Lange Durststrecke voraus

Intel 22-nm-Atom mit vier Kernen frühestens Ende 2013

Bereits seit einiger Zeit ist offiziell klar, dass Intel die Atom-Prozessoren als Einstiegsmodelle auch in den kommenden Jahren fortführen will. Als nächster großer Schritt steht die 22-nm-Fertigung an, neueste (chinesisch-sprachige) Dokumente zeigen jedoch, dass diese frühestens Ende 2013 in den Handel kommen.

Aktuelle Modelle, in der Desktop- und Notebooksparte unter dem Codenamen „Cedar Trail“ geführt, müssen deshalb noch lange durchhalten. Vorgestellt wurde die aktuell im Einsatz befindliche Plattform Ende 2011, bis zum vierten Quartal 2013 soll sie bestehen bleiben.

Roadmap für bestehende Atom-Prozessoren
Roadmap für bestehende Atom-Prozessoren

Ab dem vierten Quartal des kommenden Jahres soll dann die nächste Generation verfügbar werden, zu der jetzt auch erste umfangreichere technische Details bekannt wurden. Die „Silvermont“-Architektur wird das Zepter übernehmen und in Form der „Bay Trail“-Plattform mit „Valleyview“-Prozessoren (SoC) verfügbar sein. Angepeilt werden bei dem 22-nm-Produkt aktuell bis zu vier Kerne und Taktraten von 1,4 bis 2,4 GHz, wobei davon auszugehen ist, dass die höchsten Taktraten eher für Single- und Dual-Core-Varianten in Desktop-Lösungen greifen dürften. Jeder Kern wird dabei zusätzlich von 512 KByte L2-Cache unterstützt, ein Turbo-Modus ist mitunter wohl ebenfalls mit von der Partie.

Silvermont-Architektur für neue Atom-Prozessoren
Silvermont-Architektur für neue Atom-Prozessoren
„Valleyview“-Prozessor als Kernstück der neuen Atom-CPUs
„Valleyview“-Prozessor als Kernstück der neuen Atom-CPUs
„Valleyview“-Prozessor als Kernstück der neuen Atom-CPUs
„Valleyview“-Prozessor als Kernstück der neuen Atom-CPUs

Auf der Habenseite verbuchen die neuen Atom-Prozessoren auch eine Grafikeinheit der siebten Generation von Intel, die aktuell bei den „Ivy Bridge“ genutzt wird. Bei den Atom bleiben aber lediglich vier Execution Units (EU) übrig, „Ivy Bridge“ bringt es bisher auf minimal sechs EUs (HD 2500). Über den integrierten Speichercontroller können im Single- oder wahlweise auch Dual-Channel-Modus bis zu 8 GByte DDR3L-1333 angesprochen werden. Als SoC konzipiert stehen die wichtigsten Anschlüsse direkt zur Verfügung. In der Grundausstattung werden bis zu vier PCIe-2.0-Lanes, USB 3.0/2.0, SATA, LAN, Audio sowie weitere Optionen geboten.

„Valleyview“-Prozessor als Kernstück der neuen Atom-CPUs
„Valleyview“-Prozessor als Kernstück der neuen Atom-CPUs
PCI-Express-Optionen der neuen Atom-Prozessoren
PCI-Express-Optionen der neuen Atom-Prozessoren
Intels „Bay Trail“-Plattform
Intels „Bay Trail“-Plattform

„Valleyview“ wird unterm Strich in erster Linie als Prozessor (SoC) in zwei verschiedenen Packages (Typ 3 und Typ 4) für unterschiedliche Segmente mit unterschiedlichen Ausstattungsmerkmalen (I, M, D, T) angeboten, der insbesondere auch über den langfristigen Support von fünf und sieben Jahren punkten soll.

Intels „Bay Trail“-Plattform
Intels „Bay Trail“-Plattform
Roadmap für Atom-Prozessoren
Roadmap für Atom-Prozessoren
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