Zahl der „WoW“-Spieler rückläufig

Activision Blizzard übertrifft eigene Erwartungen im 1. Quartal

Der hinter Spielen wie „World of Warcraft“ und „Call of Duty“ stehende Publisher Activision Blizzard hat im ersten Quartal 2012 die eigenen Erwartungen übertroffen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gingen die wirtschaftlichen Ergebnisse dennoch teils spürbar zurück.

So verringerten sich die Einnahmen um rund 19 Prozent von 1,449 auf 1,172 Milliarden US-Dollar. Dabei gingen sowohl die mit dem Verkauf von Spielen als auch die aus Abonnements und Lizenzgeschäften erwirtschafteten Umsätze zurück – jeweils um circa 17 und 23 Prozent. Unter anderem daraus resultiert auch ein geringerer Quartalsüberschuss. Dieser beläuft sich auf 384 Millionen US-Dollar, ein Minus von gut 23 Prozent im Vergleich zum ersten Vierteljahr 2011.

Ähnlich wie bei Electronic Arts spielt auch bei Activision Blizzard der PC in puncto Vertrieb nur noch eine Nebenrolle, zumindest in Anbetracht der Ergebnisse. Während man mit der Xbox 360 335 Millionen US-Dollar und der PlayStation 3 300 Millionen US-Dollar einnahm, waren es auf dem PC nur 137 Millionen US-Dollar. Erst unter Berücksichtigung der Abo-Gebühren für „World of Warcraft“ sieht es für diese Plattform besser aus.

Dabei ist die Zahl der aktiven Accounts des Online-Rollenspiels weiter rückläufig. Waren es im ersten Quartal 2011 noch 11,9 Millionen, so sollen es Ende März 2012 nur noch 10,2 Millionen gewesen sein – ein Rückgang um 14 Prozent. Gegenüber dem letzten Quartal 2011 blieb der Wert allerdings stabil. Als Highlights für das laufende zweite Quartal führt Activision die Veröffentlichungen von „Prototype 2“ sowie „Diablo III“ an.