MS-Tech CA-0300 NG im Test Das gibt es für 50 Euro von MS-Tech

, Sven Scharpe

Mit einem Preis von knapp unter 50 Euro darf man das CA-0300 NG durchaus als Budget-Gehäuse bezeichnen. In genau dem gleichen Preissegment spielt mit dem beliebten BitFenix Shinobi der wohl größte Konkurrent und aktuell auch das Maß der Dinge in diesem Bereich. Auch das CA-0300 NG wird sich an diesem Preis-Leistungs-Wunder messen lassen müssen – im Alltag und bei uns im Test.

Das CA-0300 NG ist in den Versionen Viper, Hornet, Stingray und Raptor erhältlich. Bis auf die Farbe der Beleuchtung sind die einzelnen Modelle aber absolut identisch. Im weiteren Verlauf dieses Artikels wird daher der Einfachheit nur die Rede vom CA-0300 NG sein.

Nach dem Auspacken präsentiert sich das Gehäuse als modern gestalteter Tower mit einem kleinen Hang zur Verspieltheit. So lassen sich an der Front gleich zwei Schriftzüge entdecken, die während des Betriebs illuminiert werden – das dürfte sicherlich nicht jedermann gefallen. Ansonsten fällt direkt die ungewöhnliche Farbe ins Auge, die der Hersteller als „Real Gunmetal“ bezeichnet.

Mit einem Leergewicht von rund 6,5 Kilogramm fällt das CA-0300 NG leicht genug aus, um es auch mal mit zur nächsten LAN-Party zu nehmen. Auch die relativ kompakten Abmessungen stehen einem häufigeren Transport nicht im Wege. Was sich so alles unter dem Blech getan hat und ob ein Kauf lohnt, wollen wir auf den folgenden Seiten in Erfahrung bringen.

Lieferumfang und Daten

Belüftungsmöglichkeiten
Position Anzahl Größe U/min Anschluss Staubfilter Anlaufspannung
Front 1 120 mm N/A 4pol-Molex Ja 3,1 V
Deckel
Linke Seite 2 120 mm N/A 4pol-Molex Ja 3,0 V
Rechte Seite
Heck 1 (optional) 120 mm
Boden

Viele Beigaben darf man in der Preisklasse um 50 Euro nicht erwarten, so bringt das MS-Tech CA-0300 NG dann auch lediglich die für den Zusammenbau nötigen Schrauben, einen Piezo-Speaker und einige Kabelbinder als Zubehör mit. Das sind zwar keine fürstlichen Beigaben, aber es reicht locker für den Einbau der Hardware aus und nur darauf kommt es letztlich auch an.

Die Montageanleitung war bisher immer eine Schwäche bei Gehäusen des Herstellers, mehr als ein schlecht kopierter und kaum entzifferbarer Zettel lag meist nicht bei. Hier hat MS-Tech nun nachgebessert und dem CA-0300 NG endlich eine brauchbare Anleitung spendiert! Sie ist als kleines Heftchen ausgeführt und führt den Anwender mithilfe vieler Zeichnungen durch die einzelnen Arbeitsschritte. Gerade der Laie wird sicher dankbar für diese doch deutlich verbesserte Anleitung sein.

Ausstattung außen

Wie bei den eher günstigeren Gehäusen üblich, besteht die Frontpartie des CA-0300 NG aus Kunststoff. Der Midi-Tower besitzt insgesamt vier 5,25"-Schächte. Deren Blenden sind aus Lochblech gefertigt und besitzen einen Staubfilter aus relativ dickem Schaumstoff. Auch an einen externen 3,5"-Schacht hat der Hersteller gedacht, dieser wird ja mittlerweile leider immer mehr zu einer Rarität. Der untere Bereich der Front wird schließlich von einem Lüftergitter beherrscht, hinter dem ein 120-mm-Lüfter seine Arbeit verrichtet.

