Ressourcen sollen gebündelt werden

AT&T und Deutsche Telekom planen Joint Venture

In den Bemühungen von AT&T und der Deutschen Telekom in Bezug auf den Kauf von T-Mobile USA zeichnet sich eine neue Lösung ab, berichtet das Wall Street Journal. Demnach entwickeln beide Unternehmen derzeit ein Szenario, in dem die nordamerikanische Mobilfunktochter der Telekom nicht verkauft wird.

Statt dessen soll T-Mobile USA in einem Joint Venture mit AT&T aufgehen, womit der Zugriff auf die wichtigen Mobilfunkfrequenzen möglich wäre. Würde dieser Plan umgesetzt, so die Quellen, bliebe T-Mobile USA weiterhin ein Teil des Deutsche-Telekom-Konzern, wird allerdings wie zuletzt als komplett eigenständiges Unternehmen geführt.

Weitere Einzelheiten sind bislang nicht bekannt, auch der Stand der Planungen ist derzeit nicht abschätzbar. Eine Entscheidung dürfte jedoch frühestens Mitte 2012 fallen, da zuerst das Urteil der im Februar beginnenden Gerichtsverhandlung zwischen dem US-Justizministerium auf der einen und AT&T und Deutsche Telekom auf der anderen Seite abgewartet werden soll. Wie dieses aussehen wird, kann derzeit nur schwer eingeschätzt werden.

Ursprünglich hatten die Deutsche Telekom und AT&T Mitte März verkündet, dass T-Mobile USA für 39 Milliarden US-Dollar an AT&T verkauft werden solle. Aufgrund kartellrechtlicher Bedenken hatten die Telekommunikationsaufsicht FCC sowie die US-Justizbehörde Einspruch gegen den Kauf eingelegt. Die beteiligten Unternehmen hatten jedoch immer wieder betont, dass sowohl die Wirtschaft als auch der Netzausbau von der Übernahme profitieren würden.