Test: Wavemaster Two

Wir brauchen Bass!
Autor:

Einleitung

Bereits in unserem letzten Lautsprechertest konnten wir uns davon überzeugen, dass Wavemaster durchaus gute und dabei vergleichsweise günstige Lautsprecher bauen kann. Das „Moody“ genannte Lautsprechersystem schlug zwar nicht die ganz große Welle, musste sich hinter den Branchengrößen wie Creative und Logitech aber keinesfalls verstecken. Grund genug, sich auch andere Systeme des Herstellers anzusehen – erst recht, wenn dieser quasi zeitgleich ein neues Produkt auf den Markt bringt.

Wavemaster Two im Vergleich mit einem 13-Zoll-Notebook
Wavemaster Two im Vergleich mit einem 13-Zoll-Notebook

Mit dem Wavemaster Two hat es daher ein sehr frischer Vertreter der Lautsprecherschmiede ins ComputerBase-Büro geschafft. Das 2.0-Set ist dabei deutlich teurer als bisherige Vertreter aus gleichem Hause, zielt aber auch auf eine anspruchsvollere Kundschaft ab. Statt eines typischen Satelliten-Subwoofer-Systems erhält der Käufer daher auch ein relativ erwachsen wirkendes Stereolautsprecherpaar, das bereits eine stattliche Größe aufweist. Hinter den üppigeren Dimensionen soll ausgefeilte Technik für die notwendige technische Ausgereiftheit sorgen, sodass Wavemaster beim Two mit zeitgemäßen Features wie einer Einschaltautomatik und einem zusätzlichen Netzanschluss etwa für Apples Airport-Express-Adapter werben kann. Die Erfahrung lehrt jedoch, dass allzu viele technische Raffinessen auch gerne dafür verwandt werden, um über Schwächen hinwegzutäuschen. Die folgenden Seiten sollen klären, ob das auch hier der Fall ist oder ob sich das Wavemaster Two keine Blöße geben muss.

Testsystem

Das Wavemaster Two wird mit einer Creative X-Fi Platinum verbunden, wobei der Equalizer, die CMSS-Funktionen und andere klangbeeinflussende Maßnahmen deaktiviert werden. Darüber hinaus können die Lautsprecher auch an einen Onkyo TX-SR 606 angeschlossen werden. Als Vergleichsmöglichkeit dient ein 2.1-System von Nubert (2x NuLine 32, 1x AW 1000), das als eine Art Referenz herhalten soll.

Um die Klangqualität umfangreich und nicht nur anhand einer eingeschränkten Anzahl von Quellen beurteilen zu können, kamen auch in diesem Test mehrere Stereo- und Surround-Medien aus den Bereichen Musik, Film und PC-Spiele zum Einsatz. Es werden sowohl Blu-ray-Disks als auch DVDs, CDs und MP3/FLAC-Dateien verschiedener Qualität verwendet. Auf eine Auflistung aller verwendeten Titel wird aus Platzgründen verzichtet. In der Klangbeschreibung wird aber namentlich auf einzelne Titel eingegangen, sofern sie der Vermittlung bestimmter Charakteristika besonders dienen.

Testumgebung

Bei dem Raum, in dem alle Tests stattgefunden haben, handelt es sich um einen etwa 20 m² großen und 2,5 Meter hohen Raum in einem Berliner Neubau. Die Aufstellung der Boxen wurde entsprechend der üblichen Ausrichtung vorgenommen.