Mit einem Ruck kann die Frontblende vom Chassis getrennt werden und gibt so den Blick auf den dahinter liegenden Ventilator frei. Ungewöhnlich ist dabei die Platzierung des Staubfilters, hier wurde er nicht wie üblich vor dem Lüfter sondern dahinter eingebaut. MS-Tech begründet diese Maßnahme damit, dass so die Beleuchtung so besser zur Geltung kommen würde. Wie auch immer, nach dem Lösen zweier Schrauben kann der Filter auch problemlos vor dem Ventilator befestigt werden. Der Staubfilter selbst besteht dabei aus engmaschigem Nylongeflecht und dürfte so den Luftdurchsatz nicht über Gebühr beeinflussen.

Die Frontanschlüsse finden sich, gut geschützt unter einer Schiebeabdeckung, in einem kleinen Kunststoffpodest, das sich an der Vorderseite des Deckels befindet. Abdeckungen, die man aufschieben kann, haben oftmals den Nachteil, dass sie sich verkanten. Beim CA-0300 NG hat der Hersteller aber seine Hausaufgaben gemacht: während des Tests traten zu keinem Zeitpunkt Probleme auf. Die Anschlussausstattung umfasst neben zwei USB-2.0-Ports sowie den üblichen 3,5-Millimeter-Buchsen für Mikrofon und Kopfhörer auch noch einen eSATA-Anschluss und sogar eine schnelle USB.3.0-Schnittstelle. Der restliche Deckel ist frei von jeglicher Öffnung. An der rechten Seitenwand zeigt sich ein ähnliches Bild, auch hier haben wir eine komplett glatte Fläche vor uns.

Anders sieht es dagegen an der linken Seite aus. Auf den ersten Blick erwecken die beiden runden Gitter den Eindruck, dass MS-Tech hier zwei Autolautsprecher eingebaut haben könnte. Doch weit gefehlt, befinden sich dahinter doch zwei weitere 120-mm-Lüfter. Mit einem Dreh entgegen dem Uhrzeiger können die beiden Abdeckungen abgenommen werden und zeigen gleiche noch eine Besonderheit: Staubfilter! Das bieten selbst die meisten Gehäuse nicht, die drei oder vier Mal so viel kosten wie das CA-0300 NG.

Am Heck geht es gleich interessant weiter, bietet der kleine Midi-Tower doch gleich vier Schlauchdurchführungen. Auch das ist in dieser Preisklasse ein Novum. Zusätzlich zu den drei im Lieferumfang befindlichen Ventilatoren kann an der Rückseite noch ein optionaler 120-mm-Lüfter eingebaut werden. Bei günstigen Gehäusen sind auch die Slotbleche immer mal wieder einen prüfenden Blick wert, MS-Tech spart hier nicht an der falschen Stelle und setzt auf wiederverwendbare Blenden.

Am Heck ist eine der großen Neuerungen zu erkennen, die das CA-0300 NG von seinem Vorgänger unterscheiden: das Netzteil befindet sich nun am Boden. Dementsprechend befindet sich an der Unterseite natürlich auch eine Öffnung, durch die der Stromgeber Frischluft ansaugen kann. Auch an einen Staubfilter aus Nylongeflecht, der mit Magneten am Blech befestigt wird, wurde gedacht. Leider kommen hier nur zwei Magnete zum Einsatz, was den Staubfilter etwas wackelig erscheinen lässt. Auch erscheint uns der Abstand zwischen Filter und Bodenblech mit knapp fünf Millimetern etwas hoch zu sein. Wir haben diesen Umstand MS-Tech bereits mitgeteilt und sind uns sicher, dass dieser Mangel abgestellt wird, so wie es bereits in der Vergangenheit der Fall war. Die Standfüße des CA-0300 NG bestehen aus Plastik mit einer dünnen Auflage aus weichem Gummi. Die Gummiauflage reicht zwar aus um Kratzer auf empfindlichen Bodenbelägen zu vermeiden, eine entkoppelnde Wirkung darf man aber eher nicht erwarten.

Die Verarbeitungsqualität ist für ein Gehäuse aus dem unteren Preisbereich eigentlich noch in Ordnung. Bemängeln müssen wir allerdings zum einen, dass die linke Seitenwand nicht bündig schließt, zum anderen die extrem schwergängigen Rändelschrauben an den beiden Seitenteilen. Die Lackierung ist dafür ohne Fehl und Tadel, hier könnte sich manch' anderer Hersteller eine dicke Scheibe abschneiden. Die Qualität des eingesetzten Kunststoffs geht ebenfalls in Ordnung, auch wenn MS-Tech natürlich gegen die mit einer leichten Gummierung versehenen Oberflächen eines BitFenix Shinobi das Nachsehen hat.

