„The Daily" wirtschaftlich weiterhin erfolglos

Die vor genau acht Monaten gestartete iPad-Zeitung „The Daily“ ist wirtschaftlich weiterhin wenig erfolgreich. Dies geht aus Zahlen hervor, die Bloomberg vorliegen. Kommentare seitens des Eigentümers News Corp. gibt es nicht, zufrieden dürfte man in dem Rupert Murdoch gehörendem Unternehmen aber nicht sein.

Im Februar teilte News Corp. mit, dass die wöchentlichen Kosten nach dem Start bei etwa 500.000 US-Dollar liegen würden. Angesichts von Preisen in Höhe von 0,99 US-Dollar wöchentlich respektive 39,99 US-Dollar im Jahr dürften die derzeit 120.000 Nutzer aber bei weitem nicht ausreichen, um kostendeckend arbeiten zu können. Dabei enthält diese Zahl auch Personen, die sich noch in der zweiwöchigen kostenlosen Testphase befinden.

Der mäßige Erfolg könnte einer der Gründe sein, weshalb die Pläne für verschiedene europäische Ausgaben allem Anschein nach wieder in der Schublade verschwunden sind. Mitte März berichtete die britische Tageszeitung The Guardian, dass noch im ersten Halbjahr 2011 in Deutschland, Frankreich und Großbritannien eigene Fassungen von „The Daily“ angeboten werden sollten.

Damit reißen die schlechten Schlagzeilen rund um die derzeit noch exklusiv für das iPad erscheinende Tageszeitung nicht ab. Schon kurz nach dem Start verließen drei hochrangige Redakteure das Blatt, weitere sollen bis heute gefolgt sein. Wie groß die ursprünglich 120 Mitarbeiter starke Redaktion noch ist, ist nicht bekannt.

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