Geräte noch zu schwach?

„Dota 2“ könnte auch für Tablets kommen

Gabe Newell ist dafür bekannt, die Zeichen der Zeit meistens richtig zu deuten. Mit dieser Fähigkeit ausgestattet, war es ihm möglich, aus seinem „Baby“ Valve in einem äußerst windigen Umfeld eine feste Branchengröße zu machen.

Dies gelang in den vergangenen Jahren durch die konsequente Verschmelzung von Produzenten- und Publisher-Aufgaben, sodass Valve heute beides ist: Angesehene Spieleschmiede und vielleicht wichtigster Online-Distributor zugleich.

Für das kommende Jahr steht nun mit der „Steam Box“ der nächste Schritt in der Evolution an, wobei Newell das Unternehmen dabei mehr oder weniger explizit in Konkurrenz mit klassischen Spielekonsolen tritt.

Dieser Entwicklung könnte auch geschuldet sein, dass man bei Valve nun offenbar auch auf der Produktionsseite über neue Kanäle und Plattformen nachdenkt. So erklärte Newell unlängst im Gespräch mit Kotaku, dass man versucht habe, eine Tablet-Version von „Dota 2“ zu entwickeln. Der Versuch, das Spiel auf unterschiedlichen Geräten zum Laufen zu bringen, sei allerdings eher eine „Enttäuschung“ gewesen – wohl, weil die Geräte hardwareseitig noch zu schwach für die Ansprüche der Entwickler sind: „Doch die gute Nachricht ist, dass die Tablets sehr schnell potenter werden, weswegen ich denke, dass wir und andere Spieleentwickler die Performance, die wir brauchen, bald erhalten werden“, so Newell.

Ob die daraus vielerorts abgeleitet Interpretation stimmt, wonach in Zukunft definitiv eine Tablet-Version von „Dota 2“ präsentiert werden wird, lässt sich kaum mit Gewissheit sagen. Newell blieb gewohnt nebulös und beschloss seine Gedanken damit, dass „Dota 2“ in jedem Fall ein guter Test für die Machbarkeit von derlei Projekten sei – eine Feststellung, die impliziert, dass Valve sein Angebot mit Blick auf die „Steam Box“ plattformtechnisch ausweiten möchte.

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