Samsung und Google präsentieren das Galaxy Nexus

Update Patrick Bellmer
347 Kommentare

Mit einwöchiger Verspätung haben Google und Samsung in den frühen Morgenstunden unserer Zeit den nächsten Ableger der Nexus-Smartphone-Reihe sowie Android 4.0 „Ice Cream“ Sandwich vorgestellt. Das Galaxy Nexus entspricht dabei optisch dem, was in den vergangenen Wochen vermutet wurde.

Denn wie schon beim Vorgänger Nexus S ist das Display leicht konkav geformt, was einerseits beim Telefonieren aufgrund der Gesichtsform von Vorteil sein soll, andererseits soll das Display beim Ablegen so vor Kratzern geschützt werden. In fast allen anderen Punkten unterscheiden sich beide Generationen aber mehr oder weniger stark voneinander.

Das Display des unter Android 4.0 laufenden Galaxy Nexus misst 4,65 Zoll und basiert auf Samsungs Super-AMOLED-Technik, die Auflösung beträgt 1.280 × 720 Pixel – Videos in der „kleinen“ HD-Auflösung können so in Originalauflösung abgespielt werden. Für ausreichend Leistung soll dabei – und natürlich auch in allen anderen Fällen – TIs OMAP 4460 sorgen: Der Dual-Core-SoC ist mit 1,2 Gigahertz getaktet und verfügt über eine GPU vom Typ PowerVR SGX540 sowie eine Zweikanalspeicheranbindung, an der ein Gigabyte Arbeitsspeicher hängen.

Der interne Speicher ist je nach Variante des Galaxy Nexus 16 oder 32 Gigabyte groß, kann aber wie schon beim Nexus S nicht erweitert werden. Aber auch ohne Erweiterung dürfte ausreichend Platz für Bilder und Fotos bereitstehen, die mit der rückwärtig verbauten Fünf-Megapixel-Kamera – Videos mit 1.920 × 1.080 Pixel – aufgenommen werden können. Beide Unternehmen sprechen von extrem kurzen Auslösezeiten.

Samsung Galaxy Nexus

In Sachen Funkstandards soll nahezu alles unterstützt werden, was derzeit modern ist. Dazu gehören NFC, WLAN (802.11 b/g/n, inklusive Wi-Fi Direct), Bluetooth (3.0) und HSPA+. In einigen Regionen sollen Varianten mit LTE-Unterstützung auf den Markt kommen. Ob auch in Deutschland, ist derzeit noch unklar.

Zur restlichen Ausstattung gehören unter anderem die bekannten Sensoren – darunter auch ein Barometer, eine seitlich angebrachte Kontaktleiste für ein optional erhältliches Dock und eine 1,3-Megapixel-Kamera auf der Vorderseite. Die Akkuleistung des 135 Gramm schweren und 135,5 × 67,9 × 8,9 Millimeter großen Gerätes liegt bei 1.750 mAh, über die genauen Laufzeiten ist nichts bekannt. Der Verkauf soll weltweit im November starten. Zu den Preisen gibt es noch keine Informationen.

Update

Die unverbindliche Preisempfehlung wird laut Google und Samsung bei 679 Euro für die 16-Gigabyte-Variante liegen. Der Aufpreis für die doppelte Speichermenge ist noch nicht bekannt.

Wir danken unserem Leser „Mordanius“ für den Hinweis!