Seitenteil verfügt dabei über einen Montageplatz für einen 120-mm-Lüfter, ansonsten gibt es hier keine weiteren Öffnungen. Dem linken Pendant hat Xigmatek ein Sichtfenster spendiert, das es in dieser Größe sonst nur in einem Zugabteil zu sehen gibt. Dabei ist nicht nur die Form der Plexiglasscheibe interessant ausgefallen, auch bei der Integration hat sich der Hersteller Mühe gegeben und lässt das Fenster bündig mit dem Blech der Seitenwand abschließen. Als zentrales Element der linken Seitenwand darf mit Sicherheit der große 200-mm-Propeller gelten, der vom Sichtfenster eingerahmt wird. Auf einen Staubfilter hat der Hersteller an dieser Stelle leider verzichtet.

Das Heck des Elysium kann mit einigen Besonderheiten aufwarten, die es so nicht überall zu sehen gibt. So kann bei diesem Big-Tower das Netzteil nach Belieben entweder unterhalb des Deckels oder am Boden montiert werden. Wer ein extrem stromhungriges System sein eigen nennt, darf auch zwei Stromspender gleichzeitig installieren. Bei normalen Gehäusen gibt es üblicherweise zwei oder bestenfalls drei Schlauchdruchführungen zu sehen, das Xigmatek Elysium hat davon nicht weniger als sieben! Hier deutet sich schon die Eignung auch für umfangreiche Wasserkühlungen an. Ebenfalls beachtenswert sind die 10 Slots für Erweiterungskarten. Abgerundet wird die Rückansicht von einem 140-mm-Lüfter.

Das Gehäuse steht auf zwei Podesten, die mit weichen Gummiblöcken versehen sind. Wer das Handling des schwergewichtigen Towers verbessern möchte, kann die beiliegenden Rollen montieren. Ansonsten wird der Großteil des Bodens von einem Gitter eingenommen durch das Netzteil mit Frischluft versorgt wird. Damit die Staubbelastung nicht unnötig hoch ausfällt, gibt es einen engmaschigen Filter, der das komplette Gitter am Boden abdeckt. Ebenfalls ist an dieser Stelle noch Platz für bis zu zwei optionale Ventilatoren in den Größen 120 oder 140 Millimeter. Auch an dieser Stelle sollte der Einbau eines Wärmetauschers möglich sein.

Die Verarbeitung hinterlässt einen sehr guten Eindruck. Die Spaltmaße sind ebenso gleichmäßig wie die Lackierung. Auch der eingesetzte Kunststoff ist durchaus ansprechend ausgefallen.

Ausstattung innen

Befreit man das Xigmatek Elysium von seinen Seitenwänden, erlangt man Zugriff auf den riesigen, komplett in einem matten schwarz gehaltenen, Innenraum. Der Big-Tower verfügt durchgehend über 5,25"-Schächte, insgesamt stehen dem Anwender ganze zwölf Stück davon zur Verfügung. Entsprechende Geräte werden dabei an beiden Seiten mit einer Klemmvorrichtung oder alternativ mit Schrauben fixiert. Sechs der 5,25"-Schächte sind ab Werk bereits mit zwei Festplattenkäfigen belegt. Jeder dieser Käfige kann dabei bis zu vier Datenträger im 3,5"-Format aufnehmen. Befestigt werden die Festplatten dabei mit speziellen Schrauben, die durch weiche Gummiringe gesteckt werden. Um die nötige Kühlung kümmert sich ein 120-mm-Lüfter, der vor jedem der beiden Käfige angeschraubt ist.

