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Test: Samsung Wave III S8600

von Mahir Kulalic

Vorwort

Mit dem Wave III leitet der südkoreanische Hersteller Samsung eine neue Ära für sein hauseigenes Betriebssystem Bada ein. Dieses, inzwischen bei Version 2.0 angekommen, nähert sich vor allem optisch immer mehr dem äußeren Erscheinungsbild der Samsung'schen Android-Boliden à la Galaxy S II [1] an. Oft wurden wir von Außenstehenden gefragt, ob das System aus dem Hause Google installiert sei.

Samsung Wave III
Samsung Wave III

Doch neben Änderungen an der Software verfolgt der Hersteller erneut das Ziel, über einen günstigen Preis zu punkten, der oft unter dem liegt, was die Konkurrenz für ihre Geräte verlangt. Erste Früchte trug die Idee bereits im Jahr 2010, als die Koreaner mit dem ersten Wave [2] eine beachtliche Anzahl an Verkäufen vorweisen konnten – vor allem in Anbetracht des bis dato unbekannten und noch weniger umfangreichen Ökosystems rund um Bada.

Ob das Konzept im schnelllebigen und stark gewachsenem Smartphone-Markt des Jahres 2012 ein weiteres Mal das Potential zum Erfolg hat, klären wir im Testbericht.

Unser Testgerät wurde uns freundlicherweise von Cyberport [3] zur Verfügung gestellt.

Spezifikationen & Lieferumfang

Die Spezifikationen und technischen Daten des Wave3 auf einen Blick:

Samsung S8600 Wave3
Typ: Smartphone, Barren
OS: Bada 2.0
Display:
(Auflösung)
4", Super AMOLED
480 × 800
Display-Art: Touchscreen, kapazitiv
Bedienung: Touchscreen, Knopfreihe
CPU / Chip: Single-Core, 1400 MHz
Speicher: ca. 3 GByte verfügbar, per microSD um bis zu 32 GB erweiterbar
Verbindungen: GPRS/EDGE/UMTS/HSPA/WLAN/Bluetooth
Kamera: 5 Megapixel rückseitig, Videoaufnahme in HD (1.280 x 720 Pixel)
Akku (mAh): 1500 mAh
Abmessung: 126 × 64 × 10 mm
Gewicht: 129 Gramm
Audio: .aac, .amr, .ogg, .m4a, .mp3, .wav, .wma
Video: .3gp, .3g2, .mp4, .wmv
Lieferumfang: Gerät, Netzteil, Akku, Headset (3,5mm)

Wave III im Überblick

Design & Verarbeitung

In puncto Design orientiert sich der neue Anführer der Bada-Riege merklich an den Vorgängern, setzt jedoch auch klar eigene Akzente. Aufgrund des bronzenen Aluminium-Gehäuses ist eine Ähnlichkeit zu den Vorgängern offensichtlich, wodurch sich das Smartphone nahtlos in die entsprechende Designlinie des koreanischen Giganten einordnet. Unterschieden finden sich mehr im Detail. In wie fern das nun als Pro oder Kontra gesehen wird, liegt im Auge des Betrachters.

Etwas objektiver lässt sich die Verarbeitung des Gehäuses bewerten. Aufgrund des verwendeten Aluminiums, wie bei einigen Vertretern aus der Wave-Reihe verwendet, dürfte hier der heiß diskutierte Kritikpunkt des „Plastikbombers“ wegfallen. Die Front wird, wie für ein heutiges Smartphone üblich, vom Touchscreen – hier mit 4 Zoll Diagonale – dominiert. Dieses ist nahtlos in das Gehäuse eingelassen und zeigt keinerlei Spuren von ungleichmäßigen Spaltmaßen, hier leistet der Hersteller absolut tadellose Arbeit.

Auch die Rückseite sitzt fest und sicher, erst nach genauem Hinsehen wird deutlich, dass sich diese öffnen lässt. Hierfür hat sich Samsung sehr großes Lob verdient. Das Gerät wirkt sehr stabil und tough, gleichzeitig aber sehr elegant und hochwertig, aufgrund der Aluminiumelemente und der geringen Bauhöhe. Die Rückseite ist über einen Schiebemechanismus angebracht und lässt sich für den Akkutausch und das Einsetzen der SIM-Karte empor schieben, nicht jedoch abnehmen. In weiten Teilen erweckt das stabile Wave3, unter anderem durch diese Konstruktion bedingt, den Eindruck eines Unibody-Gehäuses aus einem Guss.

