Verstärkung für Opteron 4200 und Opteron 6200

Fünf neue AMD „Bulldozer“ fürs Server-Segment offiziell

Nach über einem Monat Präsenz in der eigenen Preisliste hat AMD fünf Opteron-Prozessoren auf Basis der „Bulldozer“-Architektur offiziell vorgestellt. Bei fast allen fünf Modellen handelt es sich um bestehende Modelle mit leichten Taktsteigerungen bei gleich gebliebener TDP.

Die meisten der fünf neuen Modelle haben bereits einen Vorgänger im aktuellen Opteron-Portfolio, die Neulinge bieten jetzt aber jeweils 100 MHz mehr Basistakt. Die bisherigen Modelle bleiben jedoch weiterhin im Angebot, die neuen Prozessoren werden mit einem etwas höheren Preis direkt darüber gestellt. Beispielsweise wird das neue High-End-Modell Opteron 6284 SE mit einem Preis von 1.265 US-Dollar über dem zum Launch der Serie vorgestellten Opteron 6282 SE für 1.019 US-Dollar gesetzt – einziger Unterschied sind besagte 100 MHz.

Vor fünf Wochen noch in der Preisliste als sechstes neues Modell geführt, ist vom Opteron 6230 HE mit sechs Modulen heute keine Spur mehr zu finden. Dieser sollte als HE-Variante mit geringerer TDP antreten. Von diesen HE-Modellen sind auch in der 4200-Serie zwei neue Vertreter am Start, dort folgen sie aber bereits bestehenden Modellen.

Neue AMD Opteron 4200 und 6200
Modell Kerne
(Threads)
Takt / mit Turbo L3-Cache TDP Preis
Opteron 4230 HE 6 2,9 / 3,7 GHz 8 MB 65 W $377
Opteron 4240 6 3,4 / 3,8 GHz 8 MB 95 W $316
Opteron 4276 HE 8 2,6 / 3,6 GHz 8 MB 65 W $455
Opteron 6278 16 2,4 / 3,3 GHz 16 MB 115 W $988
Opteron 6284 SE 16 2,7 / 3,4 GHz 16 MB 140 W $1.265

Mit den neuen Prozessoren umfasst die Opteron-Serie auf Basis der „Bulldozer“ jetzt insgesamt 26 Modelle, 12 davon in der Oberklasse Opteron 6200, elf bei den Opteron 4200 sowie drei Opteron 3200, die als neue Einsteiger-Serie in das AMD-Server-Segment erst vor wenigen Wochen vorgestellt wurden.

Die Nachfolger der „Bulldozer“ dürften angesichts dieser Neuvorstellung noch eine Weile auf sich warten lassen. Bisher war großzügig vom dritten Quartal die Rede, in dem die „Piledriver“-basierten Prozessoren sowohl im Server-Segment als auch im Desktop-Betrieb – dort versehen mit dem Namen „Vishera“ – vorgestellt werden sollen.

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