Test: Sony Xperia S (7/7)

It's a Sony!
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Fazit

Ein neues Logo bedeutet nicht automatisch auch einen Neuanfang. Damit wäre die eingangs gestellte Frage nach den alten Zöpfen im Grunde genommen bereits beantwortet. An vielen Stellen merkt man, dass das Xperia S prinzipiell von Sony Ericsson stammt, nicht nur auf der Rückseite des Smartphones wird dies ersichtlich. Daran ist grundsätzlich nichts auszusetzen. Es wird aber die Frage aufgeworfen, warum vieles, dass bislang gut war, nun auf einmal schlechter ist und gleichzeitig etliche Mängel übernommen wurden – nur am neuen Schriftzug kann dies nicht liegen.

Wie beim Xperia Arc und Xperia Arc S enttäuscht vor allem die Verarbeitung. Bei einem Gerät der Oberklasse sind deutlich unterschiedliche Spaltmaße und uneinheitliche Übergänge nicht hinzunehmen. Unverständlich ist auch, weshalb man sich von den bewährten Kamerasensoren verabschiedet hat, die zumindest eine leicht überdurchschnittliche Bildqualität ermöglicht haben. Auch in dieser Kategorie enttäuscht das Xperia S. Zu guter Letzt – und dies dürfte der größte aller Kritikpunkte sein – produziert der Akku eine Menge Frust. Als jahrelanger Smartphone-Nutzer ist man es mittlerweile gewohnt, sein Gerät spätestens nach zwei Tagen wieder aufladen zu müssen. Eine Laufzeit von weniger als einem Tag, wie Sony sie hier präsentiert, ist aber unentschuldbar.

Sony Xperia S
Sony Xperia S

Zwar erhält man im Gegenzug ein in Summe gutes Display sowie eine Gesamt-Performance, die absolut überzeugen kann: Im Alltag wiegen diese Pluspunkte die Kritik aber nicht wieder auf. Und so erweist sich Sonys erster alleiniger Auftritt nach über zehn Jahren eher als Reinfall denn als Erfolg. Abzuwarten bleibt, welche Veränderungen an den Laufzeiten künftige Updates, insbesondere das auf Android 4.0, mit sich bringen werden. Zumindest bis dahin dürfte man mit einem HTC One S oder Samsung Galaxy Nexus besser beraten sein.

Verfügbarkeit & Preise

Das Sony Xperia S ist in Deutschland seit März in weiß und schwarz erhältlich und kann bei verschiedenen Providern im Rahmen von unterschiedlichen Verträgen zu entsprechend variierenden Preisen erstanden werden. In der freien Variante muss aktuell mit Preisen ab etwa 425 Euro gerechnet werden.

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