Ausstattung innen

Das Innenleben des CA-0300 NG wurde im Vergleich zum Vorgänger gründlich überarbeitet. Setzte MS-Tech früher noch auf einen etwas antiquierten Innenraum, hat der Hersteller hier tüchtig nachgelegt. Der Festplattenkäfig wurde nun um 90 Grad gedreht und erlaubt so den bequemen Einbau von bis zu vier Datenträgern. Die Befestigung erfolgt dabei jeweils mit vier Schrauben, die von unten in die Festplatte eingedreht werden. Während bei den 3,5"-Exemplaren eine Entkopplung durch Gummiringe erfolgt, muss man bei den kleinen 2,5"-Modellen auf dieses Feature verzichten. Die Festplattenschlitten selbst bestehen aus solidem, lackierten Stahlblech und kommen in ähnlicher Form auch bei Gehäusen von Antec und Fractal Design zum Einsatz. Bei den 5,25"-Einbauplätzen wurde hingegen nichts verändert. Auch das CA-0300 NG besitzt vier dieser Schächte, entsprechende Geräte werden mit vier speziellen Schrauben gesichert, die durch weiche Gummiringe gesteckt werden. Eine Entkopplung der 5,25"-Geräte findet man selbst bei hochpreisigen Modellen so gut wie nie vor!

Der Mainboardträger des CA-0300 NG besitzt die mittlerweile zum Standard avancierte Öffnung zur Montage eines CPU-Kühlers. Für Kabelmanagement bleiben zwischen Tray und rechter Seitenwand leider nur knapp drei Millimeter Raum. Am rechten Rand des Trägers wurde das Blech etwas in den Innenraum gezogen, so ergibt sich eine Art Kabelkanal, durch den man zumindest einige der Strippen verlegen kann. Durch diese Maßnahme erhöht sich das Platzangebot auf runde 1,6 Zentimeter. An der Rückseite befinden sich in besagtem Kanal noch einige Ösen, die die Fixierung der Kabel erleichtern.

Wie bereits erwähnt, findet das Netzteil am Boden seinen Platz. Hier liegt es auf vier weichen Auflagen aus Gummi auf, die für eine zumindest rudimentäre Entkopplung vom Chassis sorgen. Platz für weitere Lüfter gibt es am Bodenblech nicht. Ungewöhnlich bei einem Gehäuse, dessen Stromgeber sich am Boden befindet, ist der Umstand, dass auch am Deckel keinerlei Platz für Lüfter vorgesehen sind. Ein solcher kann dafür aber optional am Heck eingebaut werden. Die Slotbleche, die der Hersteller im CA-0300 NG verbaut, sind wiederverwendbar. Eines davon besitzt zwei ovale Löcher, durch die man den Typ-A-Stecker des vom Frontpanel kommenden USB-3.0-Kabels durchführen kann. Erweiterungskarten werden mit konventionellen Schrauben fixiert. Des mag zwar nicht der neueste Stand der Technik sein, dafür ist diese Befestigungsmethode sicher und langlebig.

Die Verarbeitung im Innenraum wäre eigentlich in Ordnung, wenn man nicht hier und da noch scharfe Kanten aufspüren könnte. Speziell bei der Aussparung für den I/O-Shield des Mainboards sollte man mit den Fingern etwas Vorsicht walten lassen. An dieser Stelle konnte man sich bereits bei beiden Vorgängermodellen vortrefflich blutige Fingerkuppen holen!

Die Lackierung ist hingegen auch im Innenraum sehr gut und gleichmäßig aufgetragen und gibt keinerlei Anlass zu Kritik.

