AVM zielt auf das Smart Home mit Home Automation

Intelligente Steckdosen, neue Fritz!Box und Fritz!OS von AVM

Dass AVM auf der CeBIT die neue Fritz!Box 6842 LTE, Fritz!Box 6810 LTE sowie Fritz!OS mit MyFritz! vorstellen würde, war bereits vorab bekannt gegeben worden. Neu sind jedoch die intelligenten Steckdosen von AVM, die sich mit Netzwerkprodukten von AVM vernetzen und den Trend des „Smart Home“ bzw. „Home Automation“ aufgreifen.

Fritz!Powerline 546E kombiniert Powerline mit WLAN und zwei LAN-Anschlüssen. Per Powerline werden Übertragungsraten von bis zu 500 MBit/s erreicht, über WLAN N bis zu 300 MBit/s. Über die beiden LAN-Anschlüsse lassen sich zudem weitere, nicht WLAN-fähige Geräte ins Netzwerk einbinden. Mit dem Fritz!DECT Repeater 230 kann die DECT-Reichweite zum Telefonieren erhöht werden. Neu ist dabei vor allem, dass Telefonate trotz Repeater abhörsicher verschlüsselt werden und HD-Telefonie möglich wird.

Interessant werden beide Geräte aber vor allem durch die intelligente Steckdose, die sich mit PC, Telefon oder Smartphone steuern lässt – auch von unterwegs. Für Smartphones kommt erstmals eine App im HTML5-Format zum Einsatz. Über diese integrierte Steckdose können angeschlossene Geräte mit bis zu 16 Ampere geschaltet werden. Gleichzeitig wird der Energieverbrauch gemessen und aufgezeichnet. Die Ein- und Ausschaltzeiten der angeschlossenen Geräte lassen sich beispielsweise über einen Google-Kalender synchronisieren oder anhand des astronomischen Kalenders an den Sonnenunter- und -aufgang koppeln. Eine Reaktion auf akustische Signale, welche dem Einbruchschutz dienen könnte, wurde ebenso wie eine temperaturgesteuerte Schaltung integriert. Eine automatische Erkennung des Standbys angeschlossener Geräte reduziert den Stromverbrauch. Und damit man über all dies stets informiert ist, können die Geräte auf Wunsch Status-Mails versenden.

Zusätzlich zum Fritz!DECT Repeater 230 wird auch eine günstigere Variante ohne Repeater-Funktion, die Fritz!DECT 230, eingeführt, welche eine intelligente Steckdose über DECT ULE (Ultra-low Energy) in das Heimnetz einbindet. Die Preisempfehlungen belaufen sich auf 119 Euro für die Fritz!Powerline 546E, 89 Euro für den Fritz!DECT Repeater 230 und 49 Euro für die Fritz!DECT 230.

Mit der Fritz!Box 3390 und 7360 hat AVM zudem zwei neue Produkte für den (V)DSL-Anschluss für bis zu 100 MBit/s vorgestellt. Die neue Fritz!Box 3390 setzt im Heimnetz auf zwei WLAN-Netze mit je 450 MBit/s gleichzeitig im 2,4- und 5-GHz-Band, vier Gigabit LAN-Anschlüsse und zwei USB-Anschlüsse. Die neue Fritz!Box 7360 soll einen preisgünstigeren Einstieg als die FritzBox 7390 bieten und verfügt über WLAN N, vier LAN-Anschlüsse (2x Gigabit, 2x Fast Ethernet), zwei USB-Anschlüsse, DECT und einen Anschluss für analoge Endgeräte. Die Fritz!Box 7360 wird voraussichtlich im zweiten Quartal für 198 Euro erhältlich sein, die Fritz!Box 3390 im Laufe des dritten Quartals.

AVMs immer umfangreichere Firmware für die hauseigene Fritz!Box-Serie trägt ab sofort den Namen Fritz!OS und ist für alle Käufer der Fritz!Box 7390 ab sofort in der Version 5.20 erhältlich. Weitere Modelle sollen später folgen, bei der Fritz!Box 7270 werden jedoch nur die Revisionen 2 und 3 mit dem Update ausgestattet. Die erste Gerätegeneration (v1) wird aus technischen Gründen nicht versorgt. Neben dem neuen Dienst MyFritz!, mit dem man von unterwegs geschützten und von den Einstellungen der Fritz!Box entkoppelten Zugriff auf die heimische Fritz!Box erhält, stehen Neuerungen wie die Synchronisation mit Online-Telefonbüchern, verbessertes Wake On LAN, die Nutzung eines bestehenden Internetzugangs eines anderen WLAN-Routers über WLAN (beispielsweise wenn der eigene Zugang ausfällt oder noch nicht eingerichtet ist) oder der Gastzugang per LAN im Vordergrund.

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