Das Prunkstück des Elysium ist mit Sicherheit sein wahrhaft gigantischer Mainboardträger! Hier finden problemlos Platinen im E-ATX, HPTX oder XL-ATX-Formfaktor Platz. Eine Montageöffnung zur Kühlerbefestigung findet man heute schon bei fast jedem Gehäuse, das Elysium verfügt allerdings gleich über zwei dieser Aussparungen. Die etwas kleinere Öffnung soll dabei speziell für die mit zwei CPU-Sockeln ausgestattete EVGA SR2 [1] Platine vorgesehen sein. Fast ist es müßig zu erwähnen, dass mit ca. 2,5 Zentimetern ausreichend Platz für Kabelmanagement vorhanden ist. Damit die Strippen hinter dem Tray auch sauber verlegt werden können, hat Xigmatek nicht auf entsprechende Ösen verzichtet. Um die Kabel sauber zum Mainboard führen zu können, sind am Mainboardträger eine Vielzahl mit Gummitüllen versehene Öffnungen vorhanden. Das Elysium bietet auch noch ein weiteres ausgesprochen praktisches Feature, das wir nicht verschweigen wollen. Am Tray sind zwei kleine Platinen befestigt, die als Stromverteiler für die Lüfter fungieren. An jedem der beiden Verteiler können bis zu fünf Ventilatoren mit 3pin-Molex-Steckern angeschlossen werden, die Platine selbst wird dabei durch einen großen 4pin-Molex-Stecker mit Strom versorgt. Aber damit noch nicht genug, es ist nicht nötig beide Verteilerplatinen einzeln mit einem solchen Stecker an die Spannungsversorgung anzuschließen, stattdessen können sie einfach mit einem speziellen 3pin-Kabel verbunden werden.

Die Innenseite des Deckels bietet wenig aufregendes, hier können optional bis zu drei 120/140-mm-Lüfter installiert werden. Radiatoren sollten also bis hin zu großen 420er-Exemplaren passen, die beiliegende Anleitung schweigt sich bezüglich der Integration von Wasserkühlungssystemen leider komplett aus. Als echte Rarität darf der Staubfilter für die im Deckel installierbaren Lüfter gelten. So ist es dann auch problemlos möglich, dass die Ventilatoren die Luft in den Innenraum blasen. Diese Vorgehensweise kann beim Einsatz eines Wärmetauschers durchaus von Vorteil sein. Am Boden zeigt sich ein ähnliches Bild, hier können optional bis zu zwei 120/140-mm-Lüfter montiert werden, der Einbau entsprechend großer Wärmetauscher sollte auch hier möglich sein.

Das Netzteil kann im Xigmatek Eylsium wahlweise unterhalb des Deckels oder aber am Boden installiert werden. Der nicht verwendete Einbauplatz wird von einer angeschraubten Blende abgedeckt. Findet der Stromspender am Boden seinen Platz, liegt er auf vier kleinen Gummipuffern auf, die eine bestenfalls rudimentäre Entkopplung vom Chassis bieten. Bei einer Montage unterhalb des Deckels liegt das Netzteil dagegen auf zwei kleinen Metallwinkeln auf, eine Entkopplung ist an dieser Stelle nicht vorgesehen. Am Heck befindet sich ansonsten noch ein 140-mm-Ventilator und sieben Schlauchdurchführungen. Gleich zehn Slots für Erweiterungskarten deuten die Kompatibilität mit HPTX und XL-ATX konformen Hauptplatinen an. Bei der Befestigung vertraut der Hersteller auf solide und langlebige Rändelschrauben.

Auch der Innenraum des Xigmatek Elysium kann mit einer sehr guten Verarbeitungsqualität aufwarten. Bei großen Big-Towern ist es nicht ungewöhnlich, dass die Verwindungssteifigkeit mit zunehmender Größe immer geringer wird. Hier ist das Elysium die große Ausnahme, die Verwindungen sind minimal. Das liegt unter anderem auch daran, dass der Hersteller an den 5,25"-Schächten noch drei Querstreben angebracht hat, die dem Chassis wirkungsvoll zusätzliche Stabilität verleihen.

Erfahrungen

Der Einbau der Hardware hat uns wirklich Spaß gemacht. Die Passgenauigkeit ist dem Preis entsprechend gut ausgefallen, so muss das sein. Durch den wirklich riesigen Innenraum kann man ganz bequem und ohne Verrenkungen arbeiten, einen herausnehmbaren Mainboardträger vermisst hier mit Sicherheit niemand. Das Standard-ATX-Mainboard unseres Testsystems wirkt im Xigmatek Elysium fast schon ein wenig verloren. Der Raum für Erweiterungskarten ist mit über 45 Zentimetern wahrlich fürstlich ausgefallen, viel mehr bietet kein anderes Gehäuse. Die Grafikkarte, die hier nicht hinein passt, muss erst noch entwickelt werden. Die Möglichkeiten zum Kabelmanagement sind ebenfalls gut, wenn auch nicht perfekt ausgefallen. Hier hätten es gerne noch einige Ösen mehr auf der Rückseite des Mainboardträgers sein dürfen.

