Zuckerberg verliert virtuell 2,2 Mrd. US-Dollar

Wert der Facebook-Aktie fällt um mehr als ein Zehntel

Was sich bereits am späten Freitagabend abgezeichnet hat, ist nun eingetreten: Am zweiten Handelstag hat die Facebook-Aktie deutlich an Wert verloren, zeitweise lag der Kurs bei nur noch 33 und somit fünf US-Dollar unterhalb des Ausgabekurses.

Zum Ende des Parketthandels lag der Wert pro Anteilsschein bei 34,03 US-Dollar, was ein Minus von 10,99 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom vergangenen Freitag bedeutet. Laut Bloomberg hat allein Mark Zuckerberg, der Gründer des sozialen Netzwerks, durch den Kursverfall etwa 2,2 Milliarden US-Dollar verloren. Angenommen, der heutige Schlusskurs ist dem „wahren“ Wert der Aktie näher als der Ausgabekurs von 38 US-Dollar, hätten die Investoren bei der Erstausgabe am Freitag ungefähr 1,6 Mrd. US-Dollar zu viel für ihre Anteile an Facebook gezahlt; bzw. Facebook 1,6 Mrd. US-Dollar „zu viel“ eingenommen.

Unklar ist, ob es erneut zu Stützungskäufen durch den Börsengang betreuende Finanzinstitute gekommen ist. Bereits am Freitag hatte das Bankhaus Morgan Stanley für angeblich circa zwei Milliarden US-Dollar Facebook-Aktien erworben, um ein Abrutschen des Kurses unter den Ausgabepreis zu verhindern.

Während sich Kritiker in ihrer Auffassung, die Aktie wäre deutlich überbewertet, bestärkt sehen dürften, bezeichnen andere das Wertpapier als langfristige Anlage. Nach wie vor stehen dem aber drohende Datenschutzverschärfungen gegenüber, vor allem in der Europäischen Union. Sollte es hier zu den angenommenen Neuregelungen kommen, dürften sich die Geschäfte für Facebook deutlich schlechter als erwartet entwickeln.