Endfertigung ab 2013

Apple verlagert Teile der Produktion zurück in die USA

In den vergangenen Monaten sorgten die Arbeitsbedingungen bei chinesischen und taiwanischen Auftragsfertigern wie Foxconn für hitzige Diskussionen. Vor allem Apple stand dabei im Mittelpunkt, ebenso aber auch Kunden wie Samsung und andere Größen der IT-Welt.

Zumindest ein Stück weit dürfte eine nun erfolgte Ankündigung seitens Tim Cook für bessere Presse sorgen. Gegenüber Businessweek erklärte der Apple-Chef, dass man im kommenden Jahr Teile der Mac-Produktion in die USA zurückholen werde. Bezüglich des Umfangs oder der Zahl der Arbeitsplätze machte er keine Angaben, ebenso ist nicht bekannt, ob das Unternehmen aus Cupertino die Fertigung unter dem eigenen Dach vornehmen werde.

Cook wies jedoch darauf hin, dass man in diesen Schritt mehr als 100 Millionen US-Dollar investiert habe. Man habe die Verantwortung, Arbeitsplätze zu schaffen, so der Manager. Dabei gehe es aber nicht um die Zahl der Mitarbeiter, die direkt für ein Unternehmen tätig sind, sondern die in Summe vom Verkauf der Produkte abhängig sein.

All the major components of a computer, including the motherboard and hard drive, are imported. The computer’s components then are put together in a simple "screwdriver" operation in the U.S., are not substantially transformed under the Customs Standard, and must be marked with a foreign country of origin. An "Assembled in U.S." claim without further qualification is deceptive.

Beispiel der FTC

Erste Gerüchte bezüglich einer Fertigung in den USA kamen bereits vor einigen Tagen auf. Käufern des neuen iMacs war der Hinweis „Assembled in USA“ aufgefallen. Entsprechend der Vorschriften der US-amerikanischen Handelskommission FTC müssen entscheidende Fertigungsschritte innerhalb der USA durchgeführt werden, damit dieser Hinweis verwendet werden darf. Das alleinige „Zusammenschrauben“ reicht dafür nicht aus.

Die komplette Produktion wolle Apple aber nicht in die USA verlagern. Im Gespräch mit dem Fernsehsender NBC erklärte Cook, dass entsprechendes Personal rar wäre. Das amerikanische Bildungssystem würde die Erfordernisse, die für eine moderne Produktion benötigt würden, nicht oder nur unzureichend vermitteln. Denkbar sei jedoch, dass sich die Rahmenbedingungen in den kommenden Jahren ändern werden.

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