Bei einem großen Big-Tower wie dem Elysium sind Rollen keine Spielerei mehr, sondern ein echtes Plus an Komfort und Handlichkeit. Diese Vorzüge verspielt der Hersteller allerdings leichtfertig. Zwar ist ein Satz Rollen im Lieferumfang enthalten, allerdings können sich diese nicht um 360 Grad drehen. Hier liegen die Löcher, an denen die Rollen befestigt werden, zu dicht am Kunststoffpodest, auf dem das Gehäuse steht. Ebenfalls nicht gefallen hat uns die schwergängige rechte Seitenwand. Hier mussten wir mühsam zerren, bis wir sie überhaupt einmal vom Chassis lösen konnten, da hätten wir doch deutlich mehr erwartet.

Die Befestigungsmechanismen sind brauchbar ausgefallen. Zwar wackelt unser Testlaufwerk in seinem 5,25"-Schacht etwas hin und her, da die Klemmbefestigung allerdings von beiden Seiten angebracht wird, ist der gegebene Halt noch ausreichend. Die Erweiterungskarten werden dagegen von Rändelschrauben sicher an Ort und Stelle gehalten. Ungewöhnlich beim Elysium ist der Umstand, dass der Hersteller auf einen internen 2,5"-Einbauplatz verzichtet. Für unseren Test muss unsere SSD daher mit dem außen liegenden Festplatten-Dock vorlieb nehmen.

Länge aktueller Grafikkarten
Angaben in Zentimeter (cm)
  • Benötigter Platz:
    • ATi Radeon 5450
      17,0
    • ATi Radeon 5570
      17,0
    • ATi Radeon 5670
      16,5
    • ATi Radeon 5750
      18,0
    • ATi Radeon 5770
      20,5
    • ATi Radeon 5850
      24,0
    • ATi Radeon 5870
      28,0
    • ATi Radeon 5970
      31,0
    • ATi Radeon 6850
      23,0
    • ATi Radeon 6870
      24,5
    • ATi Radeon 6950
      27,5
    • ATi Radeon 6970
      27,5
    • NVIDIA GT 220
      15,5
    • NVIDIA GT 240
      17,1
    • NVIDIA GT 430
      14,9
    • NVIDIA GTS 250
      23,0
    • NVIDIA GTS 450
      21,5
    • NVIDIA GTX 460
      21,5
    • NVIDIA GTX 470
      25,0
    • NVIDIA GTX 480
      27,0
    • NVIDIA GTX 570
      27,0
    • NVIDIA GTX 580
      27,0
  • Vorhandener Platz:
    • SilverStone TJ11
      31,5
    • NZXT H2
      28,5
    • LanCool PC-K63
      28,4
    • Thermaltake Level 10 GT
      37,0
    • SilverStone Raven 3
      34,0
    • BitFenix Shinobi
      32,0
    • Xigmatek Elysium
      45,4

Um einen Gesamtüberblick über alle bisher getesteten Gehäuse zu geben, befindet sich eine vollständige Liste im unten angefügten Klapptext.

Ewige Liste des verfügbaren Platzes für Grafikkarten

Testbetrieb und Messungen

Verwendetes Testsystem:


Foxconn A88GA-S mit CPU und RAM
Foxconn A88GA-S mit CPU und RAM
Foxconn A88GM-Deluxe mit CPU und RAM
Foxconn A88GM-Deluxe mit CPU und RAM
ATi Radeon HD 6850
ATi Radeon HD 6850
Corsair Dominator DDR3-1600
Corsair Dominator DDR3-1600
Samsung SpinPoint F3 und Corsair Nova V32
Samsung SpinPoint F3 und Corsair Nova V32
Corsair AX750
Corsair AX750
Prozessorkühler
Prozessorkühler
Lamptron FC5 Lüftersteuerung
Lamptron FC5 Lüftersteuerung

Testverfahren:
Unsere Gehäusetests werden immer nach dem gleichen Prinzip durchgeführt. Detaillierte Informationen stehen in einem ComputerBase-Bericht [2] zur Verfügung.
Auf diese Art und Weise ist eine Vergleichsmöglichkeit aller Testberichte im Bereich von ATX- und µATX-Gehäusen gegeben. Lediglich die Temperaturen der ATX- und µATX-Mainboards sind zu unterschiedlich, um sie miteinander zu vergleichen.