Erfahrungen

Probleme während des Einbaus unseres Testsystems gab es nicht zu verzeichnen. Bei der Montage großer CPU-Kühler ist zu beachten, dass der obere seitliche Lüfter entfernt werden muss, dann stehen ca. 160 Millimeter Raum zur Verfügung (mit installiertem Seitenlüfter ist die Dicke des Seitenlüfters abzuziehen). Bei den Befestigungsmechanismen setzt MS-Tech ausschließlich auf Schrauben. Das ist zwar simpel, aber dafür auch robust und sicher. So verwundert es dann auch nicht, dass die installierte Hardware selbst einen holprigen Transport unbeschadet überstehen sollte.

Auch die Erweiterungskarten werden mit konventionellen Schrauben fixiert. Für überlange Pixelbeschleuniger können insgesamt etwa 30 Zentimeter genutzt werden, für die meisten Grafikkarten ist das ausreichend. Weniger schön sind dagegen die Möglichkeiten, die anfallenden Kabel zu verstauen. Hier bietet das Gehäuse mit lediglich knapp drei Millimetern zwischen Mainboardträger und rechter Seitenwand einfach zu wenig Platz. Zwar hat der Hersteller noch an eine Art Kabelkanal gedacht, der etwa 1,6 Zentimeter Raum bietet, aber auch hier herrscht schnell drangvolle Enge. So ist es dann auch wenig überraschend, dass sich die rechte Seitenwand nach dem Einbau der Hardware nur noch mit Nachdruck schließen lässt.

Einen großen 4pol-Molex-Stecker findet man bei Lüftern immer seltener, MS-Tech bleibt diesem Steckerformat allerdings treu. Der große Nachteil dieser Lösung ist, dass man andere Lüfter nur mit entsprechenden Adaptern direkt an der Hauptplatine betreiben kann. Ein Tachosignal liefern die Ventilatoren ebenfalls nicht, die Umdrehungsgeschwindigkeit müssen wir daher schuldig bleiben.

Länge aktueller Grafikkarten
Angaben in Zentimeter (cm)
  • Benötigter Platz:
    • ATi Radeon 5570
      17,0
    • ATi Radeon 5670
      16,5
    • ATi Radeon 5750
      18,0
    • ATi Radeon 5770
      20,5
    • ATi Radeon 5850
      24,0
    • ATi Radeon 5870
      28,0
    • ATi Radeon 5970
      31,0
    • ATi Radeon 6850
      23,0
    • ATi Radeon 6870
      24,5
    • ATi Radeon 6950
      27,5
    • ATi Radeon 6970
      27,5
    • ATi Radeon 6990
      30,5
    • NVIDIA GT 240
      17,1
    • NVIDIA GT 430
      14,9
    • NVIDIA GTS 250
      23,0
    • NVIDIA GTS 450
      21,5
    • NVIDIA GTX 460
      21,5
    • NVIDIA GTX 470
      25,0
    • NVIDIA GTX 480
      27,0
    • NVIDIA GTX 570
      27,0
    • NVIDIA GTX 580
      27,0
    • NVIDIA GTX 590
      28,0
  • Vorhandener Platz:
    • MS-Tech CA-0210
      27,8
    • SilverStone TJ08B-E
      33,6
    • BitFenix Merc Alpha
      32,5
    • Corsair Carbide 400R
      33,4
    • Lian Li Z70
      39,0
    • Antec Solo II
      41,0
    • MS-Tech CA-0300 NG
      30,0

Um einen Gesamtüberblick über alle bisher getesteten Gehäuse zu geben, befindet sich eine vollständige Liste im unten angefügten Klapptext.

Ewige Liste des verfügbaren Platzes für Grafikkarten

Testbetrieb und Messungen

Verwendetes Testsystem:


Foxconn A88GA-S mit CPU und RAM
Foxconn A88GA-S mit CPU und RAM
Foxconn A88GM-Deluxe mit CPU und RAM
Foxconn A88GM-Deluxe mit CPU und RAM
ATi Radeon HD 6850
ATi Radeon HD 6850
Corsair Dominator DDR3-1600
Corsair Dominator DDR3-1600
Samsung SpinPoint F3 und Corsair Nova V32
Samsung SpinPoint F3 und Corsair Nova V32
Corsair AX750
Corsair AX750
Prozessorkühler
Prozessorkühler
Lamptron FC5 Lüftersteuerung
Lamptron FC5 Lüftersteuerung

Testverfahren:
Unsere Gehäusetests werden immer nach dem gleichen Prinzip durchgeführt. Detaillierte Informationen stehen in einem ComputerBase-Bericht [1] zur Verfügung.
Auf diese Art und Weise ist eine Vergleichsmöglichkeit aller Testberichte im Bereich von ATX- und µATX-Gehäusen gegeben. Lediglich die Temperaturen der ATX- und µATX-Mainboards sind zu unterschiedlich, um sie miteinander zu vergleichen.

