Einige Möglichkeiten mehr als beim Vorgänger

Intel zeigt Overclocking-Möglichkeiten von „Ivy Bridge“

Im Rahmen des IDF 2012 in Beijing hat sich Intel in einer Veranstaltung auch des Overclockings angenommen. Dabei zeigte der Hersteller detailliert auf, was mit den neuen „Ivy Bridge“-CPUs möglich sein wird und worin die Änderungen gegenüber dem Vorgänger liegen.

Diese fallen auf dem Papier zwar auf den ersten Blick vielfältig aus, sind unter dem Strich aber nur eine kleine Evolution statt Revolution. Denn nach wie vor wird das Übertakten über den BCLK (Bus-Takt) nicht möglich sein, da viele Abläufe im Prozessor direkt an diesen Basistakt gekoppelt sind. Änderungen dort sind deshalb nur im Rahmen des Vorgängers möglich, Intel spezifiziert sie mit maximal 7 Prozent – unterm Strich sind es also höchstens 107 MHz Bus-Takt für die neuen Prozessoren. Exakt bis dort hin gingen auch die Vorgänger.

CPU-Overclocking
CPU-Overclocking

Beim Rest gibt man zu dem bereits bekannten lediglich hier und da etwas mehr Spielraum. Der maximal mögliche Multiplikator steigt auf 63, das Real-Time-Overclocking, also direkt unter Windows die Taktraten anpassen, wird unterstützt. Beim Speichertakt unterstützt man deutlich höhere Raten, jedoch hat die Speicherfrequenz bereits beim Vorgänger den geringsten Einfluss auf die Gesamtleistung gehabt, was sich aufgrund der gleichen Architektur auch bei „Ivy Bridge“ nicht ändern dürfte.

„Ivy Bridge“-Overclocking
„Ivy Bridge“-Overclocking
CPU-Overclocking
CPU-Overclocking
Vergleich „Sandy Bridge“ vs. „Ivy Bridge“
Vergleich „Sandy Bridge“ vs. „Ivy Bridge“

Kein Overclocking wird nach wie vor bei Prozessoren ohne Turbo-Modus möglich sein, da bei Prozessoren mit Turbo-Modus diese wie beim Vorgänger auf vier zusätzlich Turbo-Schritte über dem Referenzwert der CPU limitiert ist. Gleiches gilt auch für die Notebook-Prozessoren.

Overclocking im Desktop
Overclocking im Desktop
Overclocking im Notebook
Overclocking im Notebook

Unterm Strich ändert sich deshalb letztlich nur bedingt etwas. Hier und da gibt man etwas mehr, die „Sandy Bridge“-basierte-Architektur schränkt diverse Dinge aber ein, sodass man am Ende nahezu das Gleiche bietet wie mit dem Vorgänger: Ohne Turbo kein Overclocking der CPU, erst mit den K-Modellen geht alles.

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