Effektiver Speichertakt bei 8 GHz

Radeon HD 7970 auf 1,7 GHz GPU-Takt gebracht

In unserem Test deutete sich bereits das enorme Taktpotenzial der „Tahiti“-GPU von AMDs neuer Radeon HD 7970 an. Ein voraussichtlich mit 1.335 MHz taktendes Modell von Sapphire unterstreicht diese These. Dass offenbar noch weitaus höhere GPU-Frequenzen machbar sind, zeigt nun ein Übertaktungsergebnis mit satten 1,7 GHz.

Wie MyDrivers berichtet, erreichte der in der Szene bekannte Overclocker Shamino mit Hilfe einer ordentlichen Spannungsanhebung per Voltage-Mod sowie extremer Kühlung (LN2) zunächst 1.650 MHz für die GPU, während der Speichertakt auf 1.700 MHz (effektiv 6.800 MHz) getrieben wurde. Nach weiteren Zwischenschritten meldete GPU-Z schließlich rekordverdächtige 1.700 MHz für die 28-nm-GPU und 2.000 MHz (effektiv 8.000 MHz) für den GDDR5-Speicher. Die von AMD vorgesehenen Standardfrequenzen einer HD 7970 liegen hingegen bei 925 MHz (GPU) und 1.375 MHz (Speicher).

Rekordergebnis im 3DMark 11
Rekordergebnis im 3DMark 11

Bei diesem Takt gelangen offenbar Durchläufe in zwei der einschlägig bekannten 3D-Benchmarks aus dem Hause Futuremark. Mit 15.063 Punkten im Performance-Setting des 3DMark 11 sowie 54.725 Punkten im Pendant des 3DMark Vantage erzielte man demnach neue Bestwerte für Single-GPU-Grafikkarten und lässt bisherige Rekorde mit Nvidias GeForce GTX 580 hinter sich. Für das Ergebnis im 3DMark Vantage musste der Speichertakt aber offenbar leicht (um 20 MHz) reduziert werden.

Rekordergebnis im 3DMark Vantage
Rekordergebnis im 3DMark Vantage
Testaufbau mit Radeon HD 7970
Testaufbau mit Radeon HD 7970

Dies zeigt das Taktpotenzial der neuen 28-nm-GPUs von AMD. Bedenkt man, dass sich die Fertigung im Laufe der Zeit noch verbessern wird und die Karten erst in den Startlöchern stehen – der Marktstart ist für den 9. Januar geplant –, so ist voraussichtlich damit das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. Für den „normalen“ Übertakter dürften aber Resultate unter herkömmlicher Luft- oder Wasserkühlung interessanter sein. Beim Übertaktungsversuch mit unserem Testexemplar konnten wir mit dem Standardkühler problemlos ein Taktplus von 200 MHz (1.125 MHz) erzielen, wobei das Treiberprogramm das Einstellen von womöglich höheren lauffähigen GPU-Frequenzen verhinderte.

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