Lautstärke

Die Lautstärkemessungen wurden mit einem „Voltcraft Digitales Schallpegelmessgerät 320“ durchgeführt, das Schallpegel im Bereich von 30 bis 120 Dezibel misst. Die Grundlautstärke des Messraumes lag bei subjektiv empfundener Stille unterhalb des Messbereiches, also bei weniger als 30 Dezibel. Die Entfernung betrug hierbei einen halben Meter – um der üblichen geringsten Distanz zwischen Benutzer und System nahe zu kommen.

Lautstärke
Angaben in dB(A)
  • Ruhewert:
    • Stille
      28,1
  • Vorne:
    • Antec Solo II (5 V)
      28,9
    • BitFenix Merc Beta (5 V)
      29,1
    • Corsair Carbide 400R (5 V)
      29,6
    • Lian Li Z70 (5 V)
      29,8
    • Antec Solo II (12 V)
      29,8
    • MS-Tech CA-0300 NG (5 V)
      29,9
    • BitFenix Merc Beta (12 V)
      30,3
    • SilverStone TJ08B-E (5 V)
      32,6
    • MS-Tech CA-0300 NG (12 V)
      33,5
    • Corsair Carbide 400R (12 V)
      37,3
    • Lian Li Z70 (12 V)
      38,4
    • SilverStone TJ08B-E (12 V)
      46,8
  • Hinten:
    • Corsair Carbide 400R (5 V)
      29,0
    • Antec Solo II (5 V)
      29,1
    • BitFenix Merc Beta (5 V)
      29,3
    • MS-Tech CA-0300 NG (5 V)
      29,8
    • Lian Li Z70 (5 V)
      30,0
    • Antec Solo II (12 V)
      31,2
    • BitFenix Merc Beta (12 V)
      31,6
    • MS-Tech CA-0300 NG (12 V)
      33,0
    • SilverStone TJ08B-E (5 V)
      33,6
    • Corsair Carbide 400R (12 V)
      36,4
    • Lian Li Z70 (12 V)
      40,6
    • SilverStone TJ08B-E (12 V)
      44,5
  • Links:
    • Antec Solo II (5 V)
      28,7
    • BitFenix Merc Beta (5 V)
      29,4
    • Corsair Carbide 400R (5 V)
      30,1
    • Lian Li Z70 (5 V)
      30,2
    • MS-Tech CA-0300 NG (5 V)
      30,3
    • Antec Solo II (12 V)
      30,4
    • BitFenix Merc Beta (12 V)
      30,9
    • SilverStone TJ08B-E (5 V)
      32,3
    • Corsair Carbide 400R (12 V)
      36,1
    • MS-Tech CA-0300 NG (12 V)
      36,3
    • Lian Li Z70 (12 V)
      39,3
    • SilverStone TJ08B-E (12 V)
      45,7
  • Rechts:
    • Antec Solo II (5 V)
      28,8
    • BitFenix Merc Beta (5 V)
      29,0
    • Corsair Carbide 400R (5 V)
      29,3
    • MS-Tech CA-0300 NG (5 V)
      30,0
    • Antec Solo II (12 V)
      30,2
    • Lian Li Z70 (5 V)
      30,4
    • BitFenix Merc Beta (12 V)
      30,5
    • SilverStone TJ08B-E (5 V)
      31,9
    • MS-Tech CA-0300 NG (12 V)
      33,8
    • Corsair Carbide 400R (12 V)
      35,8
    • Lian Li Z70 (12 V)
      40,1
    • SilverStone TJ08B-E (12 V)
      44,8
  • Oben:
    • BitFenix Merc Beta (5 V)
      29,1
    • Antec Solo II (5 V)
      29,3
    • MS-Tech CA-0300 NG (5 V)
      29,4
    • Lian Li Z70 (5 V)
      29,6
    • Corsair Carbide 400R (5 V)
      29,8
    • Antec Solo II (12 V)
      29,9
    • BitFenix Merc Beta (12 V)
      30,6
    • SilverStone TJ08B-E (5 V)
      31,3
    • MS-Tech CA-0300 NG (12 V)
      33,1
    • Corsair Carbide 400R (12 V)
      35,2
    • Lian Li Z70 (12 V)
      39,8
    • SilverStone TJ08B-E (12 V)
      43,4

