Wii-Verkäufe brechen ein

Nintendo erstmals mit Jahresverlust

Zum ersten Mal in seiner Geschichte hat Nintendo in einem Geschäftsjahr mit einem Minus von gut 400 Millionen Euro einen Nettoverlust ausgewiesen. Gleichzeitig ging der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr aufgrund schleppender Konsolenverkäufe deutlich um mehr als ein Drittel zurück.

Insgesamt konnte das japanische Unternehmen rund 1,014 Billionen Yen einnehmen, umgerechnet 9,442 Milliarden Euro. Der Rückgang ist dabei in erster Linie auf die gesunkenen Konsolenverkäufe zurückzuführen, insbesondere bei der Wii. Konnten im Geschäftsjahr 2010 hier noch mehr als 15 Millionen Exemplare abgesetzt werden, waren es 2011 nur noch 9,8 Millionen, ein Drittel weniger. Zudem hat laut Nintendo auch die Preissenkung beim 3DS ihre Spuren hinterlassen. Mit 13,5 Millionen Geräten war sie aber trotz der Vergünstigung weit von den alten Erfolgswerten der Vorgängergeneration DS entfernt. Diese konnte immerhin noch mehr als fünf Millionen mal ausgeliefert werden.

Bilanzeckdaten
Geschäftsjahr 2009 Geschäftsjahr 2010 Geschäftsjahr 2011
Umsatz 1.434 Mrd. Yen 1.014 Bio. Yen 648 Mrd. Yen
Gewinn 229 Mrd. Yen 78 Mrd. Yen -43 Mrd. Yen
Abgesetzte DS-Konsolen (DS, DSi, DSi XL) 27,1 Mio. 17,5 Mio. 5,1 Mio.
Abgesetzte 3DS-Konsolen nicht verfügbar 3,6 Mio. 13,5 Mio.
Abgesetzte Wii-Konsolen 20,5 Mio. 15,1 Mio. 9,8 Mio.

Für das am 1. April begonnene neue Geschäftsjahr geht das Unternehmen allerdings von einer deutlichen Besserung aus. Für Schwung sollen zahlreiche neue Spieleableger der bekannten Marken sorgen. Aber auch vom Start der Wii U, der vermutlich im vierten Quartal und somit rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft erfolgen soll, verspricht man sich einiges. Spätestens ab dem dritten Quartal soll zudem der 3DS wieder schwarze Zahlen schreiben. Bislang wird dieser unter den Herstellungskosten angeboten.

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