Dell Inspiron One 2320 im Test: Diesen All-in-One-PCs soll die Zukunft gehören

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Patrick Bellmer
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Technik

Ähnlich wie beim iMac setzt Dell nicht nur auf Notebook-Technik. Beide setzen bei ihren AIOs sowohl auf Komponenten, die auf Energieeffizienz getrimmt sind, als auch auf Bauteile, die für klassische Desktop-Systeme bestimmt sind.

Dazu gehört in erster Linie der von Intel stammende Core i5-2400S. Zwar ist dieser Vertreter der Sandy-Bridge-Familie auf den Einsatz in sparsamen Rechnern konzipiert, allerdings bietet er mehr Leistung als viele Mobil-CPUs. Dafür sorgen unter anderem seine vier CPU-Kerne, die über insgesamt sechs Megabyte Level-3-Cache verfügen. Die nominelle Taktrate des ohne Hyper-Threading auskommenden Prozessors beträgt 2,5 Gigahertz, dank der hinlänglich bekannten Turbo-Funktion in Version 2.0 kann die Geschwindigkeit allerdings auf bis zu 3,3 Gigahertz angehoben werden.

Dell Inspiron One 2320
Dell Inspiron One 2320

Abgesehen von der fehlenden Fähigkeit, mehr als einen Thread pro Kern und Takt auszuführen, verfügt der i5-2400S aber über alle wichtigen Zusatzfunktionen. Dazu gehören unter anderem die beiden Virtualisierungstechniken VT-d und VT-x, aber auch die AES-Befehlssatzerweiterungen. Wie gewohnt wird die CPU in 32 Nanometern gefertigt. Die Thermal Design Power (TDP) gibt Intel mit 65 Watt an – deutlich weniger als bei den meisten anderen Desktop-i5s (95 Watt).

Dell Inspiron One 2320
Dell Inspiron One 2320

Bei der Grafik setzt Dell im Inspiron One 2320 auf eine Kombilösung, die man von zahlreichen Notebooks her kennt. Denn neben der in die CPU integrierten GPU steht auch ein dedizierter Chip zur Verfügung, der mittels Nvidias Optimus-Technik angesprochen wird. Bei der Prozessorgrafik handelt es sich um das Modell Intel HD 2000. Dieses arbeitet mit 850 Megahertz, kann jedoch bei ausreichendem thermischen Budget auf 1,1 Gigahertz heraufgetaktet werden. Im Gegensatz zur schnelleren Variante HD 3000 verfügt die HD-2000-GPU nur über sechs statt zwölf Execution Units, was die Leistung weiter schmälert. In allen anderen wichtigen Punkten gibt es allerdings keine Unterschiede. Wie auch die Mobilvarianten versteht sich die integrierte Grafik lediglich auf DirectX 10.1 und Shader 4.1 und muss ohne eigenen Speicher auskommen.

Dell Inspiron One 2320
Dell Inspiron One 2320

Einen solchen besitzt jedoch die dedizierte GPU vom Typ GeForce GT 525M. Der bekannte Chip, der ursprünglich für die Verwendung in Notebooks konzipiert wurde, kann auf einen insgesamt ein Gigabyte großen Speicher zurückgreifen. Zu den weiteren technischen Daten gehören der Kerntakt von 850 Megahertz, die Unterstützung von DirectX 11 und Shader 5.0 sowie eine TDP von knapp 25 Watt. Mit insgesamt 96 Shader-Einheiten bietet die dedizierte GPU deutlich mehr Leistung als die in die CPU integrierte Lösung.

Crystal Disk Mark

Beim Arbeitsspeicher setzt Dell dann wieder auf Desktop-Technik und verbaut gewöhnliche DDR-Speicherriegel vom Typ DDR3-1333. In der Testkonfiguration sind zwei solcher Riegel mit einer Gesamtkapazität von sechs Gigabyte verbaut. Angesichts von nur zwei vorhandenen Bänken fallen die Kosten beim Aufrüsten des Speichers ein wenig höher aus. Ebenfalls für Desktop-Systeme bestimmt ist die Festplatte. Das von Seagate stammende 3,5-Zoll-Laufwerk fasst insgesamt ein Terabyte und arbeitet mit 7.200 Umdrehungen. Zusammen mit dem 32 Megabyte großen Cache reicht das in der Spitze für rund 125 Megabyte pro Sekunde beim Lesen und Schreiben. Wieder aus dem Notebook-Regal stammt das optische Laufwerk. Dabei handelt es sich um eine Kombilösung für CD, DVDs und Blu-rays. Letztere können aber lediglich gelesen, nicht aber beschrieben werden.

Dell Inspiron One 2320
Dell Inspiron One 2320

Bei den Schnittstellen setzt Dell auf Masse. Insgesamt verteilen sich rund um das Gehäuse fast 20 Ein- und Ausgänge. Dazu gehören unter anderem sechs USB-2.0-Ports, von denen zwei gut zugänglich am linken Rand verbaut sind. Für das Anschließen von externen Anzeigegeräten steht nur ein VGA-Ausgang zur Verfügung, Eingang finden Bildsignale hingegen an einem zweiten VGA-Anschluss, einem HDMI-Eingang oder der Komponentenschnittstelle. Audio-Geräte jeglicher Art können über einen von vier vorhandenen Anschlüssen eingebunden werden. Während auf der linken Gehäuseseite die klassischen 3,5-Millimeter-Buchsen bereits stehen (je ein Ein- und Ausgang), findet man auf der Rückseite des AIO einen SPDIF-Port sowie einen weiteren 3,5-Millimeter-Ausgang. Der integrierte TV-Tuner wird über den üblichen Antenneneingang gespeist, der für die mitgelieferte Fernbedienung gedachte Infrarotempfänger kann ebenfalls auf der Rückseite angeschlossen werden.

Dell Inspiron One 2320: System im Leerlauf
Dell Inspiron One 2320: System im Leerlauf

Verbindung zum Internet kann über die integrierte Gigabit-Schnittstelle oder das verbaute WLAN-Modul hergestellt werden Löblich: Letzteres kann sowohl im 2,4- als auch im 5-Gigahertz-Band genutzt werden. Handys und Headsets können zudem via Bluetooth 3.0 verbunden werden.