Für einen Gesamtüberblick über alle bisher mit unserem Schallpegelmessgerät getesteten Gehäuse befindet sich eine vollständige Liste im Klapptext.

Ewige Liste der Lautstärkeentwicklung

Für einen günstigen Midi-Tower der 50-Euro-Klasse sind die gemessenen Werte grundsätzlich in Ordnung. Bei einer Spannung von 12 Volt werden im Schnitt etwa 33 Dezibel emittiert, bei 5 Volt sind es noch um die 30 Dezibel. Einen Ausreißer nach oben gibt es an der linken Seite mit rund 36 Dezibel. Der Schuldige ist hier schnell gefunden: einer der beiden Ventilatoren klackert und rasselt munter vor sich hin.

Rein subjektiv herrscht bei 5 Volt, mit Ausnahme des klackernden Lüfters, eine angenehme Geräuschkulisse. Liegt eine Spannung von 12 Volt an, wird das CA-0300 NG allerdings schon deutlich hörbar, empfindliche Naturen könnten das bereits als störend empfinden.

Temperatur

Die Temperaturen wurden gemessen, während das System FurMark [2] im Xtreme-Burning-Modus absolvierte und dabei die Grafikkarte auf Temperatur gebracht wurde. Parallel dazu wird der Prozessor mit Prime95 (Download [3]) im Maximum-Heat-Modus ausgelastet. Da die auf diese Weise erzeugte Auslastung im Alltag faktisch unmöglich ist, werden so die maximalen Temperaturen erzielt und jeder Proband kann zeigen, was in ihm steckt. Dokumentiert werden die Temperaturwerte mit Hilfe des Diagnose-Tools Everest Ultimate Edition [4].

Systemtemperaturen
Angaben in °C
  • CPU:
    • SilverStone TJ08B-E (12 V)
      33
    • Lian Li Z70 (12 V)
      38
    • SilverStone TJ08B-E (5 V)
      46
    • Corsair Carbide 400R (12 V)
      46
    • MS-Tech CA-0210 (12 V)
      47
    • Lian Li Z70 (5 V)
      47
    • BitFenix Merc Beta (12 V)
      51
    • MS-Tech CA-0300 NG (12 V)
      53
    • Corsair Carbide 400R (5 V)
      57
    • MS-Tech CA-0210 (5 V)
      59
    • Antec Solo II (12 V)
      62
    • MS-Tech CA-0300 NG (5 V)
      62
    • BitFenix Merc Beta (5 V)
      63
    • Antec Solo II (5 V)
      79
  • GPU:
    • Lian Li Z70 (12 V)
      53
    • Lian Li Z70 (5 V)
      53
    • MS-Tech CA-0300 NG (12 V)
      56
    • MS-Tech CA-0300 NG (5 V)
      57
    • Corsair Carbide 400R (12 V)
      59
    • BitFenix Merc Beta (12 V)
      60
    • Corsair Carbide 400R (5 V)
      60
    • SilverStone TJ08B-E (12 V)
      62
    • MS-Tech CA-0210 (12 V)
      63
    • BitFenix Merc Beta (5 V)
      64
    • Antec Solo II (12 V)
      66
    • MS-Tech CA-0210 (5 V)
      68
    • SilverStone TJ08B-E (5 V)
      68
    • Antec Solo II (5 V)
      77
  • Mainboard:
    • Lian Li Z70 (12 V)
      23
    • MS-Tech CA-0300 NG (12 V)
      25
    • Lian Li Z70 (5 V)
      26
    • SilverStone TJ08B-E (12 V)
      28
    • MS-Tech CA-0300 NG (5 V)
      30
    • SilverStone TJ08B-E (5 V)
      35
    • MS-Tech CA-0210 (12 V)
      36
    • Antec Solo II (12 V)
      36
    • MS-Tech CA-0210 (5 V)
      40
    • Corsair Carbide 400R (12 V)
      43
    • Antec Solo II (5 V)
      46
    • Corsair Carbide 400R (5 V)
      49
    • BitFenix Merc Beta (12 V)
      61
    • BitFenix Merc Beta (5 V)
      67
  • Festplatte:
    • SilverStone TJ08B-E (12 V)
      25
    • Lian Li Z70 (12 V)
      25
    • Corsair Carbide 400R (12 V)
      26
    • Lian Li Z70 (5 V)
      28
    • SilverStone TJ08B-E (5 V)
      29
    • Corsair Carbide 400R (5 V)
      30
    • MS-Tech CA-0300 NG (12 V)
      30
    • MS-Tech CA-0300 NG (5 V)
      31
    • MS-Tech CA-0210 (12 V)
      32
    • MS-Tech CA-0210 (5 V)
      36
    • Antec Solo II (12 V)
      37
    • BitFenix Merc Beta (12 V)
      39
    • BitFenix Merc Beta (5 V)
      42
    • Antec Solo II (5 V)
      47

