Notebook-CPUs besser, Desktop und Server schlechter

AMDs Prozessor-Marktanteile legen leicht zu

Wie die Marktforscher von IDC ermittelt haben, konnte AMD seinen Marktanteil im Jahr 2011 im Bereich Notebook ordentlich steigern, musste dafür im Desktop- und Server-Geschäft aber weiter leicht Federn lassen. Unterm Strich konnte man im Gesamtjahr so etwas Boden auf Intel gutmachen.

Der Prozessormarkt boomt, analysierten die Marktforscher der International Data Corporation (IDC). Mit einem Wachstum von über neun Prozent beim durchschnittlichen Verkaufspreis (ASP) eines Prozessors war es ein wirtschaftlich erfolgreiches Jahr. Insbesondere das Wachstum mit Prozessoren im Server-Segment von neun Prozent trug dazu bei, der Notebook-Markt wuchs mit 3,9 Prozent lediglich leicht mehr als der Desktop-Markt für Prozessoren, der noch 2,7 Prozent zulegen konnte.

Exakt in den beiden ersten Bereichen hat AMD im Jahr 2011 seine neuen Produkte aufgestellt, die auch erste Früchte tragen, wenn es um die Analysen der Marktanteile geht. Im Notebook-Geschäft konnte man den Marktanteil um 2,7 auf 16,0 Prozent ausbauen, im Server-Geschäft musste man aufgrund der Verspätung von „Bulldozer“ aber einen weiteren Rückgang um 1,5 auf gerade noch 5,5 Prozent Marktanteil für das Gesamtjahr 2011 verbuchen. Intel kam in den beiden Märkten dank einem Verlust von 2,6 Prozent bei Notebooks respektive einem Gewinn von 1,5 Prozent bei Servern auf 83,3 beziehungsweise 94,5 Prozent Marktanteil.

Die „Bulldozer“-Verschiebung seitens AMD und die starken Mainstream-Produkte von Intel rund um die „Sandy Bridge“ sorgten auch in dem Markt, in dem AMD bisher immer den höchsten Marktanteil hatte – dem Desktop-Geschäft – für eine weitere Verschiebung zu Gunsten von Intel. Während diese um 1,7 Prozent zulegen konnten, verlor AMD 1,6 Prozent, sodass die Marktanteile im Jahr 2011 73,8 Prozent für Intel zu 26,0 Prozent für AMD betragen haben.

Unterm Strich konnte AMD dank der höheren CPU-Preise und Umsätze aber zulegen. Denn die Marktanteile werden in der Regel über die erzielten Umsätze ermittelt, diese stiegen im Jahr 2011 um 13,2 Prozent gegenüber dem Jahr 2010 auf ein Gesamtvolumen von 41 Milliarden US-Dollar an. Mit einem Marktanteil von 19,7 Prozent konnte man sich 2011 gegenüber 2010 um 0,7 Prozent verbessern. Intels Marktanteil ging um 0,6 auf 80,1 Prozent zurück. Das vierte Quartal des letzten Jahres zeigte zudem, dass AMDs Anstrengungen bei den Notebooks und Server-CPUs langsam weitere Früchte tragen. Mit 17,6 und 5,7 Prozent liegt man dort über dem Jahresschnitt von 16,0 und 5,5 Prozent, dafür liegt mit 23,8 Prozent der Desktop-Bereich wiederum deutlich unter den 26 Prozent des Gesamtjahres.

Für das aktuelle Jahr 2012 erwarten die Marktforscher weiteres Wachstum im Prozessormarkt, derzeit wird von 5,1 Prozent mehr ausgelieferten Stückzahlen ausgegangen. Die Aussichten dabei sind zudem positiver als noch zuvor, die Festplattenkrise habe keine großen Auswirkungen, auch gehe es mit der Konjunktur und Nachfrage in den USA und auch Europa eher aufwärts denn bergab. Anpassungen an der Prognose wolle man offiziell aber erst nach dem ersten Quartal des Jahres vornehmen.