55 Zoll mit 3.840 × 2.160 Bildpunkten

Toshiba bringt 3D-TV ohne Brille nach Deutschland

Toshiba treibt die Entwicklung von brillenlosen, autostereoskopischen 3D-Geräten weiter voran und wird am 31. März erstmals einen derartigen Fernseher in den europäischen Markt einführen. Während die Japaner 2010 erst einmal mit 12 und 20 Zoll Vorlieb nehmen mussten, können europäische Kunden gleich zu 55 Zoll greifen.

Der Toshiba 55ZL2G wurde als Prototyp bereits im letzten Jahr auf der IFA in Berlin und CES in Las Vegas gezeigt und verfügt über ein Panel mit „Quad-Full-HD“-Auflösung von 3.840 × 2.160 Bildpunkten. Vor diesem befindet sich eine Schicht aus Miniaturlinsen, die unterschiedliche Perspektiven für das rechte und linke Auge erzeugt. Pro Zuschauer werden von der CEVO-Engine des Fernsehers neun solcher Perspektiven berechnet, damit der Zuschauer seinen Kopf bewegen kann ohne den 3D-Effekt zu verlieren. Insgesamt erzeugt der 55ZL2G fünf Zonen bestehend aus neun Perspektiven und analysiert zur Optimierung des 3D-Effekts mit Face-Tracking-Technik die Sitzposition der Zuschauer. Effektiv übrig bleibt dadurch bei 3D-Inhalten eine Auflösung von 1.280 x 720 Bildpunkten. Die starre Linsenstruktur erlaubt allerdings keine Anpassung an verschiedene Tiefenebenen, weshalb die Bilder für die hinterste Reihe der Zuschauer angepasst werden. Wer weiter vorne sitzt, muss entsprechend mit einem etwas schlechteren Bild auskommen.

Präsentation des Toshiba 55ZL2G
Präsentation des Toshiba 55ZL2G

Die CEVO-Engine ermöglicht es bei Bedarf auch, 2D-Inhalte in 3D umzurechnen, was aber kaum an die Qualität echter 3D-Inhalte heranreichen dürfte. Entscheidet man sich für die zweidimensionale Darstellung, wird das Bild durch die neue Version von Toshibas Resolution+ auf 3.840 × 2.160 Pixel respektive 8 Megapixel hochgerechnet. Da es sich beim 55ZL2G um ein High-End-Gerät handelt, ist der Funktionsumfang damit noch nicht am Ende. Mehrere Tuner für DVB-T/T2, DVB-C sowie DVB-S/S2, Smart-TV-Funktionen zum Zugriff auf Online-Inhalte, HbbTV-Unterstützung sowie die Aufnahme von Sendungen auf USB-Speichergeräten werden ebenfalls geboten. Zudem können verschiedene Nutzerprofile für Lieblingssender, Lautstärke und Bildparameter angelegt werden.

So viel High-End zieht logischer Weise einen entsprechend hohen Preis nach sich, und dieser dürfte das Budget der meisten 3D-Freunde dann doch eher sprengen: Knapp 8.000 Euro beträgt die unverbindliche Preisempfehlung für den Toshiba 55ZL2G, und zumindest die ersten Listungen halten sich bislang an diesen Preis.

Vor einigen Tagen kündigte Toshiba außerdem an, neben Multimedia-Notebooks der Qosmio-Reihe künftig auch Satellite-Notebooks mit autostereoskopischem Display auszustatten.

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