Lautstärke

Die Lautstärkemessungen wurden mit einem „Voltcraft Digitales Schallpegelmessgerät 320“ durchgeführt, das Schallpegel im Bereich von 30 bis 120 Dezibel misst. Die Grundlautstärke des Messraumes lag bei subjektiv empfundener Stille unterhalb des Messbereiches, also bei weniger als 30 Dezibel. Die Entfernung betrug hierbei einen halben Meter – um der üblichen geringsten Distanz zwischen Benutzer und System nahe zu kommen.

Lautstärke
Angaben in dB(A)
  • Ruhewert:
    • Stille
      28,4
  • Vorne:
    • NZXT H2 (5 V)
      29,4
    • BitFenix Shinobi (5 V)
      29,6
    • Xigmatek Elysium (5 V)
      29,6
    • Thermaltake Level 10 GT (5 V)
      30,8
    • BitFenix Shinobi (12 V)
      31,4
    • LanCool PC-K63 (5 V)
      31,5
    • SilverStone Raven 3 (5 V)
      32,3
    • NZXT H2 (12 V)
      37,3
    • Xigmatek Elysium (12 V)
      38,9
    • Thermaltake Level 10 GT (12 V)
      41,5
    • LanCool PC-K63 (12 V)
      42,6
    • SilverStone Raven 3 (12 V)
      48,2
  • Hinten:
    • NZXT H2 (5 V)
      29,3
    • BitFenix Shinobi (5 V)
      29,7
    • Xigmatek Elysium (5 V)
      29,8
    • Thermaltake Level 10 GT (5 V)
      30,5
    • BitFenix Shinobi (12 V)
      31,6
    • LanCool PC-K63 (5 V)
      31,7
    • SilverStone Raven 3 (5 V)
      32,6
    • NZXT H2 (12 V)
      38,8
    • Xigmatek Elysium (12 V)
      38,8
    • Thermaltake Level 10 GT (12 V)
      42,1
    • LanCool PC-K63 (12 V)
      43,9
    • SilverStone Raven 3 (12 V)
      48,4
  • Links:
    • BitFenix Shinobi (5 V)
      29,1
    • NZXT H2 (5 V)
      29,7
    • Xigmatek Elysium (5 V)
      29,7
    • BitFenix Shinobi (12 V)
      31,3
    • Thermaltake Level 10 GT (5 V)
      32,1
    • LanCool PC-K63 (5 V)
      32,3
    • SilverStone Raven 3 (5 V)
      33,6
    • NZXT H2 (12 V)
      37,7
    • Xigmatek Elysium (12 V)
      37,8
    • LanCool PC-K63 (12 V)
      43,1
    • Thermaltake Level 10 GT (12 V)
      44,6
    • SilverStone Raven 3 (12 V)
      48,8
  • Rechts:
    • Xigmatek Elysium (5 V)
      29,3
    • BitFenix Shinobi (5 V)
      29,4
    • NZXT H2 (5 V)
      29,8
    • Thermaltake Level 10 GT (5 V)
      30,6
    • LanCool PC-K63 (5 V)
      30,9
    • BitFenix Shinobi (12 V)
      31,1
    • SilverStone Raven 3 (5 V)
      33,8
    • Xigmatek Elysium (12 V)
      36,9
    • NZXT H2 (12 V)
      37,8
    • Thermaltake Level 10 GT (12 V)
      41,4
    • LanCool PC-K63 (12 V)
      42,9
    • SilverStone Raven 3 (12 V)
      49,3
  • Oben:
    • NZXT H2 (5 V)
      29,2
    • BitFenix Shinobi (5 V)
      29,3
    • Xigmatek Elysium (5 V)
      29,6
    • Thermaltake Level 10 GT (5 V)
      30,4
    • LanCool PC-K63 (5 V)
      30,7
    • BitFenix Shinobi (12 V)
      30,9
    • SilverStone Raven 3 (5 V)
      33,1
    • NZXT H2 (12 V)
      35,2
    • Xigmatek Elysium (12 V)
      36,4
    • LanCool PC-K63 (12 V)
      41,8
    • Thermaltake Level 10 GT (12 V)
      42,4
    • SilverStone Raven 3 (12 V)
      49,9

