Gericht bestätigt Strafe wegen Tracking in Safari-Browser

Google muss 22,5 Millionen US-Dollar Strafe zahlen

Ein US-Bezirksgericht hat am vergangenen Freitag Abend die Strafe der Federal Trade Commission (FTC) in Höhe von 22,5 Millionen US-Dollar gegen den Suchmaschinen-Riesen bestätigt, weil Google Nutzer des Browsers Safari mittels Cookies verfolgte. Es ist das höchste Bußgeld, das die FTC jemals verhängt hat.

Die Strafe war bereits im August von der FTC verhängt und von Google akzeptiert worden. Google wurde bestraft, weil es die Datenschutzeinstellungen des Apple-Browsers Safari mit einem Trick umging. Per Cookie wurden die Anwender von Safari auf iPhones, iPads und PCs verfolgt – entgegen einer Zusicherung, die standardmäßige Blockade von Drittanbieter-Cookies in Safari zu respektieren.

Google verstieß damit nach Ansicht der FTC gegen eine strafbewehrte Vereinbahrung aus dem Jahr 2011, nach der sich Google verpflichtet hatte, den Umgang mit Daten seiner Nutzer offen darzustellen und nicht zu verfälschen. Richterin Susan Illston stimmte dem am Freitag zu. Sie sah es als erwiesen an, dass Google Safari-Nutzer auf Webseiten seines DoubleClick-Anzeigen-Netzwerks „getrackt“ hatte, obwohl Google den Nutzern von Safari zugesagt hatte, hier kein Tracking einzusetzen.

Die Sitzung des US-Bezirksgericht wurde auch von der Verbraucherrechts-Organisation Consumer Watchdog verfolgt. Die Verbraucherschützer monierten, die Strafe sei angesichts der Gewinne des Konzerns völlig wirkungslos und verlangten ein höheres Bußgeld.

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