Samsung Wave III
Samsung Wave III

Unter dem Super AMOLED-Display finden sich die Bedientasten, in Form von einem physischen Home-Button und zwei kapazitiven Tasten für Anrufannahme und -auflegen. Letztere dient auch dem Beenden von offenen Apps. Auf der rechten Seite findet sich der Power-Button, links die Lautstärke-Wippe. Die Unterseite beherbergt den microUSB-Anschluss sowie den 3,5mm-Klinkenstecker für Kopfhörer. Auf der Rückseite findet sich die Kamera samt LED-Licht sowie der Lautsprecher. Alle physischen Knöpfe lassen sich gut bedienen: Der Druckpunkt ist knackig, die Tasten schlagen ausreichend schnell an. Die kapazitiven Tasten benötigen ein wenig Einarbeit, sind aber nach kurzer Zeit kein Hindernis für den Arbeitsfluss.

Alles in allem lässt die Verarbeitung des Gerätes keinerlei Wünsche offen. Sämtliche Elemente sitzen fest, durch die abgerundete Rückseite liegt das Gerät zu dem angenehm in der Hand. Die 128 Gramm Gewicht sind stören weder bei längerer Bedienung noch bei beim Transport in der Hosentasche.

Display

Beim Display kommt ein alter Bekannter zum Einsatz: Das 4 Zoll große Super AMOLED-Display mit der Auflösung von 480 × 800 Pixeln ist bereits vom 2 Jahre alten Galaxy S [4] aus gleichem Hause bekannt. De Hersteller bewirbt seine AMOLED-Panels mit besonders gutem Kontrast, starken Blickwinkel und einem „wirklichen“ Schwarz. Oft kritisiert werden die Bildschirme hingegen für übersättigte, unnatürliche Farben, die kürzeren Lebenszeit der Pixel oder der mäßigen Darstellung weißer Fläche. Bei Samsungs Super AMOLED-Displays wird zudem auch die verwende PenTile-Matrix des Panels kritisiert, wodurch die reelle Auflösung aufgrund einer veränderten Anordnung der Subpixel unter der angegeben liegt.

Doch welche Eigenschaften treffen wirklich auf das Display zu, welche Vor- und Nachteile bietet es? Bereits im Bootvorgang, spätestens allerdings bei fertig geladenem Betriebssystem, fällt die angesprochene, betonte Farbdarstellung auf. Vor allem bei der Betrachtung von Bildern oder Videos wirkt die Sättigung unnatürlich und zu stark. Dies fällt besonders im Vergleich zu LC-Displays der Konkurrenz auf, wie etwa dem IPS-Pendant des Apple iPhone 4S [5]. An den eigenen Präferenzen ist jedoch letzten Endes festzumachen, welche Bedeutung die Farbdarstellung für die Alltagsnutzung hat.

Samsung Wave III
Samsung Wave III

Bestätigen können wir auch die überragende Darstellung von „schwarz“. Während einige weniger hochwertige Bildschirme oft ein meist dunkles grau anzeigen, wirkt es hier angemessen satt und dunkel. Den hier möglichen Schwarzwert erreichen andere Displays, die nicht auf der AMOLED-Technologie aufbauen, in dieser Intensität nicht. Auch die Kontraste entpuppen sich als Realität und nicht nur als Werbung. Die Kontraste sind, typisch für einen AMOLED-Bildschirm, sehr hoch und präsentieren so eigentlich eine sehr gute und brillante Darstellung – wäre da nicht die übertriebene Farbsättigung, welche die Freude doch etwas eindämmt. Zudem lindert die verwendete PenTile-Matrix bei genauer Betrachtung die Qualität, da Schriften beispielsweise ausgefranzt wirken. Dies stört vor allen Dingen beim Lesen auf Internetseiten, während es in anderen gängigen Alltagsszenarien weniger ins Gewicht fällt.

Was uns während des Tests ebenfalls aufgefallen ist, dass der Bildschirm bei der Darstellung von großen weißen Flächen die Helligkeit herunterregelt – dadurch wirkt die Darstellung benebelt und das weiß wird nicht im Ansatz so kräftig und deckend dargestellt wie auf Pendants auf Basis anderer Technologien. Bei der Blickwinkelstabilität gibt sich das Display den Erwartungen entsprechend gut: Vor allem helle Bereiche verblassen zwar ein wenig, grundlegend verändert sich die Darstellung jedoch kaum. So können zum Beispiel auch mehrere Leute gleichzeitig ohne wirkliche Einschränkung Inhalte auf dem Touchscreen betrachten.