Für einen Gesamtüberblick über alle bisher mit unserem Schallpegelmessgerät getesteten Gehäuse befindet sich eine vollständige Liste im Klapptext.

Ewige Liste der Lautstärkeentwicklung

Die Lautstärke unter 5 Volt ist wirklich als sehr angenehm zu bezeichnen. Hier konnten wir ausnahmslos Werte unterhalb von 30 Dezibel ermitteln. Diese Ergebnisse liegen damit unterhalb dessen, was unser Messgerät noch zuverlässig erfassen kann. Rein subjektiv vernimmt man lediglich noch ein flüsterleises, tieffrequentes Rauschen. Betreibt man die Ventilatoren dagegen mit 12 Volt, dreht sich das Blatt. Jetzt wird das Elysium leider mit Spitzenwerten von fast 39 Dezibel schon sehr laut. Subjektiv ist die Geräuschkulisse zwar deutlich präsent, bleibt durch die tieffrequenten Lüftergeräusche aber trotzdem irgendwie noch halbwegs erträglich.

Temperatur

Die Temperaturen wurden gemessen, während das System FurMark [3] im Xtreme-Burning-Modus absolvierte und dabei die Grafikkarte auf Temperatur gebracht wurde. Parallel dazu wird der Prozessor mit Prime95 (Download [4]) im Maximum-Heat-Modus ausgelastet. Da die auf diese Weise erzeugte Auslastung im Alltag faktisch unmöglich ist, werden so die maximalen Temperaturen erzielt und jeder Proband kann zeigen, was in ihm steckt. Dokumentiert werden die Temperaturwerte mit Hilfe des Diagnose-Tools Everest Ultimate Edition [5].

Systemtemperaturen
Angaben in °C
  • CPU:
    • SilverStone TJ11 (12 V)
      31
    • SilverStone Raven 3 (12 V)
      35
    • Xigmatek Elysium (12 V)
      36
    • SilverStone TJ11 (5 V)
      37
    • LanCool PC-K63 (12 V)
      38
    • SilverStone Raven 3 (5 V)
      41
    • NZXT H2 (12 V)
      45
    • Xigmatek Elysium (5 V)
      45
    • LanCool PC-K63 (5 V)
      47
    • Fractal Design Define XL (12 V)
      53
    • Fractal Design Define XL (5 V)
      59
    • BitFenix Shinobi (12 V)
      59
    • NZXT H2 (5 V)
      64
    • BitFenix Shinobi (5 V)
      65
  • GPU:
    • Fractal Design Define XL (12 V)
      50
    • LanCool PC-K63 (12 V)
      51
    • LanCool PC-K63 (5 V)
      52
    • NZXT H2 (12 V)
      54
    • SilverStone TJ11 (12 V)
      54
    • SilverStone Raven 3 (12 V)
      54
    • Xigmatek Elysium (12 V)
      55
    • Xigmatek Elysium (5 V)
      55
    • SilverStone TJ11 (5 V)
      56
    • Fractal Design Define XL (5 V)
      56
    • BitFenix Shinobi (12 V)
      58
    • SilverStone Raven 3 (5 V)
      59
    • NZXT H2 (5 V)
      60
    • BitFenix Shinobi (5 V)
      60
  • Mainboard:
    • SilverStone Raven 3 (12 V)
      22
    • LanCool PC-K63 (12 V)
      23
    • SilverStone TJ11 (12 V)
      23
    • Fractal Design Define XL (12 V)
      24
    • Xigmatek Elysium (12 V)
      24
    • SilverStone TJ11 (5 V)
      25
    • LanCool PC-K63 (5 V)
      26
    • SilverStone Raven 3 (5 V)
      26
    • NZXT H2 (12 V)
      27
    • Xigmatek Elysium (5 V)
      27
    • Fractal Design Define XL (5 V)
      32
    • BitFenix Shinobi (12 V)
      33
    • NZXT H2 (5 V)
      36
    • BitFenix Shinobi (5 V)
      36
  • Festplatte:
    • LanCool PC-K63 (12 V)
      24
    • Xigmatek Elysium (12 V)
      24
    • LanCool PC-K63 (5 V)
      26
    • SilverStone TJ11 (12 V)
      26
    • Xigmatek Elysium (5 V)
      26
    • NZXT H2 (12 V)
      28
    • Fractal Design Define XL (12 V)
      28
    • SilverStone TJ11 (5 V)
      30
    • BitFenix Shinobi (12 V)
      30
    • Fractal Design Define XL (5 V)
      31
    • SilverStone Raven 3 (12 V)
      33
    • BitFenix Shinobi (5 V)
      33
    • SilverStone Raven 3 (5 V)
      37
    • NZXT H2 (5 V)
      38

