Test: Samsung Wave III S8600 (3/6)

Nicht iOS, nicht Android: Bada!
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Bedienung & Oberfläche

Samsung hat seinem eigenen Betriebssystem in Version 2.0 ein wesentliches Facelift verpasst – sowohl optisch als auch funktional. Wie Eingangs erwähnt nähert sich Bada im ersten Punkt mit seiner Bedienoberfläche unverkennbar der TouchWiz 4.0-UI, die Samsung seinen Android-Smartphones aufsetzt. Die Ähnlichkeit reichen nicht nur über das rein Äußerliche der Icons teilweise bis hin zum Design der App-Inhalte, wie beispielsweise dem Telefon oder dem Kalender. Aufgrund der unterschiedlichen Betriebssysteme sind einige Elemente nicht vollkommen identisch, die Bedienung erfolgt teilweise jedoch ähnlich, gar gleich. Dies erleichtert Umsteigern das schnelle Einfinden in Bada.

Screenshot – Bada 2.0
Screenshot – Bada 2.0
Screenshot – Bada 2.0

Screenshot – Bada 2.0
Screenshot – Bada 2.0

Screenshot – Bada 2.0
Screenshot – Bada 2.0

Auch unter der Haube hat Samsung einiges verbessert: Neben neuen Widgets für den Homescreen gibt es nun die Möglichkeit, sich auf einem eigenem Homescreen – nur für eben diese Helferprogramme gedacht – eine kleine Anzahl anzuordnen und anzeigen zu lassen. Dieser Bildschirm lässt sich von oben nach unten durchlisten, woraus mehr Platz auf den Homescreens für beispielsweise App-Verknüpfungen bleibt. Ähnlich wie auch bei den hauseigenen „Androiden“ lassen sich durch eine Pinch-to-zoom-Geste sämtliche verwendeten Homescreens zeigen. Dies erleichtert das schnelle Wechseln zwischen „entfernteren“ Startbildschirmen.

Der Hersteller legt scheinbar großen Wert auf die Vernetzung und Kommunikation der Nutzer. So liefert er auch bei Bada zwei Hubs – „Social“ und „Music“ – mit. Dadurch können Nutzer unter anderem ihre sozialen Netzwerke oder E-Mails über eine Applikation verwalten. Ebenfalls zum Einsatz kommt der „WhatsApp“-Konkurrent „ChatON“. Dabei handelt es sich um einen plattformübergreifenden Messenger können für das Senden von Nachrichten und Medien über das Internet. Auch der werksseitige „Windows Live Messenger“ unterstreicht den kommunikativen Aspekt ein weiteres Mal.

Screenshot – Bada 2.0
Screenshot – Bada 2.0
Screenshot – Bada 2.0

Screenshot – Bada 2.0
Screenshot – Bada 2.0

Screenshot – Bada 2.0
Screenshot – Bada 2.0

Eine große Neuerung gegenüber dem Vorgänger stellen die eingebauten Sprachbefehle dar, die sich per zweifachem Druck auf die Home-Taste oder über eine Verknüpfung im Menü öffnen lässt. Zwar sind die Möglichkeiten hier in der aktuellen Version nicht so vielseitig wie bei Apples Gegenstück „Siri“ auf dem iPhone 4S, die bisher verfügbaren Features gehen aber gut und schnell von der Hand. So lassen sich eine Suche innerhalb der installierten Programme oder im Internet vollziehen, Nachrichten schreiben oder schlicht Kontakte anrufen.

Bada löst gängige Szenarien schnell und unkompliziert und ermöglicht somit eine einfache Bedienung, die unter anderem von der Schnellstartleiste am oberen Bildschirmrand unterstützt wird. Auch die Übersichtlichkeit kommt bei Bada nicht zu kurz: Alles hat seinen Platz und ist klar strukturiert. Doch Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel und so sind einige Programme, wie zum Beispiel der Browser oder der App Store in puncto Komfort und Geschwindigkeit noch ausbaufähig.

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