Ablösung für die Flaggschiff-Serie

Intel-Prozessor mit 15 Kernen und 30 Threads im Anmarsch?

Kurz vor dem Jahreswechsel ist noch einmal eine Meldung aus der Gerüchteküche im Umlauf, die sich mit den kommenden Prozessoren der absoluten Oberklasse befassen. Die Rede ist von den „Ivy Bridge-EX“, die für die neue „Brickland“-Plattform doch über mehr Kerne verfügen könnten, als bisher angenommen wurde.

Gänzlich neu sind viele der Informationen nicht. Bereits als sicher gilt bisher, dass für „Ivy Bridge-EP/EN“, die als normale Xeon-Prozessoren für bis zu vier Sockel maximal zwölf Kerne und 24 Threads geplant sind. In der Hierarchie sind oberhalb dieser Modelle jedoch noch die EX-Modelle angesiedelt, die sich aktuell bereits durch nochmals mehr CPU-Kerne auszeichnen. Exakt darauf fußt das neue Gerücht seitens der in der Regel gut informierten türkischen Kollegen von Donanimhaber, die dem Probanden 15 Kerne und folglich 30 Threads nachsagen.

Fragen wirft dabei natürlich direkt die ungerade Zahl der CPU-Kerne auf, für die Erklärungen bislang nicht parat liegen. Denkbar ist, das dies dem Aufbau des Prozessor-Dies geschuldet sein kann, bei dem man eventuell jenseits von sechs/sieben Kernen in einer Doppel-Reihe und dem Cache in der Mitte, wie es bei aktuellen Server-Prozessor-Dies mit zehn Kernen der Fall ist, Platzprobleme bekommen würde und man sich dort etwas einfallen lassen musste. Möglicherweise ist das Design aber auch auf 16 Kerne ausgelegt, jedoch werden erst einmal nur 15 genutzt. Dieses Vorgehen würde nicht das erste Mal zum Einsatz kommen, werden so unter anderem höhere Yield-Raten möglich – derzeit nutzt Intel dies unter anderem bei den Xeon Phi.

Roadmap für Xeon-Prozessoren
Roadmap für Xeon-Prozessoren

Die Vorstellung der „Ivy Bridge-EX“ wird ebenso wie der aller anderen „Ivy Bridge-E/EN/EP“ im zweiten Halbjahr 2013 erwartet. Dann soll im Server-Segment großflächig die Wachablösung erfolgen, während auch der Desktop-Sockel LGA 2011 einen neuen High-End-Prozessor bekommt. Ob sich diese gesammelten Gerüchte vollends bewahrheiten, bleibt jedoch abzuwarten.

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