„Ich zahle, also bin ich!“ gilt auch für Deutschland

Bezahlte Facebook-Statusmeldungen außerhalb der USA

Nachdem Facebook Anfang Mai, kurz vor dem Börsengang, erstmals bezahlte Statusmeldungen für professionelle Facebook-Nutzer wie Firmen, Vereine oder sonstige Organisationen in den USA freigegeben hatte, steht das Feature nun auch außerhalb der Vereinigten Staaten zur Verfügung.

Statusmeldungen, für die kommerzielle Facebook-Nutzer einen entsprechenden Betrag zahlen, werden dabei nicht optisch auf den Newsfeeds von Freunden hervorgehoben, die Sichtbarkeit der Statusmeldung in den Newsfeeds soll jedoch garantiert sein. Aktuell werden Änderungen von Statusmeldungen im Schnitt für lediglich zwölf Prozent der auf Facebook mit dem eigenen Profil befreundeten Personen sichtbar.

Auch ComputerBase steht diese Funktion auf der eigenen Facebook-Seite seit letzter Nacht theoretisch zur Verfügung. So wird nicht nur unter jedem bestehenden Posting die Anzahl der Freunde der Seite, die den Post gesehen hat, angegeben. Auch kann jeder neue oder maximal drei Tage alte Beitrag nun für 5, 10 oder 15 US-Dollar auf einer garantierten Anzahl von News-Feeds sichtbar gemacht werden.

Auch wenn Facebook auf einer eigens für dieses Feature eingerichteten Informationsseite inkl. Video angibt, dass die Sichtbarkeit nicht beworbener Beiträge mit Einführung des Features nicht herabgesetzt wird, scheint offensichtlich, dass es zumindest indirekt Auswirkungen geben wird. Denn sobald mehr und mehr kommerzielle Facebook-Nutzer ihre Beiträge kostenpflichtig auf den Newsfeed ihrer Freunde in den Vordergrund drücken, müssen es nicht beworbene Beiträge zwangsläufig schwerer haben, Aufmerksamkeit zu erzielen.

Video „„Promoted Posts“ auf Facebook