Bedienung & Oberfläche

Samsung hat seinem eigenen Betriebssystem in Version 2.0 ein wesentliches Facelift verpasst – sowohl optisch als auch funktional. Wie Eingangs erwähnt nähert sich Bada im ersten Punkt mit seiner Bedienoberfläche unverkennbar der TouchWiz 4.0-UI, die Samsung seinen Android-Smartphones aufsetzt. Die Ähnlichkeit reichen nicht nur über das rein Äußerliche der Icons teilweise bis hin zum Design der App-Inhalte, wie beispielsweise dem Telefon oder dem Kalender. Aufgrund der unterschiedlichen Betriebssysteme sind einige Elemente nicht vollkommen identisch, die Bedienung erfolgt teilweise jedoch ähnlich, gar gleich. Dies erleichtert Umsteigern das schnelle Einfinden in Bada.

Screenshot – Bada 2.0
Screenshot – Bada 2.0
Screenshot – Bada 2.0

Screenshot – Bada 2.0
Screenshot – Bada 2.0

Screenshot – Bada 2.0
Screenshot – Bada 2.0

Auch unter der Haube hat Samsung einiges verbessert: Neben neuen Widgets für den Homescreen gibt es nun die Möglichkeit, sich auf einem eigenem Homescreen – nur für eben diese Helferprogramme gedacht – eine kleine Anzahl anzuordnen und anzeigen zu lassen. Dieser Bildschirm lässt sich von oben nach unten durchlisten, woraus mehr Platz auf den Homescreens für beispielsweise App-Verknüpfungen bleibt. Ähnlich wie auch bei den hauseigenen „Androiden“ lassen sich durch eine Pinch-to-zoom-Geste sämtliche verwendeten Homescreens zeigen. Dies erleichtert das schnelle Wechseln zwischen „entfernteren“ Startbildschirmen.

Der Hersteller legt scheinbar großen Wert auf die Vernetzung und Kommunikation der Nutzer. So liefert er auch bei Bada zwei Hubs – „Social“ und „Music“ – mit. Dadurch können Nutzer unter anderem ihre sozialen Netzwerke oder E-Mails über eine Applikation verwalten. Ebenfalls zum Einsatz kommt der „WhatsApp“-Konkurrent „ChatON“. Dabei handelt es sich um einen plattformübergreifenden Messenger können für das Senden von Nachrichten und Medien über das Internet. Auch der werksseitige „Windows Live Messenger“ unterstreicht den kommunikativen Aspekt ein weiteres Mal.

Screenshot – Bada 2.0
Screenshot – Bada 2.0
Screenshot – Bada 2.0

Screenshot – Bada 2.0
Screenshot – Bada 2.0

Screenshot – Bada 2.0
Screenshot – Bada 2.0

Eine große Neuerung gegenüber dem Vorgänger stellen die eingebauten Sprachbefehle dar, die sich per zweifachem Druck auf die Home-Taste oder über eine Verknüpfung im Menü öffnen lässt. Zwar sind die Möglichkeiten hier in der aktuellen Version nicht so vielseitig wie bei Apples Gegenstück „Siri“ auf dem iPhone 4S, die bisher verfügbaren Features gehen aber gut und schnell von der Hand. So lassen sich eine Suche innerhalb der installierten Programme oder im Internet vollziehen, Nachrichten schreiben oder schlicht Kontakte anrufen.

Bada löst gängige Szenarien schnell und unkompliziert und ermöglicht somit eine einfache Bedienung, die unter anderem von der Schnellstartleiste am oberen Bildschirmrand unterstützt wird. Auch die Übersichtlichkeit kommt bei Bada nicht zu kurz: Alles hat seinen Platz und ist klar strukturiert. Doch Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel und so sind einige Programme, wie zum Beispiel der Browser oder der App Store in puncto Komfort und Geschwindigkeit noch ausbaufähig.

Performance & Alltag

Ausgestattet mit einem 1,4 Gigahertz schnellen Einkern-Prozessor gehört das Wave3 definitiv nicht zur Speerspitze des Smartphone-Marktes. Doch das neben der reinen Leistungsfähigkeit der Hardware auch die Optimierung von Software einen wichtigen Punkt ausmacht, zeigte die Vergangenheit regelmäßig. Bereits in der ersten Version lief Bada auf dem Samsung Wave überaus schnell. Daran hat sich auch bei der dritten Generation auf neuem Software-Stand nichts geändert.

