Sinkende Verkaufszahlen des Erfolgsshooters

„Call of Duty“: Höhepunkt des Booms erreicht?

Obwohl die „Call of Duty“-Serie auch mit dem neuesten Teil „Modern Warfare 3“ wieder einmal auf Rekordjagd gegangen ist und diesbezüglich sogar mit Blockbusterfilmen wie Avatar konkurrieren konnte, scheint der unbegrenzte Höhenflug nun beendet.

Wie Gamasutra unter Berufung auf Analysten bei Macquarie Equities berichtet, kann der neueste Teil bezogen auf den langfristigen Verkaufserfolg nicht an seinen Vorgänger „Black Ops“ anknüpfen. Zwar gibt Activision keine genauen Verkaufszahlen bekannt, soll aber mit dem neuesten Teil der Serie im selben Zeitraum insgesamt 4,3% weniger Exemplare abgesetzt haben. Insbesondere im März seien den Analysten zufolge die Umsätze im Vergleich mit dem Vorgänger um mehr als die Hälfte eingebrochen.

Analysten bei PiperJaffray machen dafür die Gelegenheitsspieler verantwortlich, die nunmehr weniger Titel erwerben und ihre Hardware überwiegend im Multimedia-Bereich einsetzen würden. Michael Pachter von Webush Securities hingegen vermutet, dass die Bedeutung neuer Titel aufgrund ihrer Aktualität zugenommen habe – und daher weniger Nutzer mehr „alte“ Spiele kaufen.

Möglicherweise scheint aber auch angesichts des im Prinzip unveränderten Spielprinzipes, das seit „Modern Warfare 1“ nur leichte Retuschen erfahren hat, eine gewisse Sättigung des Marktes eingesetzt zu haben, zumal das Spiel bei Fans schon seit mehreren Ablegern Kritik unter anderem am Balancing hervorruft. Activision scheint sich dessen jedoch bewusst zu sein und hat für nächsten Teil, „Black Ops 2“, der noch dieses Jahr erscheinen soll, Abhilfe versprochen.

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