Um die Temperaturmessungen durchführen zu können, war es erforderlich, den oberen der beiden seitlich angebrachten 120-mm-Lüfter zu demontieren – nur so bietet das CA-0300 NG ausreichend Platz für große Tower-Kühler. Bei einer Spannung von 12 Volt fallen die von uns ermittelten Werte ganz gut aus. Hier ist speziell festzustellen, dass sowohl die Grafikkarte als auch das Mainboard deutlich von der Luftzufuhr des unteren seitlichen Ventilators profitieren.

Auch unter 5 Volt sind die Temperaturen noch gut, lediglich die CPU wird hier um 9 Grad Celsius wärmer. Unsere Testgrafikkarte lässt sich von der reduzierten Umdrehungsgeschwindigkeit faktisch nicht beeindrucken, auch das darf als Verdienst des unteren, in der linken Seitenwand untergebrachten Lüfters gelten.

Leistungsaufnahme

Die Leistungsaufnahme wurde gemessen, während sich nur das Netzteil im Gehäuse befand und die Lüfter respektive eventuelle Beleuchtungen mit Strom versorgte. Eine eventuell vorhandene Lüftersteuerung im Probanden wurde genutzt, allerdings auf Maximalstellung je einmal mit fünf und einmal mit zwölf Volt angesteuert. Die zusätzliche Lüftersteuerung aus dem Testsystem kam nicht zum Einsatz. Um den Eigenverbrauch des Netzteil aus dem Gesamtverbrauch des Gehäuses heraus zu rechen, wurde vorher das Netzteil alleine vermessen. Das Ergebnis der Messung betrug etwa 4,5 Watt und wird bei jeder Messung im Gehäuse vom Gesamtverbrauch subtrahiert.

Leistungsaufnahme
Angaben in Watt (W)
  • 5 Volt:
    • BitFenix Merc Beta
      0,5
    • Antec Solo II
      1,2
    • SilverStone TJ08B-E
      1,4
    • MS-Tech CA-0210
      1,9
    • Corsair Carbide 400R
      2,4
    • Lian Li Z70
      2,4
    • MS-Tech CA-0300 NG
      2,7
  • 12 Volt:
    • BitFenix Merc Beta
      1,1
    • Antec Solo II
      2,5
    • SilverStone TJ08B-E
      5,8
    • Corsair Carbide 400R
      6,1
    • MS-Tech CA-0210
      6,8
    • Lian Li Z70
      8,1
    • MS-Tech CA-0300 NG
      8,9

Beleuchtetet Lüfter verlangen nach zusätzlicher Energie, das ist auch beim MS-Tech CA-0300 NG nicht anders. Die drei rot illuminierten 120-mm-Lüfter brauchen dabei in allen Lebenslagen mehr Leistung als die insgesamt sechs unbeleuchteten Ventilatoren des Lian Li Z70 (ComputerBase Test [5])!

