Schwierigkeiten beim Schweißverfahren

Neue Apple iMacs auf 2013 verschoben?

Eigentlich hatte Apple eine Verfügbarkeit des neuen, schnelleren und zugleich dünneren iMacs für den November (21,5 Zoll) beziehungsweise Dezember (27 Zoll) in Aussicht gestellt. Besonders die dünnere Bauweise stellte der Konzern in den Vordergrund, welche man mittels des länger bekannten Reibschweißens erreicht haben will.

Doch nun berichtet die französische Internetseite MacBidouille, dass genau dieses von Apple verwendete Schweißverfahren dem Unternehmen Probleme bereiten soll. Dabei stellt das Reibschweißen im Vergleich zu anderen Möglichkeiten eine leichte Art des Verbindens zweier Bauteilen dar, wobei sich diese relativ zueinander bewegen und mit den Kontaktflächen berühren. Durch die entstehende Reibung und den Druck kommt es zur Erwärmung und Plastifizierung des Materials.

Die Vorteile des Verfahrens liegen auf der Hand: Beim Reibschweißen ist die Wärmeeinflusszone im Vergleich zu anderen Techniken deutlich kleiner, da es hierbei nicht zur Bildung von Schmelze in der Fügezone kommt. Welche Schwierigkeiten beim Verbinden der Vorder- und Rückseite des Rechnergehäuses des iMac genau auftreten, ist derzeit noch unklar. Eventuell nutzt Apple bei der Fertigung eine abgewandelte und somit noch nicht vollkommen erprobte Form des Reibschweißens. Ob auch der neue Fertigungsprozess des Displays zu Verzögerungen führt, wie bereits im Vorfeld spekuliert wurde, ist noch nicht bekannt. Eine Stellungnahme bzw. Bestätigung der Verzögerung der neuen iMacs seitens Apple steht noch aus.

Apple könnte durch die Verzögerungen bei der Produktion mit den neuen iMacs das durchaus wichtige Weihnachtsgeschäft verpassen. Tim Cook hatte bereits bei der Bekanntgabe der letzten Quartalszahlen darauf hingedeutet, dass man die Nachfrage nach den neuen iMacs zu Weihnachten aufgrund der kurzen Produktionszeit nicht komplett befriedigen können werde.

Mehr zum Thema