Radikale Sparmaßnahmen

RIM vor Streichung von mindestens 2.000 Stellen

Offenbar plant das für seine Blackberry-Geräte bekannte kanadische Unternehmen Research in Motion (RIM) einen massiven Stellenabbau. Mindestens 2.000 der aktuell rund 16.500 Mitarbeiter sollen entlassen werden, wie die kanadische Zeitung The Globe and Mail berichtet.

Derzeit strauchelt RIM im hart umkämpften Mobilgeschäft – siehe auch ComputerBase-Kommentar – und musste zuletzt erstmals seit langem Verluste ausweisen. Gerade iPhones von Apple und Smartphones mit Googles Android-System üben erheblichen Druck auf die BlackBerrys am Markt aus. Zudem mehrten sich Gerüchte um eine Übernahme durch Konkurrenten.

Angesichts dieser Punkte überrascht der voraussichtlich spätestens für Anfang Juni geplante Stellenabbau wenig. Nach einem Führungswechsel an der Firmenspitze im Januar, verließ in dieser Woche der Vertriebschef Patrick Spence das kanadische Unternehmen.

Laut dem Bericht habe sich eine RIM-Sprecherin nicht zu diesem Vorhaben äußern wollen. Jedoch habe sie auf Aussagen des neuen CEOs Thorsten Heins und des Finanzchefs Brian Bidulka verwiesen, wonach man Einsparungen von rund einer Milliarde US-Dollar bis zum Ende des Fiskaljahrs 2013 erzielen wolle. Eine unternehmensnahe Quelle soll gegenüber Reuters berichtet haben, dass sogar bis zu 6.000 Stellen bei RIM gestrichen werden könnten.

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