In gängigen Alltagsszenarios lief das Wave3 flüssig, reagierte unverzüglich auf Eingaben und ließ wenig zu Wünschen übrig. Fotos lassen sich in wenigen Sekunden aufnehmen, der Wechsel zwischen geöffneten Programmen geht schnell von der Hand - aber auch der Erststart nimmt, je nach Applikation, höchstens einige Sekunden in Anspruch. Höchstens bei intensiveren Nutzung von Spielen oder Programmen benötigte das Geräte circa eine Sekunde, um wieder vollkommen flüssig zu laufen – dies ist aber definitiv die Ausnahme.

Samsung Wave III
Samsung Wave III

Der Hersteller ergänzt sein Smartphone auch durch einige nützliche Features für drahtlose Kommunikation. Durch „Wi-Fi Direct“ lassen sich bis zu acht Smartphones gleichzeitig zu einem kabellosen Netzwerk zusammenfügen. Den Job des Routers absolviert an dieser Stelle das Gerät selbst. Über „AllShare“ lassen sich per DLNA beispielsweise Videos drahtlos an einen Flachbildfernseher übertragen.

Ein großer Störfaktor in Anbetracht der konkurrierenden Plattformen bleibt allerdings auch einige Zeit nach dem Startschuss von Bada die schlechte und kleine Auswahl an Drittanbieter-Apps. Bis auf einige Dutzend Produkte von namhaften Entwicklern fehlt dem koreanischen Betriebssystem jegliche Qualität an funktioneller Software. Von Spielen für Zwischendurch über Navigation bis hin zu nützlichen Hilfsprogrammen für den Alltag sind empfehlenswerte Apps schlicht und ergreifend Mangelware oder gänzlich nicht vorhanden. Auch der Browser hinkt der Konkurrenz im Form von Apples Safari oder dem Android-Browser in puncto Bedienkomfort und Geschwindigkeit hinterher, wodurch sich Samsung im Vergleich mit der Konkurrenz selbst ein Bein stellt. Somit ist Bada Fluch und Segen zugleich: Schnell und effizient, allerdings mager in der Ausstattung und noch nicht so weit wie die Mitstreiter.

Samsung Wave III
Samsung Wave III

Aufgrund des vertretbaren Gewichtes von 129 Gramm fällt das Gerät weder störend in der Hosentasche noch im Betrieb auf. Etwas gewöhnungsbedürftig ist der Öffnungsmechanismus der Rückseite, welcher zugleich aber die angesprochenen Vorteile eines stabilen Gehäuses mitbringt. Die Lautsprecher des neuesten Bada-Sprösslings sorgten für ausreichende Lautstärke bei der Wiedergabe von Medien oder eingehen Anrufen, sollten aber für den längeren Hörgenuss eher durch den Anschluss von Kopfhörern übergangen werden.

Kamera

Auf der Oberseite der Rückseite findet sich die 5-Megapixel-Kamera samt LED-Licht für Foto- und Videoaufnahmen. Dass die reine Megapixel-Zahl nichts über die Qualität der Bilder aussagt ist bekannt. Vor allem in Anbetracht dieser Tatsache waren wir gespannt, welche Qualität die Kamera des Wave3 bietet. Im Vergleich zu anderen Herstellern bewirbt Samsung seine Kamera nicht mit Marketingnamen oder besonderen Funktionen.

Kamerafoto des Wave III
Kamerafoto des Wave III (Original-Download)

Zumindest bei Tageslicht zeigen die Fotos, dass dies auch nicht nötig ist. Zwar reicht die Qualität der Aufnahmen nicht an die von einigen Konkurrenten wie dem Nokia N8 [6] heran, für Schnappschüsse reicht die verbaute Kamera allerdings definitiv aus. Die Farben werden bei ausreichend Licht natürlich wiedergegeben. Details werden eingefangen, gehen jedoch bei größerer Distanz verloren, die Tiefenschärfe ist nicht sehr hoch. Aber die beste Kamera ist sprichwörtlich die, die man immer dabei hat und hier kann man das Wave3 klar punkten. Ebenfalls positiv aufgefallen ist der Touchfokus und die schnelle Aufnahme der Fotos, somit muss der Nutzer keine langen Wartezeiten auf sich nehmen und ein Objekt einzufangen. Bei schlechtem Licht ändern sich die Ergebnisse erwartungsgemäß. Ein großer Teil der Details geht verloren und auch das Bildrauschen nimmt stark zu. Auch die Farben werden schlechter und unnatürlicher wiedergegeben. In Anbetracht der kleinen Sensorgröße ist dies allerdings bei so gut wie allen Smartphones gängig und somit kein explizites Problem des Wave3.

