Fast schon ein Ultrabook

Asus' Tablet 810 ausprobiert

Mit den beiden auf der Computex vorgestellten Windows-8-Tablets Tablet 600 und Tablet 810 greift Asus das Konzept der hauseigenen Transformer-Reihe auf. Am Stand des taiwanischen Herstellers hatten wir die Gelegenheit, uns das Tablet 810 näher anzuschauen.

Im Vergleich mit den meisten anderen Tablets fällt auf den ersten Blick das größere Display auf. Mit 11,6 Zoll steht so ein wenig mehr Platz zur Verfügung. Dem gegenüber steht allerdings die Auflösung von 1.366 × 768 Pixeln, die in Zeiten von Android-Tablets mit zehn Zoll und Full-HD nicht mehr zeitgemäß ist. Immerhin kann das Tablet 810 dank des IPS-Panels mit großen Blickwinkeln aufwarten.

Nichts auszusetzen gibt es an der Performance des Atom-betriebenen Tablets. Das Scrollen in der Metro-Oberfläche geht flüssig von der Hand, Aussetzer gab es nicht. Im Zusammenspiel mit dem Tastatur-Dock wird aus dem Tablet 810 ein nahezu reinrassiges Notebook – angesichts der Maße könnte man fast schon einen Vergleich mit Ultrabooks ziehen. Die Tastatur bietet einen hohen Schreibkomfort und darüber hinaus einen eigenen Akku, mit dem die Laufzeit des Tablets erhöht wird.

Zwar hat Asus noch keine Angaben zum Gewicht der Tablet-Einheit gemacht, dem ersten Eindruck zufolge dürfte der Unterschied zu Geräten der Zehn-Zoll-Klasse aber nicht wirklich nennenswert sein. Generell liegt es gut in der Hand, an der Verarbeitung gibt es nichts auszusetzen.

Über den Erfolg des Tablet 810 dürfte am Ende aber vor allem der Preis entscheiden. Diesen hat Asus zwar ebenso wenig wie einen halbwegs präzisen Termin für die Markteinführung genannt; die generelle Aussage auf der Computex lautet aber, dass sich Windows-8-Tablets mit Atom-CPU und ARM-SoC preislich nicht viel nehmen sollen. Sollte sich dies bewahrheiten, dürfte der Erfolg des Tablet 810 klar zulasten des Tablet 600 gehen, welches aufgrund des verbauten Tegra 3 auf Windows RT beschränkt ist.

Dieses konnte im übrigen ebenso wie das Dual-Screen-Notebook Taichi nicht ausprobiert werden. Mehrfach wurde bei beiden Geräten darauf hingewiesen, dass es sich um Vorserienmodelle handeln würde.

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