iOS und WP7 stabil, BlackBerry verliert deutlich

Entwicklerinteresse an Android sinkt leicht

Die vierteljährlich von Appcelerator und IDC gemeinsam durchgeführte Studie „Mobile Developer Report“ gilt als aussagekräftiger Gradmesser für das Interesse der Entwickler an den verschiedenen Mobilplattformen. Dabei zeigt sich, dass das Interesse an Android erneut gesunken ist.

Im Vergleich zu anderen Untersuchungen wurden hier erneut nicht nur nach Betriebssystemen, sondern zusätzlich auch nach Tablet und Smartphone unterschieden. Insbesondere dadurch wird deutlich, dass zahlreiche Entwickler die beiden Kategorien trotz identischer Software-Basis getrennt betrachten.

Führend in der Gunst ist nach wie vor Apples iOS. Insgesamt 89 Prozent der 1.869 Befragten gaben an, sehr interessiert an der Entwicklung von iPhone-Apps zu sein, 88 Prozent immerhin auch an iPad-Apps. Während der Zuspruch zum Smartphone im Vergleich zum vierten Quartal leicht zurückging, blieb der Wert beim Tablet stabil.

Anders sieht es da beim Konkurrenten Android aus. Hier sank das Interesse an der Smartphone-Entwicklung um vier Prozentpunkte auf 79 Prozent, beim Tablet um zwei Prozentpunkte auf 66 Prozent. Noch deutlich geringer ist die Begeisterung für Tablets auf Basis von Android 4.0: Nur rund die Hälfte (51 Prozent) der Befragten gab an, sehr interessiert zu sein.

Im Vergleich zu den übrigen berücksichtigten Plattformen ist dies aber immer noch ein gutes Resultat. So kam Windows Phone 7 auf nur 37, BlackBerry OS für Smartphones auf 16 Prozent. Das Interesse an letzterer Plattform hat sich somit seit dem dritten Quartal 2011 mehr als halbiert. Im Gegenzug dazu sieht der Zuspruch zum PlayBook, dem derzeit einzigen BlackBerry-Tablet, mit elf Prozent relativ stabil aus – nicht zuletzt aufgrund der gerade veröffentlichten Version 2.0 des Betriebssystems.

Von einem Schattendasein kann man bei webOS und Symbian sprechen. Während das Interesse an ersterem System bei jeweils acht Prozent (Smartphones und Tablet) liegt, kommt Symbian wie im Vorquartal auf sieben Prozent. Zumindest bei Symbian dürfte die Entwicklung der kommenden Monate klar negativ sein, webOS hingegen könnte von der Umstellung auf Open Source profitieren.

Im Fokus dürfte aber Android stehen. Der Untersuchung zufolge ging das Interesse zum vierten Mal zurück, trotz des im gleichen Zeitrahmen deutlich gewachsenen Marktanteils. Zurückgeführt wird dies auf die oft genannte Fragmentierung, bei der es sich aus Sicht der Entwickler immer noch um ein ernsthaftes Problem handelt, welches Google nicht lösen kann oder will. In den vergangenen Wochen wurde mehrfach deutliche Kritik an den zahlreichen Konfigurationen und dem damit verbundenen hohen Aufwand geäußert.

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