Drahtlos & Laufzeiten

Während des Testbetriebs hielt der 1.500 mAh messende Akku das Gerät rund zweieinhalb Tage durchschnittlich vom Netz fern. Dadurch liegt die Akkulaufzeit teils deutlich über dem der Konkurrenten. Wir nutzten im Betrieb WLAN, das mobile Internet, sendeten und empfingen Mails, schossen Fotos mit der Kamera und kommunizierten per Telefonat und SMS. Die Displayhelligkeit ließen wir automatisch regeln. Die Akkulaufzeit lässt sich bei eingeschränkter Nutzung zudem verlängern, aber auch bei „normaler“ Nutzung erreicht das S8600 Werte der oberen Ränge.

Samsung Wave III
Samsung Wave III

Über WLAN, Bluetooth, GPS und UMTS kommuniziert Samsungs Bada-Flaggschiff mit der Außenwelt. Keine der Verbindungsarten bereitete während des Testzeitraums Probleme oder zeigte Schwächen. Die Stabilität des WLAN-Empfangs war auf einem guten Niveau und nahm erst bei größerer Distanz über mehrere Zimmer und Wände hinweg merklich ab, auch der Netzempfang war stets stabil, wir hatten keinerlei Netzabbrüche oder Fehler wie nicht gesendete SMS. Auch die Qualität der Telefonate lässt keine Wünsche offen – der Gesprächspartner klingt klar und natürlich sowie stets laut genug. Wir testeten im Netz von Vodafone und o2.

Fazit

Was lässt sich also nach einigen Wochen im Einsatz über das Samsung S8600 Wave III sagen? Zuerst einmal: Das Gerät punktet klar mit seiner guten Akkulaufzeit, dem stabilen und tadellosen Gehäuse und der schnellen Bedienung.

Doch die reine Hardware kann leider die Schwächen der Software nicht ausbügeln und so steht Samsung sich bei seinem Bada-Flaggschiff mit dem eigenen Betriebssystem selbst im Weg: Der Komfort der Anwendungen, die Samsung an die Gegenstücke auf den eigenen Android-Handys angelehnt hat, ist über weite Teile exzellent. Bei weiterer Betrachtung fallen aber auch Schwächen gegenüber konkurrieren Plattformen auf. Und nicht zuletzt die mangelnde App-Anzahl ist eine der größten Schwächen für ein Smartphone im Jahre 2012.

Samsung Wave III
Samsung Wave III

Dadurch dürfte das Wave III für feature-hungrige oder technik-affine Nutzer rausfallen. Gänzlich nicht empfehlenswert ist das koreanische Smartphone trotzdem nicht. Denn für jeden, der mit seinem Handy unterwegs immer erreichbar sein möchte, gelegentlich Fotos macht und vorwiegend in sozialen Netzwerken und dem Internet unterwegs ist, der findet beim S8600 ein rundes Gesamtpaket.

Wer also eher gängige Handyfunktionen samt Internet und einige wenige Apps nebenher als Anspruch an sein Smartphones stellt, findet hier eine ernsthafte Option. Diese Nutzer erhalten zudem eine brauchbare Kamera und eine gute Akkulaufzeit. Für anspruchsvollere Smartphone-Käufer empfehlen wir eher den Griff zu einem Gerät mit Android oder Windows Phone 7 in ähnlicher Preisklasse, wie zum Beispiel das Samsung Galaxy W oder das Nokia Lumia 710.

Verfügbarkeit & Preise

Unser Testgerät [7] startet im aktuellen Preisvergleich [8] bei 217,99 Euro.

URL-Liste:

  1. http://www.computerbase.de/2011-05/test-samsung-galaxy-s-ii-gt-i9100/
  2. http://www.computerbase.de/2010-09/test-samsung-wave-s8500/
  3. http://www.cyberport.de
  4. http://www.computerbase.de/2010-08/test-samsung-galaxy-s-i9000/
  5. http://www.computerbase.de/2011-11/test-apple-iphone-4s/
  6. http://www.computerbase.de/2010-12/test-nokia-c7-00-und-n8-00/
  7. http://www.cyberport.de/smartphone-und-foto/smartphones/A409-152/samsung-wave-iii-s8600-metallic-black.html
  8. http://www.computerbase.de/preisvergleich/679919
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