An den von uns ermittelten Temperaturen gibt es nichts auszusetzen. Das Mainboard profitiert beim Elysium überproportional von dem in der linken Seitenwand installierten 200-mm-Lüfter. Lediglich die Grafikkarte kann den seitlichen Luftstrom nicht so recht verwerten und bleibt bei konstant 55 Grad Celsius. Die restlichen Komponenten bewegen sich durch die Bank in einem guten bis sehr guten Temperaturbereich. Durch die umfangreichen Möglichkeiten den Big-Tower noch mit zusätzlichen Ventilatoren aufzurüsten, können die Temperaturwerte sicherlich noch weiter verbessert werden. In jedem Fall ist die Leistungsfähigkeit des Belüftungskonzepts locker ausreichend für umfangreiche Konfigurationen, alles andere wäre bei diesem Gehäuse aber auch eine Enttäuschung gewesen.

Leistungsaufnahme

Die Leistungsaufnahme wurde gemessen, während sich nur das Netzteil im Gehäuse befand und die Lüfter respektive eventuelle Beleuchtungen mit Strom versorgte. Eine eventuell vorhandene Lüftersteuerung im Probanden wurde genutzt, allerdings auf Maximalstellung je einmal mit fünf und einmal mit zwölf Volt angesteuert. Die zusätzliche Lüftersteuerung aus dem Testsystem kam nicht zum Einsatz. Um den Eigenverbrauch des Netzteil aus dem Gesamtverbrauch des Gehäuses heraus zu rechen, wurde vorher das Netzteil alleine vermessen. Das Ergebnis der Messung betrug etwa 4,5 Watt und wird bei jeder Messung im Gehäuse vom Gesamtverbrauch subtrahiert.

Leistungsaufnahme
Angaben in Watt (W)
  • 5 Volt:
    • NZXT H2
      1,3
    • BitFenix Shinobi
      1,3
    • Xigmatek Elysium
      3,6
    • LanCool PC-K63
      4,0
    • SilverStone TJ11
      4,6
    • Thermaltake Level 10 GT
      4,6
    • SilverStone Raven 3
      5,4
  • 12 Volt:
    • BitFenix Shinobi
      3,4
    • NZXT H2
      5,8
    • Xigmatek Elysium
      12,3
    • LanCool PC-K63
      12,6
    • Thermaltake Level 10 GT
      14,9
    • SilverStone TJ11
      15,7
    • SilverStone Raven 3
      16,6

Trotz der vier großen Ventilatoren, die alle auch noch über eine Beleuchtung verfügen, ist der Stromverbrauch noch moderat ausgefallen. Mit 12,3 Watt unter 12 Volt kann man in diesem Fall durchaus noch ganz gut leben.

