Wilde Mixtur aus „Fermi“ und „Kepler“

Spezifikationen der GT 645, GT 640 und GT 630 verfügbar

Wie die Seite Anandtech berichtet, sind nun die ersten Informationen zu den niederen Rängen der GT6XX-Grafikkartenserie aufgetaucht. Diese zeichnen sich durch eine recht illustre Durchmischung zwischen „Fermi“- und „Kepler“-Architektur aus.

Mittlerweile sind nun die Spezifikationen für fünf neue OEM-Karten Nvidias verfügbar. Es handelt sich dabei zuerst einmal um die Karten GT 645, GT 640 und GT 630, wobei es von der GT 640 drei unterschiedliche Versionen zu geben scheint. Des Weiteren werden manche Karten noch im 40 Nanometer-Prozess nach der Fermi-Architektur gefertigt, während andere schon eine Strukturgröße von 28 Nanometer und die Kepler-Architektur aufweisen.

Die GT 645 ist zwar die vom Namensschema her am höchsten angesiedelte Karte, jedoch ist ihre GPU noch im „alten“ 40 Nanometer Verfahren und der Fermi-Architektur gefertigt. Sie verfügt über 288 Shader und GDDR5 Speicher. Ihr Speicherinterface beträgt höchstwahrscheinlich 192-Bit, obwohl hier Nvidia 128-Bit angibt. Das ist aber aller Wahrscheinlichkeit nach in Anbetracht der an der selben Stelle angegebenen Speichertaktrate und der Speicherbandbreite falsch, während die Angaben wunderbar mit dem Wert von 192-Bit harmonieren. Interessanterweise sind die Produktbilder zu dieser Karte mit dem Namen GTX 560 versehen, wie dieser URL zu entnehmen ist.

Nvidia GeForce GT 645
Nvidia GeForce GT 645
Nvidia GeForce GT 645
Nvidia GeForce GT 645

Bei den schon erwähnten drei Versionen der GT 640 ist zu beachten, dass diese trotz des jeweils gleichen Namens mit völlig unterschiedlicher Ausstattung daherkommen. Während die beste Ausführung noch mit GDDR5 und 384 Shadern sowie der Kepler-Architektur aufwarten kann, müssen sich die anderen beiden Modelle mit DDR3 Speicher begnügen, was sich auch entsprechenden negativ auf ihre verfügbare Speicherbandbreite auswirkt. Zusätzlich dazu sind die Taktraten der GPUs niedriger und eine der beiden sogar noch in 40 Nanometer gefertigt. Letztere verfügt letztlich auch noch nur mehr über 144 Shader, was aber primär der unterschiedlichen Architektur zuzurechnen und weniger als Merkmal von weniger Leistung zu sehen ist. Eine klarere namentliche Abgrenzung dieser Modelle untereinander wäre hier aus Kundensicht durchaus nicht verkehrt gewesen.

Nvidia GeForce GT 640
Nvidia GeForce GT 640

Nvidia GeForce GT 640
Nvidia GeForce GT 640

Ein wenig eigenwillig ist auch die GT 630, die mit ihren 384 Shadern in Kepler-Architektur ebensoviele Rechenkerne aufweist, wie ihre größeren ebenfalls in 28 Nanometer gefertigten GT 640–Schwestern. Auch ansonsten ist sie von der Anzahl der TMUs, der ROPs und dem Speicherinterface gleichauf mit diesen Karten. Sie nutzt für ihren VRAM den Speichertyp DDR3, wodurch sie bedingt durch ihren um gut 10 Prozent höheren GPU-Takt leistungsmäßig sogar vor ihren DDR3-Pendants der GT 640 Reihe liegen dürfte. Für diese Karte ist zudem standardmäßig die Low-Profile-Bauform vorgegeben.

Nvidia GeForce GT 630
Nvidia GeForce GT 630

Nvidia GeForce GT 630
Nvidia GeForce GT 630
GT 645 GT 640 GT 640 GT 640 GT 630
Stream Prozessoren 288 384 144 384 384
Textur-Einheiten 48 32 24 32 32
ROPs 24 16 16 16 16
Core-Takt 776 MHz 950 MHz 720 MHz 797 MHz 875 MHz
Shader-Takt 1552 MHz 950 MHz 1440 MHz 797 MHz 875 MHz
Speicher-Takt 3.828 MHz GDDR5 5000 MHz GDDR5 1.782 MHz DDR3 1.782 MHz DDR3 1.782 MHz DDR3
Speicherbandbreite 91,9 GB/s 80 GB/s 43 GB/s 28,5 GB/s 28,5 GB/s
Speicherinterface 192-Bit (*) 128-Bit 192-Bit 128-Bit 128-Bit
VRAM 1 GB 1 GB / 2 GB 1.5 GB /
3 GB
1 GB / 2 GB 1 GB / 2 GB
GPU GF114 GK107 GF116 GK107 GK107
TDP 140 Watt 75 Watt 75 Watt 50 Watt 50 Watt
Fertigungsprozess 40nm 28nm 40nm 28nm 28nm
Architektur Fermi Kepler Fermi Kepler Kepler
Quellen: Nvidia, Anandtech.com
(*): siehe obigen Textabschnitt zur GT 645

Darüber hinaus sind auf der Nvidia-Seite auch noch die GT 620 und die GT 605 gelistet, die sich in ihrer leistungstechnisch gesehen spärlichen Ausstattung nur darin unterscheiden, dass die GT 605 einen geringeren GPU-Takt aufweist als die GT 620. Bei diesen beiden Karten dürften GF119-Chips verbaut sein. Dafür spricht neben dem Umstand, dass ihre TDP exact auf jene der GT 520 passt, dass auch die derzeitigen Produktbilder in ihrer Bezeichnung die Worte „g-520-oem“ insich tragen.

Nvidia GeForce GT 620
Nvidia GeForce GT 620
Nvidia GeForce GT 620
Nvidia GeForce GT 620
Nvidia GeForce GT 620
Nvidia GeForce GT 620
Nvidia GeForce GT 605
Nvidia GeForce GT 605
Nvidia GeForce GT 605
Nvidia GeForce GT 605
Nvidia GeForce GT 605
Nvidia GeForce GT 605

Wir danken unserem Leser „HPC Master“ für den Hinweis zu dieser News!

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