Zwölf Städte mit „Giganetz“

Telekom startet Internetzugänge mit 200 Mbit/s über Glasfaser

Seit gestern bietet die Deutsche Telekom offiziell Zugänge für ihr neues Glasfasernetz an. In zwölf Städten werden ab sofort erste Kunden in das „Giganetz“ aufgenommen, das Geschwindigkeiten von bis zu 200 Megabit pro Sekunde im Download und bis zu 100 Megabit pro Sekunde im Upload bieten soll.

Laut Pressemitteilung startet das Angebot zunächst in den Städten Braunschweig, Brühl/Baden, Hannover, Hennigsdorf, Ingolstadt, Kornwestheim, Mettmann, Neu-Isenburg, Offenburg, Potsdam, Rastatt und Stade.

Kunden bietet der Kommunikationsdienstleister den schnellen Internetzugang in Form von zwei Paketen an: Zum einen „Call & Surf Comfort Fiber 100“ für monatlich 54,95 Euro und zum anderen „Entertain Comfort Fiber 100“ für monatlich 59,95 Euro (in den ersten zwei Jahren, danach 64,95 Euro). Neben einer Internet- und Festnetz-Flatrate bietet letzteres zusätzlich diverse TV-Kanäle samt Archiv- und Video-on-Demand-Funktionen. Bei beiden Paketen wird allerdings die Internetgeschwindigkeit mit bis zu 100 Mbit/s (Downstream) und 50 Mbit/s (Upstream) angegeben – Datenraten von 200 Mbit/s sind hingegen nur optional zubuchbar, was einen Aufpreis von 5,00 Euro nach sich zieht. In beiden Paketen (PDF) hat der Anbieter zudem eine Datenvolumen-Grenze verankert, deren Überschreitung eine drastische Drosselung der Zugangsgeschwindigkeit zur Folge hat.

Auf den Informationsseiten zum FTTH-Netz, das die Telekom als „Giganetz“ vermarktet, werden noch weitere Regionen aufgeführt. Dabei handelt es sich allerdings auch um Gebiete, in denen das Glasfaserprojekt aufgrund zu weniger Vorverträge eingestellt wurde, wie beispielsweise ein Klick auf „Münster“ offenbart. Demgegenüber werden auch Städte aufgeführt, in denen der Ausbau bereits vollzogen wird, und die das schnelle Internet „in Kürze“ bekommen sollen, zu denen bekanntlich auch Chemnitz gehört.

Über einen weiteren Ausbau des Glasfasernetzes im kommenden Jahr führe man derzeit Gespräche. Dabei werden der „sehr aufwendige“ Ausbau, die baulichen Maßnahmen sowie die jeweils nötige Zustimmung der Immobilieneigentümer als zu überwindende Hürden genannt. Da die Kosten für das Unterfangen allein die Telekom trage, wolle der Konzern „den Glasfaser-Ausbau deshalb mit Augenmaß vorantreiben“, wie der Sprecher der Geschäftsführung Niek Jan van Damme erklärt.

Man habe bereits mehrere potenzielle Ausbaugebiete ins Auge gefasst. Allerdings bedürfe es vor einem Ausbau zunächst der Zustimmung von rund 80 Prozent der Immobilieneigentümer. Weiterhin müssten zehn Prozent der potenziellen Kunden einen Vorvertrag für den FTTH-Anschluss abschließen.

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