Bis zu 50 Prozent weniger

Asus drosselt Mainboard-Produktion

Aufgrund der schwachen Nachfrage nach PC-Komponenten im vierten Quartal 2011 infolge der deutlich gestiegenen Festplattenpreise als Auswirkung auf die Flutkatastrophe in Thailand hat Asus mit der Drosselung seiner Mainboard-Produktion für das aktuelle Quartal begonnen.

Insgesamt sollen im laufenden ersten Quartal nur noch drei bis 3,5 Millionen Hauptplatinen hergestellt werden; deutlich weniger als die bislang zum Ziel gesetzten fünf bis sechs Millionen. Dies berichtet zumindest DigiTimes unter Berufung auf Zulieferer. Die für das erste Vierteljahr erwarteten Absatzmengen seien aber nicht in Gefahr, so die Meldung. Denn derzeit betrage der Bestand an im vierten Quartal 2011 produzierten Boards etwa eine Million Exemplare, die nun durch die Produktionssenkung schneller abverkauft werden sollen.

Von diesem Schritt betroffen sein sollen auch zahlreiche Lieferanten, darunter AMD und Intel. Beide Unternehmen beliefern Asus mit Chipsätzen, die Bestellungen sollen nun aber nur noch 500.000 bis 700.000 (AMD) respektive 2,5 bis 2,8 Millionen (Intel) Stück umfassen. Als Folge dessen kann man auch im ersten Quartal 2012 von schlechteren als bislang erwarteten Ergebnissen ausgehen. Intel hatte bereits Mitte Dezember die Umsatzprognose für die letzten drei Monate des vergangenen Jahres um eine Milliarde auf 13,7 Milliarden US-Dollar gesenkt.

Durch den mehrwöchigen Produktionsausfall in thailändischen Fertigungsanlagen von Seagate und Western Digital waren die Preise für Festplatte regelrecht explodiert. Betroffen davon sind nahezu alle Hersteller von Komplettsystemen oder Einzelkomponenten, da die gestiegenen Laufwerkspreise eine deutlich sinkende Nachfrage zur Folge hatten. Diesen Rückgang will man nun mit verschiedenen Mitteln in den ersten Monaten des noch jungen Jahres möglichst wieder ausgleichen, unter anderem sollen die Preise für Sandy-Bridge-CPUs sinken.

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