Fazit

MS-Tech ist mit dem CA-0300 NG ein moderner und gut ausgestatteter Midi-Tower gelungen. Um den Klassenprimus BitFenix Shinobi (ComputerBase Test [6]) in die Schranken zu weisen, reicht es allerdings nicht.

Liegt MS-Tech in Sachen Ausstattung (von einer USB-3.0-Schnittstelle am Frontpanel können Besitzer des Shinobi bis jetzt nur träumen) und dem modern gestalteten Innenraum noch vor der Konkurrenz, muss das CA-0300 NG dann bei der Verarbeitung Federn lassen. Schwergängige Rändelschrauben, teils scharfe Kanten im Innenraum und ein nur mehr schlecht als recht passendes linkes Seitenteil zeugen davon, dass es bei der Qualitätskontrolle doch eher lax zugeht.

Das ist eigentlich sehr schade, denn der Hersteller hat ansonsten ein rundes Paket geschnürt, das den Ansprüchen vieler Sparfüchse sicher mehr als nur gerecht wird. Die Temperaturen sind grundsätzlich nicht schlecht; speziell die Erweiterungskarten und das Mainboard können dabei von den seitlichen Lüftern profitieren. Eigentlich wäre das CA-0300 NG auch bei der Lautstärke durchaus brauchbar, wenn da nicht der nervige klackernde Lüfter in der linken Seitenwand wäre. Wir unterstellen hier einfach mal einen Einzelfall, denn bisher waren die von uns getesteten Ventilatoren des Herstellers immer ohne Fehl und Tadel.

MS-Tech CA0300 NG
MS-Tech CA0300 NG

Bei den Befestigungsmechanismen vertraut MS-Tech auf die guten alten Schrauben und fährt gut damit. Hervorzuheben ist in jedem Fall noch die Entkopplung der 5,25"-Geräte, ein Feature, welches man selbst bei erheblich teuren Gehäusen nur höchst selten antrifft. Auch der modernisierte Innenraum mit seinen soliden Festplattenschlitten hat uns gut gefallen, die Möglichkeiten des Kabelmanagements allerdings weniger. Hier könnte der Hersteller gerne noch nacharbeiten. Der vorhandene Kabelkanal ist nicht annähernd ausreichend, um alle Kabel eines durchschnittlichen Systems aufnehmen zu können.

Letztlich könnte das MS-Tech CA-0300 NG für einen Preis von knapp unter 50 Euro eine durchaus gute Alternative zum Shinobi sein, die Mängel in der Verarbeitung verwehren dem Midi-Tower allerdings höhere Weihen. Hier ist der Hersteller ganz klar gefordert, die Qualitätskontrolle deutlich zu verbessern. Die Konkurrenz ist auch in der 50-Euro-Klasse mittlerweile so groß, dass kein Anwender mehr schlecht eingepasste Bauteile und scharfe Kanten hinnehmen muss. Mit einer entsprechenden Verarbeitung wäre hier für das CA-0300 NG mehr drin gewesen. Schade.

Das Testmuster für den heutigen Test wurde uns freundlicherweise von MS-Tech [7] zur Verfügung gestellt.

Preisvergleich

URL-Liste

  1. http://www.computerbase.de/2011-03/bericht-gehaeusetests-2011/
  2. http://www.geeks3d.com/20100419/tool-furmark-1-8-2-available/
  3. http://www.computerbase.de/downloads/software/systemueberwachung/prime95/
  4. http://www.computerbase.de/downloads/software/systemueberwachung/everest/
  5. http://www.computerbase.de/2011-10/test-lian-li-z70/#abschnitt_einleitung
  6. http://www.computerbase.de/2011-06/test-bitfenix-shinobi/
  7. http://www.ms-tech.de/ger/index.php/
  8. http://www.computerbase.de/preisvergleich/680635
  9. http://www.computerbase.de/preisvergleich/674463
  10. http://www.computerbase.de/preisvergleich/674432