Fazit

Xigmatek hat mit dem Elysium einen wahren Koloss von einem Gehäuse geschaffen. Für Anwender, die das absolute Maximum an Raum benötigen, hat der Hersteller damit in der Tat eine durchaus brauchbare Alternative im Programm. Die Verarbeitungsqualität ist ebenso gelungen wie die Stabilität des Big-Towers, da gibt es wirklich nichts zu beanstanden. Die Belüftung ist bereits ab Werk schon ausreichend leistungsfähig und werkelt unter 5 Volt bei einem angenehmen Geräuschpegel. Für Freunde des wassergekühlten Computers dürfte das Elysium gar ein wahres Eldorado darstellen: Ganz ohne Bastelarbeiten können hier sowohl unterhalb des Deckels als auch am Boden Wärmetauscher in diversen Größen montiert werden. Nur schade, dass die beigelegte „Montageanleitung“ den Möglichkeiten, die dieses Gehäuse bietet, nicht annähernd gerecht wird. Über die umfangreichen Optionen zur Integration einer Flüssigkeitskühlung wird beispielsweise kein Sterbenswörtchen verloren.

Ebenfalls unglücklich ist der Umstand, dass zwar an der Front, am Boden und sogar am Deckel an Staubfilter gedacht wurde, der große seitliche 200-mm-Lüfter allerdings ohne einen solchen auskommen muss. So saugt das Xigmatek Elysium nicht nur die kühle Umgebungsluft in den Innenraum, sondern auch Unmengen an Staub. Als sehr lobenswert darf dagegen gelten, dass der Hersteller dem Gehäuse gleich einen Satz Rollen beilegt. Wirklich gelungen ist deren Positionierung allerdings nicht. Solange man das Gehäuse nur vor und zurückschieben möchte, ist das ganz komfortabel möglich, aber wehe, man möchte den Tower ums Eck bewegen oder unter den Schreibtisch rangieren. Da die Rollen sich nicht frei um 360 Grad drehen können und immer an den Plastikstandflächen hängen bleiben, ist der Vorteil an Mobilität schnell wieder leichtfertig verspielt.

Xigmatek Elysium
Xigmatek Elysium

Der Innenraum bietet nicht nur ein überragendes Platzangebot, sondern auch noch einige wirklich schöne und praktische Detaillösungen. Hier ist natürlich der riesige Mainboardträger zu nennen, der über eine Vielzahl von Öffnungen verfügt und so das Kabelmanagement zu einer leichten Übung werden lässt. Besonders gut gefallen haben uns auch die beiden Verteilerplatinen, an denen jeweils bis zu fünf Lüfter angeschlossen werden können. Völlig unverständlich ist aber, warum auf einen internen 2,5"-Einbauplatz verzichtet wurde. Möchte man nun sein Betriebssystem auf einer schnellen SSD installieren, kann man lediglich auf das sehr gelungene HD-Dock zurückgreifen. Die Verwendung des Docks empfiehlt sich allerdings nicht, da man dann den Vorteil des Hot-Swaps für andere Festplatten einbüßt. Letztlich bleibt dann nur der Griff zu einem Konverter, den man natürlich separat erwerben muss. In der Preisregion, in der das Elysium spielt, ein Unding.

Insgesamt ist Xigmateks erster Big-Tower dennoch ein wirklich gelungenes Gehäuse, das leider einige völlig unnötige Schwächen aufweist, die vom Hersteller aus unserer Sicht leicht behoben werden könnten.

Unser Testmodell ist für ca. 170 Euro im Handel erhältlich, die Version ohne Fenster ist 10 Euro günstiger zu haben. Preiswert ist das Xigmatek Elysium damit nicht, in Anbetracht der schieren Größe und der vielen praktischen Features darf man den Preis aber noch als akzeptabel einschätzen.

Das Sample für den heutigen Test wurde uns freundlicherweise von der Firma Caseking [6] zur Verfügung gestellt.

Preisvergleich

URL-Liste

  1. http://www.evga.com/articles/00537/
  2. http://www.computerbase.de/2011-03/bericht-gehaeusetests-2011/
  3. http://www.geeks3d.com/20100419/tool-furmark-1-8-2-available/
  4. http://www.computerbase.de/downloads/systemtools/prime95/
  5. http://www.computerbase.de/downloads/systemtools/everest/
  6. http://www.caseking.de/shop/catalog/
  7. http://www.computerbase.de/preisvergleich/a632331.html
  8. http://www.computerbase.de/preisvergleich/a632329.html
  9. http://www.computerbase.de/preisvergleich/a632327.html
  10. http://www.computerbase.de/preisvergleich/a632325.html